| Hi and Welcome! | |
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"Living
in America..."
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| ... heißt es für mich seit dem 02.August 2005. ZUrzeit lebe ich für ein Jahr in Las Vegas / Nevada bei einer Gastfamilie. Im Rahmen des 22. Parlamentarischen-Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestags besuche ich 5 Monate lang die University of Nevada in Las Vegas und werde anschließend in einem amerikanischen Betrieb arbeiten. Ich freue mich euch hier über alles berichten zu können! | |
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so keep me in mind
Kai-Uwe |
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Aktuelle News ...
Dienstag - 04.07.2006 - Independence
Day
Happy Birthday America
!! Heute am 4. Juli feiern hier alle den Independence
Day, Amerikas Geburtstag. Vor genau 230 Jahren erklärte man die Unabhängigkeit
vom britischen Empire und seitdem ist der 4. Juli der Nationalfeiertag. Allerdings
geht dieser etwas anders von statten, als der Tag der Dt. Einheit. Überall
gibt es große Barbecues und andere Parties, Feuerwerk und sämtliche
Paraden und Feste. Um es ganz trocken zu sagen: Hier spürt man die Freude
über den Nationalfeiertag und für jeden ist es eine Ehre diesen
zu Feiern.
So war auch ich heute zu einer Party von unserem Sales Manager eingeladen.
Nach der traurigen Niederlage, konnte ich mich wenigstens gleich danach auf
super leckeres Essen freuen :-) Eingeladen waren Freunde und Kollegen, natürlich
alles Köche oder Leute aus der Firma und jeder brachte eine Leckerei
mit. Mhmmmmm..... Zwar war es heute überwiegens bewölkt, aber trotzdem
war es zu warm und eine Abkühlung im Pool tat gut. Frozen Margeritha,
Corona und Garnelen on Ice. was will man mehr. Zwischendurch gab es noch einen
Geburtstag zu Feiern und weil der Papa Executive Pastry Chef ist, war die
Torte auch doppelt so groß wie sein 12 Monate alter Sohn. Um den Kuchen
kümmerten sich dann ausschließlich die Erwachsenen. Nach Einbruch
der Dunkelheit gab es noch ein kleines Feuerwerk und dann machte ich mich
auf den Heimweg. Zum Abschluss war es noch einmal ein richtig schönes
Ereignis, aber auch hier musste ich mich dann endgültig von meinen Kollegen
verabschieden und trauere jetzt schon dem schönen Wetter, den großzügigen
Häusern und den schönen Parties hinterher. Zu Hause geniße
ich dann wieder Grillen auf dem Holzkohlegrill im Hof :-).
Montag - 04.07.2006 - Halbfinale im
Hofbräuhaus
Aus
der Traum, doch trösten wir und mit dem Titel Weltmeister der Herzen.
Ich muss auch sagen, mit jedem Sieg wurde man blöder angemacht, weil
der Neid von anderen Fans einfach so groß war, weil Deutschland weiterkam,
als es alle vermutet haben. Das Team hat sich super geschlagen und hunderte
Fans waren am Ende wie vom Schlag getroffen im Biergarten des Hofbräuhaus
gesessen. War es dich wieder zum Greifen nah und es fehlte einfach das Quäntchen
Glück.
Das WM-Spiel war jetzt nun auch endgültig das letzte Zusammentreffen
mit Freunden und Bekannten und es hieß ein letztes Mal "Bye, Bye"
Einige werde ich im Sommer, bzw. Herbst in Deutschland wiedersehen, ander
hoffentlich bald wieder in Las Vegas.
Montag
- 03.07.2006 - Wie packe ich 12 Monate in 2 Koffer und einen Treckingrucksack
Das man sich innerhalb kürzester
Zeit irgendwo wohlfühlt und man seinem Inventar nach gewisser Zeit auch
immer mal wieder was zufügt kann sich jeder erklären. Jetzt sieht
man in den 12 Monaten natürlich nur neue Sachen, sammelt Plakate, Broschüren,
Shirts......ach ja Kleidung. Natürlich entdeckt man immer wieder was
Neues und dann kam noch einiges für die Arbeit dazu. Was man am Anfang
einspart, weil man ers ersteinmal nicht braucht, kommt dann doch irgendwann
zwangsläufig dazu und man kann es net einfach hierlassen. Hm....so ein
Zweitzimmer in den USA.......So sitze ich hier vor zwei vollen Koffern, dem
Treckingrucksack und einem Karton
(Brochüren, usw.) Und es sieht irgendwie immer noch unaufgeräumt
aus. Zum Glück ist nur noch Kleinram übrig, was in den Rucksack
passt. Da soll noch einer sagen, aller Anfang ist schwer......dabei ist es
nur anders, als das Ende.
Sonntag
- 02.07.2006 - Nur noch 4 Tage........
Am Mittwoch geht es endlich
los. Zum Abschluss des Jahres habe ich mit Robert (Bakersfield/CA) und Jan
(Los Angeles/CA) einen Roadtrip quer durch die USA. Dabei wollen wir 19
Tage mal abseits der typischen Touristenorte die Vielfältigkeit der USA
erleben. Daher führt uns die Route von San Dego aus über die alte
US 80 an der Südküste entang bis nach Miami im sonnigen Florida.
Auf der Reise durchqueren wir Californien, New Mexico, Arizona, Texas, Oklahoma,
Arkansas, Mississippi, Louisiana, Alabama und Florida. Erstmal in Florida
angekommen, schwingen wir uns auf die Atlantic Coast Route von Miami bis Washington
DC. So führt die Reise und noch durch Georgia, South und North Carolina,
Virginia und Maryland. Insgesamt weißt die Strecke 6000 Meilen (ca.
9600km) auf. Hört sich an wie Stress, wird aber hoffentlich keiner! Nähere
Infos findet ihr hier im Reisespecial
![]()
Samstag - 01.07.2006 - Letztes Bowling
Was
macht man bei 110 Grad im Schatten.....im Pool dahin vegitieren oder Bowlen
gehen. Schon öfters war ich mit der Familie Baily samstags bowlen. Mutter
und Tochter sind aus Deutschland und der Vater hat in Deutschland für
die Army gearbeitet. (mal was ganz neues.....) Wie es der Zufall will kommen
sie sogar aus Germersheim, bzw. Imsbach, also ganz aus der Gegend. Da es heute
das letzte Mal war, gingen wir vorher noch in der Sunset Station essen und
trafen uns danach mit Daniel und Amanda zum bowlen. Waehrend die ersten Wuerfe
gut gelangen sollte in der letzten von vier Runden kein einziger Strike mehr
gelingen. Irgendein Kegel stand immer noch. Trotzdem konnte ich abschließend
die meisten Punkte vorweisen, was allerdings heute echt Nebensache war.
Freitag - 30.06.2006 - Autoverkauf
Nachem
sich jetzt 2 Wochen fast nichts getan hatte, stand ich schon kurz davor das
Auto nachts in Brand zu stecken ;-) Denn schließlich musste ich das
Auto irgendwie loswerden und wenn es eben zum Schrottplatz müsste. Doch
dann rief ich nochmal einen Bekannten von meinem Chef an und er meinte ich
soll ich zu einem Cardealer bringen, den er kennt und dieser würde ihn
nehmen. Das das net der große Preis sein wird, aber was soll man für
ein kaputtes Auto auch erwarten. So brachte ich das Auto nach der Arbeit hin
und staunte nicht schlecht als er mir $2 anbot......ER war Argentinier und
da er wusste ich bin Deutscher hat er erst einmal geflachst. Puuuh, das ging
nochmal schief. Da er aber nun Deutschlandfan ist gab ermir immerhin noch
$300 und ich war es endlich los. Irgendwie war es schon schade um das Auto,
war es doch zwar nicht das Beste, aber es war schön das Jahr über
ein Cabrio zu haben. Hätte es doch nur noch 4 Wochen gehalten.....
Freitag - 30.06.2006 - Letzter Arbeitstag
Nach
sechs Monaten geht heute mein Praktikum bei Praml International zu Ende. Insgesamt
war es eine sehr schöne und lehrreiche Zeit. Vorallem mit den Kollegen
habe ich mich sehr gut verstanden und ich war froh, dass mir mein Chef bei
dem ein oder anderen Problem helfen konnte. In Anbetracht der Tatsache, dass
es bei meiner Hostfamilie immer ungemütlicher wurde, war ich auf der
Arbeit auch gut aufgehoben. Auf jeden Fall werde ich die ganzen Pastries,
Cakes und sont was vermissen. Doch schon was Feines so ein Fine Food Distributor.
Freitag - 30.06.2006 - Viertelfinalspiel
- GER:ARG
Du
bist Fussball.....und so trafen wir uns auch zum Viertelfinalspiel Deutschland
gegen: Argentinien im Crown&Anchor Pub. Da Barbara, ebenfalls Teilnehmerin
im 22.PPP, in der Stadt war, gingen wir erst frühstücken und stießen
dann pünktlich um 8 zu den anderen dazu. Heute war das Pub schon gut
voll, überwiegend deutsche, dafür weniger argentinische Fans. Diese
machten sich aber sehr stark bemerkbar, nach dem sie die Führung inne
hatten. Das störte uns Deutsche zwar nicht weiter, aber das Bangen von
Minute zu Minute größer wurde. Trotzdem zweifelten wir nie, denn
schließlich werden wir ja Weltmeister und dazu mussten wir gewinnen.
