Berichte

Arizona Hot Springs (05.11.2005)
Grand Canyon (13.11.2005)

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Arizona Hot Springs (05.11.2005)
Das "Adventure Outdoor" Programm meiner Universität biete jeweils im Spring und Fall Semester diverse Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung von Las Vegas an. Im Angebot sind z.B. Campouts, Kanu-Touren und Tagesausflüge. Ich hatte mich schon mehrmals für diese Aktionen angemeldet, doch sie wurden wegen mangelnden Teilnehmern leider immer wieder abgesagt. Ich kann mir das zwar bei tausenden Studenten gar nicht vorstellen, aber naja. Für mich ist es jedenfalls eine super Chance die schönsten Flecken rund um Las Vegas und den Bundesstaaten Nevada, Arizona und Utah zu sehen, ohne das alles selbst vorbereiten zu müssen. Zudem kümmert sich das Team auch um den Transport und die Verpflegung bei Mehrtagesfahrten.Arizona Hot Springs
So führte mich mein erstes "Outdoor Adventure" mit der Uni zu den Hot Springs (heiße Quellen) in Arizona. Gegen 8:00am verließen unsere Gruppe den Treffpunkt auf dem Campus in Richtung Hoover Dam, wo wir die Grenze zu Arizona überquerten und wegen der Zeitgrenze gleich mal die Uhr um eine Stunde vorstellen konnten. Somit erreichten wir trotz der nur der einstündigen Fahrt erst um 10:00am den Parkplatz. Der Ausgnagspunkt für die Wanderung lag gerade mal ein paar Meilen hinter dem Hoover Dam und ist von Las Vegas aus wirklich sehr gut zu erreichen. Lediglich bei der Überquerung des Damms kann es zu Staus kommen, weil man nur Schrittgeschwindigkeit fahren darf und stichprobenweise Kontrolle der imensen Polizeipräsenz durchgeführt werden. Ganz unter dem Motto "Big Brother is watching you" überschreitet man mal so kurz eine Bundesstaat- und Zeitgrenze.

Vom Parkplatz aus führt ein 2,8 Meilen langer Wanderweg durch ein ausgetrocknetes Flussbett, welches teileise von einem Canyon ummantelt ist. Nach ca. 2 Meilen kommt man an den Colorad River, an dessen Ufer sich auch ein beliebter Campground für Kanuten ist, welche hier meist für eine Nacht bleiben. Auf einer Anhöhe
konnten wir einen ersten Blick auf den ruhigen Flusslauf und die umliegenden Berge werfen. Die Sonnen ließ das Wasser im schönsten Blau erscheinen und wurde durch eine sehr angenehme Ruhe umrandet. Der richtige Platz um bei einer kurzen Pause einfach mal kurz die Zeit anzuhalten und den Moment genießen. Da die Hot Springs allerdings nicht mehr weit weg waren, beschlossen wir, weiterzugehen und am Fuße eines kleinen Wasserfalls unsere Mittagspause zu machen. Arizona Hot SpringsDer Weg dorthin führte durch eine schmale Enge und man bemerkte schnell, dass man plötzlich im Wasser lief. Wir hatten den Auslauf der Hot Springs erreicht und je näher wir kamen, desto stärker wurde der Wasserlauf. Dies war nun der Zeitpunkt die Schuhe entweder zu wechsln oder ganz auszuziehen. Ich bevorzugte es meine Sandalen anzuziehen, da man ja nie weiß was einem auf dem Boden so erwartet. Nach ein paar Kletterenlagen, hatten wir die Senke unterhalb eines kleinen Wasserfalls erreicht. Hier machten wir nun Pause und aßen zu Mittag. Danach gib es in Badeklamotten mit Hilfe einer Leiter den Wasserfall hinauf um dann gleich in dem ersten warmen Becken zu stehen. Das Wasser hatte hier noch um die 80°. Einige Becken weiter, die provisorisch mit Sandsäcken unterteilt waren stieg die Wassertemperatur auf bis zu 100° und wärmer, was schon nahezu ein Saunagefühl hochkommen lies. Ich bezeichnete es einfach als ein großes Freiluft-Jaccuzzi, aber leider ohne das Blubbern. Total entspannt erzählten wir hier eine ganze Weile, bevor wir dann unser Gepäck holten und weiter-, bzw. zurückgingen. Für den Rückweg gab es nämlich zwei Möglichkeiten: Entweder den Flusslauf weitergehen und etwas später den Canyon hinausfsteigen oder den Herweg durch das Flussbett zurückgehen. Ich schloss mich in der Hoffnung noch etwas klettern zu können der ersten Gruppe an und wir stiegen den Flusslauf entlang, bis plötzlich das Wasser einfach weg war und man wieder in der totalen Wüste stand. Wie man auf manchen Bildern in der Galerie auch erkennen kann, kommt das Wasser nicht aus dem Untergrund, sondern fließt aus vielen kleinen Spaltöffnungen in den Felsen.
Wieder im "Freien" angekommen ging es anfangs auf einem recht einfachen Pfad Richtung Parkplatz. Doch blieben wir stehts auf der gleichen Höhe. Erst gegen Ende des Weges musste man die Felsen hochklettern um den weiterführenden Pfaf oberhalb des Canyons weitergehen zu können. Aber mit ein paar geschickten Handgriffen und einem festen Tritt war dies leicht zu bewältigen. Nach etwas 2 Meilen hatten wir dann auch schon wieder den Bus erreicht und nach einem Gruppenfoto machten wir uns auf dem Heimweg. Aufgrund der neuerlichen Zeitverschiebung auf dem Rückweg gewannen wir sie Stunde wieder zurück und wir kamen somit recht früh, so gegen 4:30pm, wieder an der Uni an.