Wie einfach es doch sein kann! Kurz vor Ende war es dann so weit und beim
Ausgleich bebte das Pub zum ersten Mal so richtig. Von da an, ließ sich
unsere Stimmung nicht mehr bändigen und die Argentinier waren nicht nur
auf dem Feld die Verlierer. Am Ende hielt es dann auch keinen mehr auf seinem
Platz. Das Elfmeterschießen veriss einem nahezu und anschließend
gab es nur noch Jubelschreie überall. Da es zugleich mein letzter Arbeitstag
war, konnte ich noch etwas die Stimmun genießen, bevor ich auf die Arbeit
fuhr.
Donnerstag - 29.06.2006 - Fairwell
und Geburtstag
Wer
mich etwas näher kennt weiß, dass ich im August Geburtstag habe,
also war für mich das Fairwell bestimmt. Geburtstag hatte dagegen mein
College Coordinator Daniel. So trafen wir uns heute im Desert Bloom Park zum
Grillen. Die Würstchen brauchte man bei der Hitze eigentlich nicht mehr
groß auf den Grill zu legen und trotzdem dauerte es irgendwie ewig.
Da wir noch im Smith's Food Wasser holen waren, hab ich spontan ein Pack 10er
Chickenwings mitgenommen, die schon fertig und warm waren. Wegen Hunger muss
man sich ja net quälen..... Da es zu späterer Stunde dann auch etwas
kühler wurde genossen wir das kühle Warsteiner bis nach Mitternacht.
Allerdings musste ich mich nur von den wenigsten verabschieden, weil wir uns
am Freitag nochmal zum Viertefinalspiel treffen. Trotzdem schwang schon etwas
Abschiedslaune mit, da ich ja nicht mehr lange in Las Vegas bin.
Dienstag - 24.06.2006 - Achtelfinale
- GER:SWE
Ein
Sieg muss her, dass war uns allen klar. Das Crown&Anchor bot wie schon
zuvor wieder eine gute Kulisse für das Spiel Deutschland gegen Schweden.
Da ich etwas spät dran war, um Daniel zum Spiel abzuholen verpassten
wir die Nationalhymne, kamen aber dann doch noch rechtzeitig zum ersten Treffer
"Peng" Podolski wie ich später aus der BILD-Zeitung erfahren
habe. Obwohl wir immer in der Gruppe die Spiele schauen, vermisse ich es doch
sehr in Deutschland zu sein. Überall Freude pur, ausgelassene Stimmung
und hier muss man sich fragen lassen, in welchem Land das nächste Spiel
ist......
Freitag - 14.06.2006 - Erste WM Bilanz
Obwohl
man in den USA recht wenig von Fußball hält werden alle Spiele
der WM live im Kabel übertragen. Der mexikanische Sender hat sogar eine
tägliche Show von 5.30AM-2.00PM.
Oder während auf ESPN das Spiel schon weitergeht, wird bei den Mexikanern
immer noch "Gooooooool" geschrien. Das ist einfach Leidenschaft.
Das "Kampf-Spiel" Italien gegen USA war dann schon eher nach dem
Gschmack der Amis. Und das lag nicht am Ergebnis..... Doch kehren wir zurück
zum eigentlichen Grund der WM: Ganz klar, Deutschland wird Weltmeister. Nachdem
ich beim Eröffnungsspiel nicht gerade überzeugt war, bin ich in
den Spielen gegen Polen und Equador eines besser belehrt worden. Das es mich
schon Nerven gekostet hat, lässt sich leicht damit verkraften, dass noch
einige dazukommen werden. Die Spiele schauen wir immer im Pub und natürlich
live.
Montag - 05.06.2006 - Death Valley
Ab
gesehen davon, dass heute Feiertag war, waren auch die Temparaturen einigermaßen
erträglich und so nutzen wir die Chance nach Death Valley zu fahren ohne
schon beim Gedanken daran zu schwitzen. Im Juli und August herrschen dort
45° C oder höher, was einen Ausflug unerträglich macht, aber
gerade dann kommen die meisten Touristen. Besonder viele Deutsche. Aber auch
schon im Juli ist es entsprechend heiß.
Bevor wir aber ins Tal fuhren besichtigten wir eine alte Ranch, am Rande von
Death Valley. Diese befand sich noch weit über den Meeresspiegel und
während Fahrt ins Tal legten wir 3000 ft. Höhenmeter zurück.
Langsam schlengelt sich die Staße durch die Mountains bis man dann am
Rande der Wüste entlang fährt. Erste Station waren die Sanddünen,
welche sich mitten im Tal erstrecken. Wie aus dem nichts erheben sie sich
und man kann drumherum auch kleine Sandtstürme entdecken. Danach wanderten
wir in einem kleinen Canyon bevor wir dann zum tiefsten Punkt der USA nach
Badwater fuhren. Was früher einmal ein großer See war, ist jetzt
alles nur noch Salzwüste weit unter dem Meeresspiegel. Je nach Witterung
im Winter ist ein wenig Wasser übrig. So hatten wir das Glück noch
einen kleinen Tümpel vorzufinden, der aber im Sommer bestimmt völlig
verschwunden ist. Wo man hinsah nur weißes Salz. Eine schöne Kulisse,
aber die Sonne brannte gnadenlos. Bereits den Sonnenuntergang im Nacken machten
wir uns anschließend auf den Heimweg.
Mittwoch - 17.05.2006 - Champions League
Final und Grillen
Im
Vorfeld der WM in Deutschland komme ich mir schon vor wie ein Missionar des
Fussballs. Je näher die WM rückt, desto mehr erzähle ich über
Fussball und die meisten fragen nur "Sorry....?!" Da aber Barbecue
überall sehr beliebt ist hat Daniel heute zum Grillen geladen und hatte
das Champions League Finale aufgrund der Zeitverschiebung aufgenommen. Es
war ganz schön schwer den ganzen Tag nicht mitzubekommen, wie es aus
ging. Natürlich war es für mich spannend zu sehen, wie sich "Leeeeeeeeeeeeeeman"
schlägt, ist er doch der Garant für Arsenal und außerdem hätte
ich mich gefreut, dass wenigstens ein deutscher Spieler Pott holen würde.
Doch es kam mal wieder ganz anders und so verlor das Spiel nach der 11. Minute
durch Lehmans Feldverweis deutlich an Attraktivität. Leider gewann dann
auch noch Barcelona. Umso besser schmeckten dafür die Steaks und die
Bratwürste. Auch wenn diese gefroren waren konnte der Grillmeister persönlich
sie perfekt zubereiten. Tja im Grillen sind die Deutschen schon Weltmeister.
Freitag - 12.05.2006 - Semester-Abschlussessen
German Club
Pünktlich
zum Ende des Semesters traf sich der German Club im Hofbräuhaus zu einem
zünftigen Abschlussessen. Da mittlerweile wieder die Saison in Las Vegas
anläuft, war auch das Hofbräuhaus an dem Abend gut gefüllt
und die Musi musste nicht viel tun, um für Stimmunf zu sorgen. Verstehen
tun sie nichts, aber man erwartet ja eher Klatschen und mitgrölen. Der
Höhepunkt ist dann eh "Hey Baby" in bayrischem Englisch.
Samstag
- 22.04.2006 - German Club Hiking at Mt. Charleston
Es gibt eigentlich nichts,
dass es in Las Vegas nicht gibt und so gibt es hier natürlich auch Berge
(mit Schnee). Die ersten heißen Temperaturen veranlassten uns zum naheliegenden
Mt.
Charleston zu fahren, welcher ca. 30 Minuten außerhalb von Las Vegas
liegt. Mit seinen 12,000 ft. ist er zum Wandern genau richtig und bietet im
Winter auch Skifahrern ein Terrain. Tatsächlich hatten wir im April nur
recht dirchwachsenes Wetter in den Bergen und mehr Schauer als sonst überwanden
die Sierra Nevada und belegten die Spitzen der Spring Mountains regelmäßig
mit Neuschnee. Eigentlich immer ein sehr schönes Panormabild, wenn ich
morgens bei Sonnenschein zur Arbeit fahre. Ok, Amerikaner und Wandern....naja.....eigentlich
ein Gegensatz keines gleichen und somit kam schon der erste Schrecken als
man feststellte, dass der Weg überwiegend noch mit Schnee bedeckt war.
Als wär es typisch für Deutsche, war ich mit meinen Columbia Wanderschuhen,
im Gegensatz zu Sneakers und Converse, natürlich wieder am besten präpariert.
Das Wetter war aber super sonnig
und ein T-Shirt reichte völlig aus. So dauerte das Hiking erst gar net
so lang und von Gipfelstimmung war noch net mal zu träumen. Aber was
zaehlte war der Spass und den hatten wir auf jeden Fall. Zudem ga es ein paar
schöne Aufnahmen, die natürlich in der Gallerie zu finden sind.
Danach ging es noch zum Lunch und am späten Nachmittag heim, sodass es
noch für ein Sonnenbad mit einem kühlen Bier (natürlich dt.
Hefewizen) reichte.
Freitag - 21.04.2006 - Dress for less
Was
sich billig anhört ist auch verdammt günstig....Der Sommer ruft
und deswegen auch der Kleiderschrank nach ein paar neuen Sachen fürs
Büro. In den USA gibt es "Ross-Dress
for less" Hier gibt es Restposten von Markenklamotten aller Art.
Meistens sind einfach nur falsche Größen eingestickt, was eine
etwas längere Suche für das passende Teil zur Folge hat. Aber das
Suchen lohnt sich und so konnte ich bei insgesamt acht verschiedene Kleidungsteile
etwas mehr als $200 sparen. Kein Wunder, dass hier der Dresscode allgemein
einen höheren Standard hat, schließlich kann man es sich hier gut
leisten Armani, Calvin Klein, Tommy Hilfiger, usw. zu tragen. Dabei ist der
Laden sogar noch günstiger als die Outlets hier und sind USA-weit vertreten.
Donnerstag
- 20.04.2006 - Chocolate and Wine pairing at the Wynn Hotel
"Chocolate Extravaganza
With Artisan Chocolate", oder anders gesagt: "Ein Königreich
für Schokolade". Am heuten Abend lud meine Firma und einer unserer
Lieferanten WEISS
Chocolate aus Frankreich zu einem Chocolate & Wine pairing. Gäste
waren u.a. alle Chefs der Strip Casinos, welche die Schokolade anhand von
eigens per hand angefertigten Pastries probieren konnten. Das exclusive Event
mit besonderem Ambiente fand in einer der Suiten des Wynn
Hotels statt. Die passenden Weine zur Schokolade wurden eigens vom Chef
von WEISS Chocolate ausgesucht und waren eine Klasse für sich. Insgesamt
standen zwölf verschiedene Schokoladen-Desserts und Pastries zum Probieren
zur Auswahl. Neben klassischem Mousse gab es aber auch ausgefallene Sachen
wie Edelmarshmallow mit Kokusnus, u.a. Überhaupt stand das Zusammentreffen
von Lieferant und Kunde im Vordergrund und anstatt verkrampfter Verkaufsathmosphäre
herrschte eine sehr angenehme Stimmung mit Smalltalk.
Mittwoch
- 12.04.2006 - Epicurean Affair 2006
Der heutige Abend stand ganz im Zeichen
des Genuss. Die Nevada Hotel&Lodging Organisation veranstaltete ihre jährliche
Fine Food Show "Epicurean
Affair" in der Pool-Anlage des Flamingo Hotels. Mehr als 100 Vertreter
der feinen Cuisine in Las Vegas boten den Besuchern kleine Kostproben ihres
speziellen Angebots. Die Auswahl reichte von Sushi bis hin zum feinen Steak,
sowie allerlei Spirituosen der Spitzenklasse. Die Stände waren prächtig
ausgestattet und zudem unterhielt ein abwechslungsreiches und recht freizügiges
Programm die Besucher. Ob ganz traditionell mit feinem Champagner oder bei
karibischem Flair mit einem kühlen Martini praesentierte sich die Landschaft
abwechslungsreich und interessant. Passend zu dem Event der Extraklasse gab
der Sommer seinen Einstand und so konnte man bei 25°C einen netten Abend
im Freien geniessen.
Sonntag
- 09.04.2006 - LA Opera
Während am Freitag
kräftig gerockt wurde, wurden am Sonntag etwas leisere Töne angeschlagen.
Für einen Besuch der Los Angeles Opera sind wir das Wochenende nach Californien
gefahren. Um auch noch etwas vom Tag zu haben, machten wir uns bereits am
Samstag morgen auf den Weg nach LA und waren unter anderem bei schönstems
Wetter am Strand von Santa Monica. Der Tag verlief eigentlich auch soweit
gut, bis wir in unserem Hotel einchecken wollten und in der ganzen Gegend
ein Stromausfall war. Nach etwas "gutem" Zureden bekamen wir dennoch
unser Zimmer, hatten aber weder Strom noch warmes Wasser zum Duschen. Kurioserweise
war dann nach einer Stunde nur noch unser Hotel ohne Strom was uns leicht
gereizt hat. Trotzdem hatten wir noch einen gemütlichen Abend auf dem
Universal Studios City Walk. Am Sonntag hatten wir dann Karten für Mozarts
Le Figarro in der LA Opera. Naja wer Oper mag dem hätte es auf jedem
Fall gefallen. Wer keine Oper mag, naja dann eben nicht :-) Auf jeden Fall
war es eine super Aufführung auf italienisch. Das man trotzdem wusste,
was auf der Bühne so ablief wurde der Text komplett übersetzt auf
eine Leinwand über der Bühne projeziert.
Freitag
- 07.04.2006 - The Show must go on! - Queen & Paul Roger in Vegas
Heute war mal wieder ein Abend
ganz nach meinem Geschmack. Schon seit Tagen habe ich mich richtig auf das
Queen Konzert im MGM gefreut. Die Vorfreude hat sich gelohnt, denn das KOnzert
war einfach klasse und mit richtig viel Stil. Zum Programm gehörten natürlich
die besten Songs von Queen, erstklassige Solos an der Gitarre und am Schlagzeug
und ein paar nette Cover. Hier in Vegas muss ein Konzert auch schon Show sein.
Die Bühnenkulisse war zwar primitiv, aber die Lichteffekte und zu den
Songs eingespielte Videos waren spitze. Ein Höhepunkt war "The Show
must go on", gesungen von Freddie Mercury (+1991) persönlich. Während
die Band nur Begleitung spielte wurde auf riesigen Leinwänden Freddie
bei einem seiner Auftritte gezeigt. Das Finale war natürlich dann "We
are the champions" Leider gibt es bei Konzerten in Las Vegas immer nur
Sitzplätze, was nicht gearde stimmungsfördernd ist. Trotzdem kam
aber besonders gegen Ende richtig Stimmung auf. Am Ende war es einfach ein
super geniales Konzert.
Dienstag
- 28.03.2006 - Es könnte nun endlich Sommer werden....
Nach nahezu acht Monaten in
der Wüste Nevada habe ich mich fast schon zu sehr an die Wärme gewöhnt
und vermisse die 78 Grad von Weihnachten. Seit Februar ist das Wetter wechselhaft
und wir hatten mit 3 Regentagen schon mehr als in der Zeit von August bis
Januar. Fast schon eine Unverschämtheit. Es kann schon nerven, wenn man
das Top vom Cabrio ständig auf und zu machen muss, anstatt es einfach
offen zu lassen. Soviel zur Bescheidenheit. Der Mensch ist doch ein Gewöhnungstier
oder etwas nicht..... Frieren bei 55 Grad ist da schon mal drin, aber bald
soll es Sommer sein und dann macht es auch wieder Spass morgens auf dem Weg
zur Arbeit die noch schneebedeckten Berge zu sehen während einem gleichzeitig
die warmen Sonnenstrahlen im Nacken liegen.
.... und dann war da noch ein sehr unverschämter UPS-Fahrer, der mich
erst geschnitten hat und dann 2 Meilen direkt hinter mir fuhr und mir die
Sonne nahm..... Das letztere nahm ich ihm richtig übel ;-)
Donnerstag
- 23.03.2006 - Verabschiedung der deutschen Honorar-Konsularin in Las Vegas
Am Abend stand dann noch die
Verabschiedung der deutschen Honorar-Konsularin im Riviera statt. Hoch oben
hatte man von dem Festsaal einen wunderschöenen Ausblick auf den Strip
und die Stadt Las Vegas. Bereits seit 22 Jahren repräsentierte Siegrid
Sommer die deutschen Belange in Las Vegas und war auch für jeglichen
Papierkram, wie z.B. Heiratsurkunden und vieles mehr zuständig. Neben
zahlreichen Laudaten gab es auch Vorträger der Las Vegas Opera und musikalisch
wurde der Abend von einer Jazz- und Swingband begleitet. Diesmal war aber
nicht das Buffet das Highlight sondern Siegfried und Roy, welche sehr gut
mit Frau Sommer befreundet sind und ebenfalls an dem Abend zu Gast waren.
Sie waren ganz gewöhnliche Gäste, so dass ich beim ersten Mal sogar
glatt an ihnen vorbeigelaufen bin. Natürlich hält man sich dann
bei so einer mehr privaten Veranstaltung in geschlossener Gesellschaft zurück.
Aber allein schon sie mal live und hautnah erlebt zu haben war sehr interessant.
Donnerstag
- 23.03.2006 - Lunch mit dem östereichischen Konsul von Los Angeles
Aufgrund der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft
von Österreich lud der österreichische Konsul von Los Angeles zum
Lunch in das "Spago"-Restaurant
im Casesars Palace. Das Restaurant gehört dem österreichischem Starkoch
Wolfgang Puck, welcher in den Forum Shops sein Fine Food Restaurant führt.
Nach einem eleganten 3-Gänge Menü, bestehend aus typisch österreichischen
Gerichten hielt der Konsul eine recht interessante Rede über die Entstehung
von Europa, die Funktion und denn Sinn der Union und was für die Zulunft
noch ansteht. Es war für die Amerikaner beim Lunch wohl aufschlussreicher
als für für einen Europäer, aber die Veranstaltung war im Ganzen
ein "Genuss".
Sonntag
- 12.03.2006 - NASCAR Wochenende - Busch Serie "Sam´s Town 300"
Das Wochenende stand ganz im
Zeichen der NASCAR-Serie, welche auf dem Motorspeedway Las Vegas ihr drittes
Rennen der noch jungen Rennsaison hatte. Insgesamt fanden zwei Rennen statt.
Das "Sam´s Town 300"-Rennen der Busch-Serie am Samstag und
sonntags die UAW 400 DaimlerChrysler, eine Rennen des höherwertigen Nextel-Cups.
Leider war das Wetter sher bescheiden und wir erlebten nach einem sensationellen
Temperatursturz den kältesten Tag (40°Fahrenheit) seid ich hier bin.
Wir hatten für das Busch-Race am Samstag und zusammen mit meine Gastvater
Larry und Robert aus Bakersfield sind wir schon am Vormittag los zum Speedway.