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Grand Canyon (13.11.2005)
Neben dem Ausflug zu den Arizona Hot Springs habe ich mich auch noch für ein Campout im Grand Canyon angemeldet. Obwohl der Grand Canyon eigentlich sehr nahe zu Las Vegas liegt, ist es trotzdem eine weite Strecke zu fahren, da es nämlichnur zwei Eingänge in den Canyon gibt. Während der südliche Eingang in Arizona meist ganzjährlich offen ist, wird die Nordseite wegen Schnee meist Ende Oktober geschlossen. An diesen Zugängen gibt es auch Hotels und verschiene Wanderwege am Canyon entlang. Daneben gibt es aber auch noch weitere Stellen, an denen der Canyon zugänglich ist; s.g. Campouts. Diese sind aber überwiegend nur durrch die Wüste und mit geländetauglichen Fahrzeugen zugänglich. Grand CanyonIn den Campouts gibt es dann verschieden große Lagerplätze mit Feuerplätzen. Anstatt ein Hotel zu beziehen muss man hier sein eigenes Zelt und was sonst noch so zum Camping dazu gehört, mitbringen.
Da die Fahrt ca. 6 Stunden dauerte und wir erst gegen mittag aufbrechen konnten, übernachteten wir die erste Nacht noch außerhalb des Canyons auf einem Plateau ca. 3 Stunden von unserem Ziel entfernt. Spätestens seit meinem Schweden-Trip weiß ich was in einen Tourenrucksack so alles reinpasst und wie lange man damit auskommen kann. Also war es für mich ganz klar, maximal meinen Trekkingrucksack mitzunehmen. Doch als ich den Schlafsack meineer Gastfamilie sah, kam mir mein Rucksack aber ziemlich klein vor. Trotzdem war nach langen drücken und quetschen alles verstaut. Dann musste noch das Fresspaket gepackt werden. Noch schnell in den Supermarkt, Wurst, Käse und Brot gekauft und verpackt. Handlich und damit es nicht zerdrückt wird, hab ich das alles in einen Karton von Amazon.com verpackt, was einen Teilnehmer doch glatt fragen ließ, ob das jetzt schon von Amazon verschickt wird... Als ich dann am Treffpunkt ankam hatten wir zwei große Trucks zur Verfügung und jeder hatte mächitg Reisegepäck dabei. Als würden wir in Urlaub fliegen.
Grand Canyon Schnell alles vertstaut und los gings. Als wir Las Vegas Richtung Norden verließen, fing es schon an zu dämmern und wir sahen aufgrund des Veterans Day noch eine Flugshow der "Thunderbirds" über der Army Air Base. Der Highway schlängelte sich durch zunehmend engere Canyons. Es war dann auch schon nach neun, als wir unser Campout auf einem Plateau außerhalb des Grand Canyons erreicht hatten. Das es im November nicht mehr wirklich warm sein wird, haben wir schon gewusst, aber durch den Wind und einen sternenklaren Himmel war es ehrlich gesagt saukalt und wenn man das warme Wetter gewohnt ist, friert man natürlich umso schneller. Nachdem die Zelte aufgeschlagen, setzen wir uns noch etwas in die Runde, aber das Wetter und auch die Tatsache, dass wir am nächsten Morgen wieder früh aufbrechen wollten, trieb uns rasch in die Zelte und bis auf das Pfeifen des Windes, schlief ich ganz gut in der Kälte. Mit den ersten