Vor dem Rennen schauten wir noch in den einzelnen Zelten und Showrooms der
Sponsoren und Rennteams rein. Natürlich staubten wir dabei sämtliche
Werbegeschenke ab und schauten und Show-Boliden der vergangenen Jahre an.
Jedes Team hatte auch seine eigenen Merchandise-Trucks dabei und sie erwarb
ich ganz im Sinne eine NASCAR-Fans ein Jacket. Meine Auswahl traf der Rennstall
Dodge, welche anschließend sogar mit Kasey Kahne den Sieger des Rennens
stellte. Ein kleines Highlight war die Anwesendheit der "Thunderbirds".
Diese gaben u.a. eine Signierstunde wo auch ich meine Autogramme bekam. Dann
ging es auch schon rein in die Tribünen und wir stellten fest, dass wir
richtig gute Plätze hatten. Aus der Kurve heraus hatten wir einen optimalen
Bick über das ganze Oval und die komplette Haupttribüne, sowie Start-
und Zielgerade. Nach dem der Start noch bei schönstem Sonnenschein stattfand,
zog es allmählich zu und es wurde "arsch"kalt. Nach 200 Runden
unglaublichen Lärms, 4 Motorschäden, einem Crash und 5 Neustarts
war das Rennen vorbei. Insgesamt dauerte es 2:30 Std. und wir waren bis auf
die Knochen durchgefroren. Aber ich fand es einmalig und echt interessant.
Alles im Detail gibt es bald in meinem Bericht. Bis dahin schon mal die Bilder
und Videos zum Rennen! ![]()
Freitag - 10.03.2006 - NASCAR Wochenende
steht vor der Tür
Endlich ist es soweit und das
nächste Highlight rockt Las Vegas: NASCAR
auf dem
Las Vegas Motorspeedway.
Am Freitag findet das Qualifying und samstags und sonntags jeweils ein Rennen
statt. Für das Busch "Sam´s Town" Race am Samstag habe
ich 4 Karten besorgt und werde mit Larry, Robert und Daniel zum Rennen gehen.
Bereits am Mittwoch morgen sind schon die ersten RV in Las Vegas eingetroffen
und verwandeln seitdem den Motorspeedway einem einzigen großen Campingplatz.
Über 120.000 Fans werden in der Stadt erwartet, was Party pur verspricht.
Denn hier lockt nicht nur das Rennfieber. Das Wetter soll zwar schlechter
werden, aber Rennfans wissen schon man sich flüssig, ähm warm hält.....
Mittwoch
- 08.03.2006 - Aktuelle Arbeit
Ich hatte ja schon im Januar
angemerkt, dass ich nach zwei Tagen kurzerhand den Arbeitgeber gewechselt
habe, aber ganz vergessen euch mitzuteilen, wo ich jetzt eigentlich tätig
bin. Meine neue Arbeitsstelle als Intern habe ich bei PRAML
International, Fine Food Distributor gefunden. Dir Firma ist wie man sich
schon denken kann in der Lebensmittelbranche tätig und beliefert nahezu
alle Casinos und Hotels mit den erlesensten Produkten was sich eine Gourmet
nur vorstellen kann. Ok, wir verkaufen auch Butter und Marmelade, aber die
schmeckt dann schon besonders gut :-) Daneben gibt es noch eine Firmeneigene
Produktlinie "Coccinelle" welche u.a. aus feinem Pastry und Danish
besteht. Aber auch Öle und diverse hochwertig verarbeitete Gewürze
stehen zur Auswahl. Was die Firma auszeichnet ist der perfekte Service rund
um den Kunden. Geht nicht, gibts nicht. Nur nicht ganz so plumb wie beim Bauhaus.
Während die meisten Lieferungen aus den USA kommen, werden auch spezielle
Produkte aus Italien, Schweiz, Frankreich und Deutschland importiert. Sonst
gäb es hier ja keine einzige gute Schokolade!
Neben meinen täglichen Tätigkeiten überall in den Abteilungen,
sehe ich auch immer Mal hinter die Kulissen der großen Hotels und ich
kanns euch sagen; Sich in den Labyrinthen der Hotelanlagen zu verlaufen ist
keine Schande. Die Fassade, welche man von außen sieht macht meist nur
1/5 von dem ganzen Komplex aus. Demnächst noch etwas mehr dazu.
Mittwoch
- 22.02.2006 - Theaterproben des German Drama Kurses
Zwar bin ich im zweiten Halbjahr
des PPP´s kein Student an der University of Nevada Las Vegas mehr, aber
trotzdem unterstütze ich den German Club und besonders den German Drama
Kurs. Ziel des Kurses ist das Kennenlernen von deutschsprachigen Dramatigern
und Schriftstellern der Romantik sowie des Realismus. Zudem wird bis zum Ende
des Semester das Stück "Biedermann und die Brandstifter" von
Max Frisch (wohlgemerkt auf Deutsch) einstudiert und einmalig aufgeführt.
Zwar habe ich keine Rolle in dem Stück, da wir diese alle mit amerikanischen
Studenten besetzen konnten, doch wirke ich als Co-Regisseur mit und helfen
den Akteuren mit ihren Rollen. Vorallem bei Aussprache und Gestik versuche
ich viel zu helfen und meine Erfahrungen vom Selbstspielen weiterzugeben.
Heute haben wir nun zum ersten Mal richtig geprobt und Bewegungsabläufe
besprochen. Bisher war Deutsch
immer eine Party, aber nun wird es ein hartes Stück Arbeit für die
Studenten.
Montag
- 13.02.2006 - Kurztrip nach Denver
Am vergangenen Wochenden kehrte
ich nach Denver,
die Stadt, in welche ich mich schon auf meiner HomeStayTour (HST) verliebt
habe, zurück. Southwest Airlines macht es möglich, dass ich verschiedene
Städte mit dem Flugzeug zum gleichen Preis, wenn nicht sogar günstiger,
erreichen kann als mit dem Auto. Im Falle von Denver fliegt man auch einfach
mal über die Rocky Mountains hinweg und landet zwei Stunden später
in der Hauptstadt Colorados. Vom Flugzeug aus denkt man es geht noch schlimmer
als die Wüste um Las Vegas, denn rund um Denver sieht man außer
endlose weite Weidenfelder gar nichts. Aber warum Denver? Nach einem sonnigen
Winter hatte ich richtig Lust auf Schnee, kalte Temperaturen und frische Luft.
Außerdem konnte ich so meine Hosts von der HST, Lexy und Chris, wiedertreffen.
Seit Oktober gab es auch Nachwuchs und so lernte ich auch den kleinen Giovanni
kennen. Natürlich das süßeste Baby der Welt... Zwar hatte
ich nur von Freitag abend bis Montag morgen Zeit, was aber vom Unterhaltungswert
völlig ausreichend war. Außerdem macht es Spass einfach mal rumzujetten.
U.a. waren wir in dem kleinen Bergdorf Estel, wo wir Westernbilder haben machen
lassen und Franziskaner Weißbier in grünen Flaschen entdeckt haben.
Zudem besuchten wir das berühmte "Stanley
Hotel" welches dem ein oder andern aus Stephen Kings Film "Shining"
bekannt sein sollte. Daneben war es einfach schön ein gemütliches
Wochenende bei Chris und Lexy zu verbringen und Giovanni kennen zu lernen.
Bestimmt war es nicht mein letzter Besuch in Denver und ich freue mich bereits
jetzt auf ein Wiedersehen. Bilder zum Wochenende findet ihr hier ![]()
Dazu habe ich einen kleinen Bericht über
Denver geschrieben und warum ich hier gerne wohnen würde.
Sonntag
- 05.02.2006 - Hooters Casino Eröffnung und Super Bowl
Was hat das Hooters mit dem
Super Bowl gemeinsam? Beides ist durchaus sehenswert....So stand es außer
Frage, dass ich das Super Bowl Finale im frisch eröffneten Hooters
Casino geschaut habe. Natürlich hatten wir hier in Las Vegas schon
drei Hooters Restaurants, aber nun wurde das erste Casino eröffnet. Wo
sonst, wenn nicht in Las Vegas. Es liegt zwar nicht direkt auf dem Strip,
aber nur wenige Meter davon entfernt bietet natürlich die schönsten
Bedienungen auf. Wie man es von Hooters eben gewohnt ist. Während Donnerstag
Abend nur Eröffnung für geladene Gäste war (Larry hat nur meine
Einladung verloren....;-), war dann ab Freitag das Casino für jeden offen.
Samstag gab es eine Showeinlage der 2006 Kalendergirls mit Buffet und anschließend
signierten alle 40 Schönheiten den neuen Kalender. Ich habe gehört,
Blinde sollen danach sogar wieder gesehen haben! Klar, dass ich da nicht fehlen
durfte. Schließlich besser fürs Auge als Karotten essen. Sonntags
wurde dann der Super Bowl auf dutzenden Screens übertragen und man konnte
von überall aus das Spiel sehen. Natürlich waren auch die Girls
wieder da. Das Spiel solala, an der Slotmaschine $3 gut gemacht und insgesamt
ein gemütlicher Sonntag. Hier habe ich mich auch in den Players Club
eingetragen. Nach MGM, Venetian, Caesars Palace und Harrahs eine weitere "Souvenierkarte".
Natürlich hab ich mir auch auf der Straße auch eine Super Bowl
Shirt gekauft....aber erst nach dem Spiel, den da haben sie anstatt $10 nur
noch $6 gekostet!
Samstag
- 14.01.2006 - Lake Havasu
Arbeiten kann so anstrengend
sein, da war Urlaub nach einer Woche schon mal angebracht....Und so beschloss
ich mit meinem Hostdad einen Tag lang am Colorado River entlang zum Lake Havasu
zu fahren. Zudem sollte noch Laughlin, eine Art klein Las Vegas an der Grenze
zu Arizona, sein. Das Wetter war einfach traumhaft und bei 25 Grad genossen
wir den Tag, u.a. unter Palmen, in vollen Zügen. Daneben führte
uns die Tour mal locker durch die drei Bundesstaaten Nevada, Californien und
Arizona. Den kompletten Bericht dazu könnt ihr hier nachlesen.
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Montag - 08.01.2006 - Neuer Job
Wenn
ihr öfters oder gar regelmäßig meine Seite besucht, habt ihr
bestimmt auch mitbekommen, dass ich ursprünglich als Verkäufer bei
einer Trinkwasserfirma angefangen habe. Eigentlich hörte sich der Job
auch gut an. Aber beim Hören blieb es leider auch. Die Freude darüber,
dass ich erst am 2. Januar anfangen musste, war schnell vergangen, als ich
feststellte, wie die Arbeit wirklich ablief, was meine Aufgaben waren und
wie so das Geschäftsklima war. Am ersten Tag bekam ich den Firmen-Van
und 4 Firmen-Shirts und durfte sofort auf Verkaufstour gehen. Fragt sich nur
mit was. Ich wurde weder eingewießen noch in irgendein Training aufgenommen.
Kollegen gab es keine und eine Übersichts-Preisliste nur auf Nachfrage.
Diese war dann auch noch handgeschrieben. Für einen Ami bestimmt eine
Herausforderung, aber für mich, bei allem Respekt und Motivation, die
reinste Zumutung. Schon am zweiten Tag war ich recht verzweifelt und das Autoradio
mein bester Freund. Ich wusste, was auf den Straßen in Vegas los ist,
aber Wasser hab ich keins verkauft. Das war schon reine Glückssache,
wie man später auch zugab. Glücklicherweise bekam ich Donnerstags
einen Anruf von meinem jetztigen Arbeitgeber, welcher mir in seiner Firma
einen Job anbot. Gesagt getan. Donnerstag morgens Vorstellungsgespräch,
mittags gekündigt und montags in der neuen Firma angefangen.
Ich wünsche euch allen
ein frohes neues Jahr
!! 

Sonntag - 01.01.2006 - Welcome 2006
Happy New Year hieß es
pünktlich um Mitternacht als wir inmitten von über 300.000 Leuten
auf dem Las Vegas Boulevard feierten und das riesen Feuerwerk zum Abschluss
des Jubiläumsjahres genossen. Nachdem es schon den ganzen Tag fürchterlich
gestürmt hatte, begann es doch tatsächlich nachmittags kurz zu regnen
und wir stellten uns schon auf ein verregnetes Fest ein. Und das nachdem ich
hier erst zweimal so etwas annäherndes wie Regen erlebt habe. Doch traf
meine Vermutung zu, dass es bis später wieder aufhört, weil es schon
so früh regnete. Und so verließen wir dann auch bei trockenem, windstillen
und fast schon wieder warmem Wetter das Haus, um uns mit anderen PPP´lern
in ihrem Hotelzimmer zu treffen. Dort angekommen feierten wir schon mal New
Year am Fernsehen, da ja die Ostküste schon drei Stunden vor uns ins neue
Jahr rutschte. Es folgten dann noch Chicago und Denver, bis wir uns dann zum
Strip aufmachten um die Party in Las Vegas zu genießen. Mit der Monorail
ging es dan auch direkt in die Mitte des Strips,
wo schon alles dicht gedrängt stand und den Jahreswechsel gespannt erwartete.
Um Mitternacht gab es dann kein Halten mehr und wir feierten im Wahrsten Sinne
bis zum Umfallen. Nebenbei wurde in Las Vegas Downtown auch mit 14.000 Teilnehmern
der weltweit größte Toast ausgesprochen, was zugleich einen Eintrag
im Guiness Buch der Rekorde bedeutete. Insgesamt war es eine super Feier, die
ich so schnell nicht vergessen werde. Bilder von der Feier gibt es hier zu sehen.
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Samstag - 31.12.2005 - New Years Eve
Genau nach 151 Tagen USA endet
für mich ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen.
Ich habe neue Freunde gewonnen, aber leider auch sehr wichtige Freunde verloren.
Sie werden genauso für immer in bester Erinnerung bleiben, wie meine Zeit
in den USA. Denn ohne meine Freunde, wäre ich nur halb so viel Wert. An
dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Familie, bei meinen Freunden und
Bekannten bedanken, welche mir vor der Reise und auch jetzt noch immer Mut zusprechen,
Kraft geben und immer noch ihre Freundschaft mit mir teilen, mich stolz machen,
sie alle zu haben. DANKE!!
Heute Abend soll es deshalb so richtig krachen und geht das besser als auf der
größten Party der USA. Mit dem Jahreswechsel geht in Las Vegas das
Jubiläumsjahr zum 100jährigen Bestehen der Gamble-Metropole zu Ende.
Für die Feierlichkeiten wird der Las Vegas Boulevard auf einer Länge
von 4,5 Meilen gesperrt und es entzündet sich um Mitternacht ein 5 Meilen
langes Feuerwerk,
welches von mehren Casinos abgeschossen wird. Im wahrsten Sinne ein Fest der
Superlative. Wir werden uns vorher noch einmal einen genauen Überblick
über den Strip vom Stratosphere Tower aus verschaffen und uns dann gegen
Abend zu den Feierlichkeiten aufmachen. Die Party ist natürlich wie zu
Hause auch immer mit "Open End" und wenn man denkt es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Schlückchen her. Ich wünsche euch viel Glück,
Erfolg und Gesundheit für das kommende Jahr. In diesem Sinne stoße
ich mit euch allen auf das Neue Jahr 2006 an. "Proschd Neijohr!!!"

Sonntag - 25.12.2005 - Christmas Day
Die Geschenke lagen zum Teil
schon seit Mittwoch unter dem Tannenbaum, also hatte Santa Clause nicht mehr
allzu viel Arbeit, damit wir heute eine üppige Bescherung hatten. Doch
die Spannung wurde noch etwas aufrecht erhalten, weil heute morgen zuerst in
in die Kirche gegangen sind. "Oh, the german guy with the Glühwein...."
Mittlerweile wussten die meisten sogar den richtigen Namen und ich war so erleichtert,
dass keiner Kopfweh hatte. Wie immer wurde man von allen Seiten herzlich begrüßt,
einem Merry Christmas gewünscht und gemeinsam schwärmte man doch über
den tollen Sonnentag zu Weihnachten...einfach "traumhaft". Nach dem
Gottesdienst wurden dann noch eifrig Plätzen und andere Süßigkeiten
ausgetauscht, bevor es dann nach Hause ging. Und dann war es soweit. Zuerst
mussten die prall gefüllten "Weihnachtsstrümpfe" dran glauben.
Eine Mischung aus Süßigkeiten und kleinen Geschenken. U.a. war bei
mir ein trommelnder Yankee-Santa-Clause drin. Danach ging es dann ans eingemachte
und nach einer Weile sah es im Wohnzimmer aus wie auf einem Schlachtfeld. Zeit,
um Mr. Bunny aus dem Käfig zu lassen, der total außer sich war und
sich in die Papierberge reinfrass. Ja, unser Hase isst am liebsten Papier und
Karton!! Nach der Bescherung gab es dann (Nach)Mittagessen und anschließend
eine gemütliche Filmrunde im Wohnzimmer. Der Rest des Tages war dann sehr
gemütlich und wir zogen uns erstmal in den Whirpool zurück und spielten
noch einige Runden Billiard.
Samstag - 24.12.2005 - Christmas Eve
Party - Glühwein olé
Anstatt Heiligabend gab es heute
Abend eine Christmas Eve Party bei Bekannten meiner Hostfamilie. Da ich da nicht
einfach so hingehen wollte, überlegte ich mir was ich spezielles machen
könnte, um mich für die Einladung zu bedanken und den Leute eine Freude
zu bereiten. Da fiel mir spontan Glühwein ein. Naja, dachte ich mir. Amerikaner
und Glühwein?! Mein Hostdad mag ihn, aber er kennt ihn ja schon und hat
ihn schon oft und gerne getrunken. Aber was soll man bei 20 Grad mit Glühwein....
Egal, gesagt getan und da man den Glühwein hier nicht fertig kaufen kann,
ging ich erst einmal einkaufen. Vor der Party hab ich dann den Glühwein
aufgesetzt und Larry schaute schon skeptisch als ich mit 2 Töpfen da stand.
Um nicht so verdorben zu wirken, habe ich natürlich auch einen non-alcoholic
Glühwein aufgesetzt. Die Fahrt mit den vollen Töpfen, welche schon
eine echte Herausforderung war, war nur noch von der Anspannung, wie der Glühwein
ankommt, zu übertreffen. Mir hat er beim Vorkosten schon mal gut geschmeckt.
Völlig überrascht von dem "Mitbringsel" wurde der Topf mit
dem Glühwein gleich mal auf dem Herd platziert. Der non-alcoholic Glühwein
wurde ersteinmal zur Seite gestellt. Es gab erste Fragen, was das ist und als
der Glühwein auf einmal "Port" hieß, gab es kein Halten
mehr. Der Eierlikör hatte ausgedient und der Glühwein stand im Mittelpunkt.
Naja, dachte ich: Lass die mal probieren, ich nehm dann den Eierlikör,
verträgt sich eh besser mit der Temperatur. Eine halbe Stunde später
habe ich dann schon ziemlich tief in den Topf schauen müssen, um den Rest
des Glühweins sehen zu können. Der Glühwein war der Hit des Abends!!