Sonnenstrahlen wurden dann schon die Zelte abgebaut und nach dem Frühstück noch der Rest in die Trucks gepackt. Nach drei weiteren Stunen Fahrt, welche uns die letzte Stunde auf recht unwegsamen Gelände quer durch die Wüste. Etwa 10 Meilen vor dem Ziel wurde es auch recht hügelig und spätestens jetzt könnte man ohne Truck oder Geländewagen nicht mehr weiter. Schon vor Erreichen des Campouts konnten wir Teile des Canyons sehen und lies die Spannung steigen, bis wir endlich an den Canyon konnten. Am Lagerplatz angekommen, schlugen wir schnell die Zelte auf und machten uns gleich auf unsere erste Tour zum Rim (Abgrund). Grand CanyonSchon nach etwa 2 Meilen waren wir angekommen und vor uns eröffnete sich ein einmaliger Anblick des Grand Canyons. Wie vorhergesagt, war das Wetter über das Wochenende sonnig und klar, was uns einen ausgedehnten Blick mit einem super schönen Panorame ermöglichte. Ein Jammer, dass man das mit der Kamera nicht so aufnehmen kann. Trotzdem konnte ich ein paar schöne Aufnahmen machen. Nach einem längeren Aufenthalt am Rim und, etlichen Fotos später, setzten wir unsere Wanderung fort. Ungefähr eine Stunde vor Sonnnenuntergang kehrten zum Lagerplatz zurück, um den Sonnenuntergang verfolgen zu können. Da dieser relativ schnell von statten geht, konnte man die Schatten regelrecht "wandern" sehen. Nach Sonnenuntergang wurde dann das Abendessen zubereitet. Da wir sehr gut ausgestatt waren, gab es feinste Buritto und Tacos, Anschließend saßen wir zusammen am Lagerfeuer. Übrigens ist das sammelnvon Brennholz in Nationalparks unter Strafe verboten und so muss man sein Brennholz für Lagerfeuer immer selst mitbringen. Da es bereits um fünf Uhr dunkel war, zog der Abend sich natürlich in die Länge. Daher machten wir noch mal eine Nachtwanderung zum Canoyn und sahen einen wunderbaren Vollmond. Obwohl unser Campout noch einmal höher lag, wie am Abend zuvor, war es trotzdem nicht ganz so kalt, da der Wind abflaute und wir von Felsen geschützt waren. Nach einer erholsamen Nacht wurden wir auch sonntags warmen Sonnenstrahlen geweckt, blieben aber etwas länger liegen und genossen einfach nur den Morgen. Das Frühstück stärkte noch einmal für eine letzte Wanderung entlang des Canyons und mehreren Seiteneinschnitte. Am Nachmittag wurde dann wieder alles eingepackt und wir machten uns auf den Heimweg. Diesmal wählten wir eine andere Strecke und passierten noch die Stadt Colorado City, eine Stadt, wo noch immer viele bigamistischen Ehen geführt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit kamen wir zurück nach Las Vegas und der Grand Canyon Trip war schon wieder zu Ende. Mit dem Wetter hatten wir einfach super erwischt und das Wochenende war unvergesslich. Diese Aussichten und Ausblicke werde ich wohl nie vergessen und ich bin immer noch fasziniert, wenn ich daran denke. Ich denke mal, es wird nicht mein letzter Besuch des Grand Canyon gewesen sein.

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