Mein Gastbruder meinte nur: "You are the Top of the Party" Es kam
keiner an dem Topf vorbei, ohne dass er probieren musste und ich hatte noch
nie Leute so begeistert vom Glühwein gesehen. Doch auch der beste Tropfen
ging dann zu Ende und mit dem alkoholfreien wusste man nichts so recht anzufangen.
Also musste Bacardi und Jim Beam für nen "Shot" herhalten. Aber
einen Tip bekam ich dann doch noch: Das nächste Mal lieber 2 Töpfe
Glühwein :-)
Abgesehen davon war der Abend super lustig. Viele bekannte Leute von der Kirche
waren da und es hab überall viel zu erzählen. "Nein, wir haben
keinen Schnee in Deutschland.... Aber lieber Weihnachten ohne Schnee bei 20
Gard anstatt bei 0 Grad."
Samstag
- 24.12.2005 - Merry Christmas
Wie schnell doch die ersten Monate
hier in den USA vergangen sind. Ankunft in New York, HomeStayTour, Uni, Jobsuche
und einfach der ganz normale Wahsinn. Alles ist so schnell vorbeigegangen und
nun kann ich an Weihnachten schon auf die erste Hälfte meines USA-Jahres
zurückblicken.
Weinachten ist hier erst am 25. Dezember und daher muss ich noch einen Tag auf
die Bescherung warten, aber bereits heute Abend sind wir auch eine Christmas
Eve Party eingeladen und ich hab spontan daran gedacht Glühwein zu kochen.
Da es den hier nicht fertig gibt, muss man das selbst mixen, ist ja aber nicht
allzu schwer. Morgen gehen wird dann erst gemeinsam in den Gottesdienst und
danach gibt es die Bescherung. Dann werden auch die ganzen Weinachtssocken am
Kamin gefüllt sein und es gibt viele süße Leckereien. Überhaupt
komme ich mir in den letzten Tagen wie in der Weihnachtsbäckerei vor. Die
tollsten Kuchen, Plätzchen und süße Teilchen werden hier gemacht.
Man kommt mit dem Essen fast nicht nach. Kinder, das ist ein Leben. Lediglich
das Wetter verhält sich überhaupt nicht weihnachtlich. Bei sonnigen
20° C gibt es dieses Jahr Weihnachten unter Palmen....
Nach dem Wochenende kommen dann ein paar PPP´ler in die Stadt und wir
rocken zusammen die New Year Party auf dem Strip. Dafür wird der Las Vegas
Boulevard extra auf einer Länge von 4,5 Meilen abgesperrt und es gibt ein
riesen Feuerwerk an vier verschieden Casinos. Insgesamt rechnet man mit der
zweitgrößten Party der USA. Na wenn das kein Silvesterknaller ist.
Samstag
- 24.12.2005 - Aviator Howard Huges
Heute wäre eine der wichtigsten
Personen in Las Vegas 100 Jahre alt geworden. Schade, dass Howard Hughes, welcher
in den 60er Jahren mehrere Casinos und die Mehrheit der Grundsstücke besaß,
nicht mehr den 100jährigen Geburtstag der Spielermetropole erlebt. Hughes
verbrachte angeblich die letzten 18 Jahre seines Lebens in völliger Abgeschiedenheit
in verdunkelten Hotelzimmern, und es heißt, er habe sich fast nur noch von Eiscreme
ernährt, seinen Urin in Milchflaschen gesammelt und seine Nägel sehr lang wachsen
lassen. Nur noch über Telefon und Briefe mit der Außenwelt verbunden, kaufte
er ab 1966 zahlreiche Spielcasinos und Hotels in Las Vegas. Eine beeindrunkende
Verfilmung gab es erst vor kurzem von Martin Scorsese und Leonardio DiCaprio
in der Hauptrolle.
Howard Hughes wurde berühmt für seine Hollywoodproduktionen gründete
die Firma Hughes Aircraft und war nach dem 2. Weltkrieg der wichtigste Rüstungsproduzent
der amerikanischen Streitkräfte. Daneben besaß er die weltgrößte
Fluggesellschaft TWA. Noch heute besitzt die Stiftung Howard Hughes Medical
Institute viele Grundstücke in Las Vegas. Nähere Infos zu Howard Huges
findet ihr hier unter Wikipedia
und dem Las
Vegas Review Journal. Außerdem war er auch in der Rheinpfalz
ein Thema.
Freitag
- 16.12.2005 - Hi, I am Kai from Crystal Peaks Water....
So, oder so ähnlich
werde ich mich meinen Kunden vorstellen, wenn ich ab Januar meinen neuen Job
als Handelsvertreter für Crystal Peaks Water Company antrete. Im Gegensatz
zu meiner kaufmännischen Ausbildung in Deutschland arbeite ich hier nicht
im Büro, sondern mache überwiegend Kundenbesuche und Neuwerbung. Klingt
total anders, aber ich bin schon sehr darauf gespannt. Logischerweise habe ich
dann auch eine 40h-Woche und wenn ich will darf ich natürlich auch mehr
arbeiten.... ;-) Ja das ist Amerika. Aber ich denke, wenn mir der Job Spass
macht ist das alles ok. Das Vorstellungsgespräch war kurz und schmerzlos.
Endlich wurde mein Lebenslauf mal von Leuten gelesen, welche die deutsche Ausbildungsqualität
zu schätzen wissen und da sich mein Englisch in Worten mittlerweile sehen
lassen kann, haben sie mir gleich die Stelle angeboten. Und natürlich,
wie kann es auch anders sein, hat mein Vorgesetzter Verwandte in Deutschland.
Wer hat das nicht ?! Zwar werde ich, abgesehen von der Bescheinigung für
CDS, nie einen Vertrag bekommen, aber dafür ein Firmenwagen für meine
Kundenbesuche. Nach dem Jahr könnte ich wohl auch als Taxifahrer anfangen....
Ach ja, was macht meine Firma eigentlich: Wir vertreiben Trinkwasser in handlichen
0.5 L Flaschen und 5 Gallonen Kanistern incl. Kühler für Privat und
Businesskunden. Alles wird nur direktgeliefert und wird nicht im Einzelhandel
angeboten. Darüber hinaus vertreiben wird noch Sportlermixgetränke.
Meine Aufgabe wird überwiegend die Kundenbetreung mit allen Serviceleistungen
und das Werben von Neukunden sein.
Donnerstag
- 15.12.2005 - Geschafft!
Mit dem letzten der drei Final
Exams in Business (B+), Economics (B) und Business Law (??) habe ich heute mein
Fall Semester an der University of Nevada Las Vegas abgeschlossen. Auch wenn
man hier unter 16.000 Studenten nur eine Nummer war, hat es mir trotzdem sehr
gut gefallen und ich werde auch weiterhin den German Club besuchen. Auf dem
Campus war immer was los, so dass man nach dem Unterricht immer mal wieder bei
irgendeiner Veranstaltung hängen geblieben ist. Auf jeden Fall werde ich
im Frühjahr noch den Kurs "German Drama" belegen, wo ein Theaterstück
einstudiert wird und wenn es mein Job zulässt würde ich auch gerne
"Business Law II" machen. Aber das muss man abwarten. Jedenfalls hat
mir der Unterricht Spass gemacht und ich kann auch behaupten einiges dazugelernt
zu haben. Letztendlich gehe ich mit einem lachenden und weinenden Auge, da ich
mich jetzt auch schon auf die neue Herausforderung in meinem Job freue.
Mittwoch
- 14.12.2005 - Brief von Senator Harry Reid
Wie es sich so gehört, wenn men etwas
geschenkt bekommt, bedankt man sich natürlich bei seinem Gönner oder
Sponsor. In diesem Fall habe ich schon einigen Wochen einen je einen Brief an
Senator Harry Reid, Minority-Leader der Demokraten im US-Congress und an Senator
John Ensign geschrieben. Doch wie man das so kennt, sind die Wege der Politik
meist unergründlich und vorallem viel zu lange. So dauerte es auch bis
heute, dass ich von einem der beiden eine Antwort bekam. Selbstverständlich
sind die Herren viel auf Reisen und hauptsächlich in Washington D.C. unterwegs,
was mich auch daran zweifeln lässt, das nur ein Satz aus Reids Feder stammt.
Trotzdem habe ich mich sehr über den Brief gefreut, da man sich wirklich
mit meinen Inhalten befasst hat und auch über das Programm ausführlich
geschrieben hat. Also nicht so eine Danke-und-viel Spass-Phrase. Auch wenn ich
ihn wohl nicht selbst treffen kann, warum soll ich mich nicht einmal von seinem
Büro zum Kaffee einladen lassen. Schnittchen und etwas kultureller Austausch,
das ist doch die Basis von guter Politik..... Mal sehen ob sich Senator Ensign
auch meldet. Ach ja und dann gibts ja noch einen Representative dem ich geschrieben
habe. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erobert. Ein Highlight war eigentlich
schon der Briefumschlag allein. Zwar war er in schlichtem weiß und die
Adresse aufgeklebt, aber US-Senatoren brauchen keine Briefmarke, sondern da
wird einfach in der Ecke die Unterschrift platziert und schon hat es seine Gültigkeit.
Wen es interessiert, der kann hier den
Brief selbst nachlesen und sich den Briefumschlag
mal ansehen.
Dienstag
- 13.12.2005 - Interview in der Rheinpfalz-Zeitung
Fast vier Monate ist jetzt schon
her, als die US-Staaten Mississippi, Louisiana und Alabama von einem der schrecklichsten
Hurrikanes heimgesucht wurde, Millionen von Menschen ihr Hab und Gut in den
Fluten verloren und die Stadt New Orleans zu 90% versunken war. Spontan hat
das 22.PPP damals in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und mit Unterstützung
des ehem. Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse die Spendenaktion "Hilfe
New Orleans" ins Leben gerufen. Daran und auch an meinen Aufenthalt in
den USA hat sich nun die Lokalredaktion Speyer der Rheinpfalz-Zeitung erinnert
und mich in einem schriftlichen Interview zu einer kurzen Stellungnahme gebeten.
Das Interview, heute erschienen im Lokalteil für Speyer der Rheinpfalz-Zeitung,
gibt es hier zum nachlesen. ![]()
Donnerstag
- 08.12.2005 - Weihnachtsfeier des German Club
Alle Jahre wieder....kommen sie,
die Weihnachtsfeiern. Typisch deutsch, trafen wir uns in einem gemütlichen
Restaurant, um das vergangene Jahr ausklingen zu lassen. Weil wir mit dem German
Club feierten, wurde natürlich das Café Heidelberg ausgesucht, welches
und feinste deutsche Speazialitäten wie z.b. Bratwurst, Schnitzel, Sauerkraut,
Rotkraut und Spätzle auftischte. Also schon fast eine Schlachtplatte. Zuvor
gabs eine deftige Kartoffelsuppe und als Nachtisch einen warmen Apfelstrudel
mit Vanilleeis. Dazu ein Franziskaner Hefeweizen und natürlich die besten
Songs von Heino und Co. Naja auf letzteres hätte ich verzichten können,
aber dass gehört nunmal dazu, wenn man als Ami richtig deutsch feiern will.
Wenn die wüssten..... Ein paar Bilder dazu findet ihr hier ![]()
Dienstag
- 06.12.2005 - Billboard Music Awards
Am Wochenende habe ich ein echtes
Schnäppchen gemacht, denn Ebay machts möglich. Eigentlich hatte ich
die Werbung für die Billboard
Music Awards im MGM Grand Hotel erst letzte Woche gelesen und gedacht, dass
es eh viel zu teuer und auch ausverkauft wäre. Beim surfen hab ich dann
4 Karten bei Ebay entdeckt, die ich dann am Ende 20$ pro Karte unter dem regulären
Preis bekam. Aber was sind eigentlich die "Billboard Music Awards"?!
Preise bekommt man hier ja auch für fast alles nachgeschmissen. Diesmal
ging es um die Tops bei den meisterverkauften Platten. Also jeder, der in einer
Kategorie einen Nummer 1 Hit hatte, war nominiert. Doch es gewinnen eh immer
wieder die gleichen.... Besonders geil waren dann schon eher die Live Acts auf
der Bühne und allein schon die Eröffnung von Green Day war es wert
hinzugehen. Da es eine Live-Aufzeichnung war musste man bis zu einem bestimmtem
Zeitpunkt drin sein. Aber dafür gab es während der Show genug Toilettenpausen,
oder wenn man den Künstler nicht mochte, dann holte man sich eben einen
Snack. Für manche Leute war es wie ein Laufsteg, ander erschienen im typischen
Tourie-Look mit Shorts und weitaufgeknöpftem Hemd, dass gerade noch so
den Bauch zurückhielt. Und ich habe noch nie so ein begeisterungsfähiges
Publikum gesehen, wie die Amerikaner. Man muss nur laut "Make noise"
in die Menge rufen und schon können die auf Knopfdruck ausflippen (sogar
beim Country). Aber ansonsten widmet man sich lieber seinen Tacos und Tortillias,
der XXL-Coke und dem Bewerten von Silikonimplantaten. Für viele war es
einfach nur ein anderer unterhaltsamer Abend in Las Vegas.
Sonntag
- 04.12.2005 - Wochenend-Trip nach Californien
Wochenenden können manchmal
so kurz sein. So war es zumindest die letzten 3 Tage, als ich mit meinem Hostdad
einen Wochenendtrip nach Californien gemacht habe. Für mich ging es am
Freitag Morgen los und Larry holte mich in Burbank (nahe Los Angeles) am Flughafen
ab. Den Freitag verbrachten wir komplett im Jean
Paul Getty Museum. Ein riesiges Museumsgelände, dass von dem Milliardär
erbaut und mit diversen Kunstschätzen ausgestattet wurde. Das Gelände
umfasst mehrere Komplexe mit dauerhaften und wechselnden Ausstellungen. Am Samstag
fuhren wir dann über den PCH (Pacific Coast Highway) nach Santa Barbara
und besichtigten dort die "Old Mission" und die Downtown mit dem historischen
Court House, dass immer noch als Gericht genutzt wird. Außerdem fuhren
wir einen Scenic Drive durch Santa Barbara ab. Gegen Abend erwarteten wir den
Sonnenuntergang am Pier von Santa Barbara und aßen im berühmten
"Moby Dick" zu Abend. Danach fuhren wir in unser Hotel in Ventura,
von dem wir uns dann sonntags zu den Channel
Islands aufmachten. Leider war das Wetter sehr stürmisch und eine Überfahrt
zu den Inseln war nicht möglich. Doch der Strandspaziergang entlohnte den
Ausfall sehr gut. Da wir deshalb mehr Zeit hatten, fuhren wir noch in die "Santa
Monica Mountains", ebenfalls ein Nationalpark. Über eine kurvenreiche
Gebirgsstraße mit einmaliger Aussicht auf Los Angeles und den Pazifik
ging es runter zum Malibu Beach. Trotz etwas kalten Temperaturen, lies ich es
mir nicht nehmen, mich in die Wellen zu stürzen. Über den "Mulholland
Drive" welcher sich über die Hollywood Hills schlängelt, dabei
u.a. durch die Stadtteile Bel-Air und Beverly Hills führt und einen einzigartigen
Blick auf die prachtvollsten Villen und den Pazifik ermöglicht, ging es
zuletzt zurück zum Flughafen nach Burbank. Mit etwas Verspätung kamen
wir dann wieder gut in Las Vegas an und stelletn fest, es war ein super Wochenende.
Den Bericht gibt es in Kürze zu lesen. Bilder könnt ihr jetzt schon
anschauen. ![]()
Donnerstag - 01.12.2005 - Ende der Spendenaktion
des 22.PPP für New Orleans
Unsere
Spendenaktion zu Gunsten der Hurrikan Opfer Katrina ist seit 30. November beendet
und ergab einen Erlös von € 2455,78. Mit diesem Geld wurden
in der Katastrophenregion Notunterkünfte gebaut, Mahlzeiten ausgegeben
und finanzielle Hilfe geleistet. Das 22.PPP bedankt sich bei allen Spendern,
die geholfen haben, das Leid dieser Menschen zu lindern und Ihnen einen Neunanfang
ermöglicht haben. Eine offizielles Dankschreiben des DRK liegt uns auch
vor und kann hier angesehen werden.
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Donnerstag
- 24.11.2005 - Thanksgiving
Heute war es denn endlich soweit.
Der amerikanische Feiertag schlechthin stand heute auf dem Plan und der Truthahn
schon in den Startlöchern, bzw. im Ofen. Heute wurde Thanksgiving in ganz
traditioneller Weise gefeiert. Wer nicht in New York ist, hat die Möglichkeit
die Macy Parade mit riesigen Ballons am Fernsehen zu verfolgen. Bedauerlicherweise
wurden dieses Jahr bei einem Zwischenfall zwei Menschen verletzt. Bei uns gab
es um 04:00pm dann das große Festmahl. Gefüllter Truthahn, Kartoffelbrei,
Gemüse, Pumkin Bread, Kompott und Pumkin Pie als Desert. Insgesamt war
es das große (Fr)Essen. Weil wir acht Personen waren, wurde kurzerhand
der Pool Tisch zur Speisetafel umfunktioniert und bei klassischer Musik von
Bach wurde ersteinmal mit Sekt angestossen. Das Filtetieren des Truthahns übernahm
natürlich der Hausherr persönlich. Einmal
die Gabel in der Hand, gab es kein Halten mehr. Doch eigentlich konnte man sich
ja Zeit lassen, denn selbst wenn er wollte, der Truthahn konnte nicht mehr fliehen!
Nach dem Essen spielten wir einige Runden Pool, bevor wir uns dann einem spannenden
James Bond-Film widmeten. Noch einmal ein paar Runden Pool und dann ging es
auch schon schlafen, denn schließlich mussten wir für die große
Rabattschlacht am nächsten Morgen fit sein.
Der Wecker klingelte um 4:30am. Naja, gehört habe ich ihn nicht, aber ich
wurde geweckt und so machten wir uns totmüde zum ersten Schnäppchenkauf
im nahegelegenen Elektronikladen auf. Aber gegen die "Camper" hatten
wir keine Chance und so zogen wir uns geschlagen zurück und gingen erst
einmal frühstücken. Nach ein paar Runden Kaffee, gings dann los in
die Outlet Mall. Und hier purzelten die Preise. Spontan wurde ein Shopping Club
gegründet, wodurch wir alleine bei Tommy Hilfiger 55% Rabatt pro Kleidungsstück
bekamen. Überhaupt habe ich nichts gekauft, auf das es weniger als 40%
Prozent gab. Allein der Verstand hielt mich vom Rausch fern.... Aber da ich
ja hier wohne....bald wieder Feiertage sind....konnte ich mich damit abfinden.
Trotzdem hätte ich nie gedacht jemals mit zwei vollen Einkaufstüten
aus dem Tommy Laden zu spazieren. Der Anfang war gemacht. Schließlich
war es eine Mall. Nach diversen Bordershops, Reebok und Nike waren wir alle
super happy und konnten beruhigt nach Hause fahren. Das Verrückte zum Schluss:
Die Männer haben den Kauf-Wettbewerb klar gewonnen!!
Dienstag
- 22.11.2005 - Jimmy Carter signiert in Las Vegas
Während in Deutschland die
erste Bundeskanzlerin gewäht wurde, signierte ein ehemaliger US Präsident
sein neuestes Buch. Und das war kein geringerer als Jimmy
Carter. Sein neues Buch "Our endangered values" - America´s
moral crisis, erschien vor kurzem in den Buchhandlungen und zurzeit tourt Jimmy
auf Promotion Tour durch die USA. Heute war er nur ab 11.30am im Brooker Book
Store in Las Vegas. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen wollte. Man
weiß, wann man wieder die Chance hat ein signiertes Buch eine US Präsidenten
zu bekommen! Als ich ankam war der Antrang schon beachtlich (aber weitaus geringer
als bei Ashlee Simpson in Hollywood). Natürlich musste man sich vor dem
Signieren ein Exemplar kaufen. Dieses gabs sogar mit einem Rabatt von 30% und
kostete dann lediglich $17,50. Trotz der vielen Leute ging es überraschender
Weise recht schnell voran. Dabei muss man erwähnen, das der gute Jimmy
ja schon 81 Jahre alt ist. Alles war natürlich super professionell geplant.
Viele Securities und noch mehr Helfer und Helfeshelfer schwärmten durch
den Laden. Kurz bevor man Carter erblicken konnte, wurde man gebeten den Außenumschlag
schon in die Titelseite zu schlagen, damit er gleich dir richtige Stelle hat.
Am Signiertisch selbst, wurden einem die Bücher abgenommen und ihm vorgelegt.
Ich hätte ihn gerne gefragt, ob er auch einen PPP´Flyer signieren
würde, aber die Securities fertigten einem schnell ab. Lediglich ein Händedruck
und ein smartes Lächeln waren noch drin. Neben der Freude, das Autogram
zu haben, war dann doch etwas Wehmut da, weil es absolut unpersönlich war.
Trotzdem sollte ich zufrieden sein, dass ich die Chance hatte. Fotografieren
war leider auch verboten, aber das Buch und die Signatur findet ihr hier ![]()
Donnerstag
- 17.11.2005 - School Board Meeting des Clark County
Bereits am Montag erreichte mich
durch Prof. Daniel Villanueva (CDS-Coordinator at UNLV) eine email, in der berichtet
wird, dass alle Deutsche Klassen im Clark County gänzlich gestrichen werden.
Als wäre dieser Vorgang an sich schon nicht schlimm genug, wurde diese
Entscheidung von einer einzigen Person ohne weitere Absprache getroffen. Das
kann hier nur eines bedeuten: PROTEST. Naja, wir sind nicht gleich auf die Strasse
gegangen, aber man hat uns darum gebeten bei dem Meeting als Redner ein paar
unterstützende Worte zu sagen. Gesagt getan. Ich habe dann gestern angerufen
und mich auf die Rednerliste setzen lassen. § Minuten Redezeit schien ich
ganz gut ausfüllen zu können.
Von dem Meeting war ich dann mehr als fasziniert. Als ich den Saal betrat wirkte
alles wie in einem Gerichtssaal. Alle Wände komplett mit Holz vertäfelt,
zwei Spangled Banner zierten den Rückwand, die Sitze des Präsidenten
und der Board Member leicht erhöht und hinter einer riesigen Holzballustrade
versteckt. Das ganze wurde dann noch von diversen Beratern und Schiftführerinnen
ergänzt und für Wortmeldungen gab es ein Rednerpult. "Das Volk"
hatte dahinter Platz zu nehmen. Die übrigen Gäste wurden des Saals
verwiesen, bis wieder Plätze frei wurden. Kommuniziert wurde nur über
Mikrofone und man durfte nur reden, wenn der Präsident einem das Wort erteilt
hatte. Deshalb musste auch jede Wortmeldung und Antwort mit "Mr. President"
und dem Namen des Members, welches die Frage gestellt hatte, beginnen. Doch
nun zurück zum Anfang mit dem ersten (erschreckenden) Highlight: Das Prozedere
begann zu erst mit einem Gebet (dass man auch ja die "richtigen" Entscheidungen
trifft) und anschließenden militärischen Ehren. Das war echt der
Abschuss. Stolzierten vier Halbwüchsige in Armeeuniformen mit dem Spangled
Banner und echten Waffen schön in der Formation herein und präsentierten
zu Ehren des Boards. Fehlte nur noch das große Halali !!
Nach knapp 2 Stunden war dann auch unser Punkt dran und wir wurden namentlich
aufgerufen und zun Rednerpult gebeten. Während jeder mit dem vollen Namen
benannt wurde, beließ man es bei mir beim Mr. Deller :-) Wow, da stand
ich nun. Auge in Auge mit einem Präsidenten. Der Blickkontakt war aber
sehr schwer, weil seine schon fast zufielen. Also mal alle ganz förmlich
begrüsst und losgelegt. Leider konnte ich nicht alles sagen, weil die Redezeit
statt drei nur zwei Minuten betragen hat und das wurde einem auch "sehr
höflich" mit einer Ampel angezeigt. Jedenfalls waren alle total aus
dem Häuschen, dass sich sogar ein Deutscher hier engagiert und ich fand
die ganze Aktion mal richtig spannend. Eben typisch amerikanisch! Wen es interessiert,
der kann hier mein Manuskript lesen ![]()
Sonntag
- 13.11.2005 - Grand Canyon / West Rim
Ich
traf mich am Freitag um 4:30pm an der Uni mit den restlichen Teilnehmern für
die anstehende Grand Canyon
Tour meiner Uni. Wir waren insgesamt 10 Leute, welche das Wochenende über
am "West Rim" (Rim=Rand) des Canyons verbrachten. Offiziell gibt es
nur den "North Rim" und den "South Rim". Wir waren allerdings
in einem Campout westlich des "North Rim". Da die Strecke zum Campout
zu weit war, die letzten 40 Meilen offroad durch die Wüste führten
und daher nur bei Tageslicht befahrbar sind, verbrachten wir die erste Nacht
auf einem Campside außerhalb des Grand Canyons. Das windige Tableau erreichten
wir erst bei Dunkelheit. Trotzdem konnten wir schnell die Zelte aufschlagen
und uns noch etwas zusammensetzten. Die Kälte, immerhin 18° Fahrenheit,
trieb uns aber schnell in die Schlafsäcke. Zeitgleich schneite es im Grand
Canyon und wir hofften auf besseres Wetter. Das Wochenende wurde dann wunderschön
mit Tageswerten von 62° Fahrenheit.
Nach kurzem Frühstück und 3 Stunden Fahrt erreichten wir dann das
Campout im Grand Canyon. Nach dem Aufbau der Zelte machten wir uns zu einer
ersten Wanderung zum Rim auf und bekamen einen fantastischen Blick über
den 3000 ft. tiefen Canyon. Anschließend verfolgten wir den atemberaubenden
Sonnenuntergang. Bereits um 5:00pm war es dunkel und wir aßen zu Abend.
Nach ein paar Stunden am Lagerfeuer begaben wir uns noch auf eine kleine Nachtwanderung.
Die Nacht war diesmal nicht ganz so kalt und windig.
Der Morgen begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, Bagles und frischem
Kaffee. Nach dem Abbau des Camps wanderten wir dann noch am Canyon entlang und
traten dann nachmittags die Heimfahrt an. Diese führte uns u.a. durch das
Städtchen Colorado City, was noch heute für seine vielen bigamistischen
Ehen bekannt ist. Bereits nach Einbruch der Dunkelheit erreichten wir wieder
Las Vegas, was zum Schluss noch einmal einen klasse Blick auf die "Lichterstadt"
zuließ. Den ausführlichen Bericht gibt es hier ![]()
Freitag - 11.11.2005 - Veterans-Day
Freitag, der 11.11. ist ... ja genau: Offizielle
Eröffnung der Karnevalssaison; zumindest in Deutschland. In den USA war
am Freitag Veterans-Day.
In Las Vegas gab es u.a. eine Flugshow der "Thunderbirds für Militärangehörige
hier auf der AirBase. Neben dem McCarran Flughafen gibt es hier in Las Vegas
auch eine große AirBase, welche auch die Heimt der legendären Thunderbirds
ist. Daneben gab es in mehren Casinos free lunch für alle Veterans.
Samstag - 05.11.2005 - Arizona Hot Springs
Meine Uni bietet während des ganzen
Semester immer mal wieder Outdoor Adventures an. Hatte mich schon früher
für zwei Ausflüge angemeldet, diese wurden allerdings immer wegen
zu geringer Beteiligung abgesagt. Was mich allerdings bei tausenden von Studenten
schon wundert. Doch heute gings dann endlich zu den Arizona Hot Springs. Etwa
1 Stunde entfernt von Las Vegas, kurz hinter der Grenze von Arizona lag auch
schon der Parkplatz von dem aus die Wanderung losging. Ca. 3 Meilen dauerte
die Wanderung durch ein uraltes Flussbett und den Canyon. Zeitweise kamen wir
an dem Colorado River vorbei und genossen bei einer ersten Pause die himmlische
Ruhe und den fantastischen Blick entlang des Flusses. Danach ging es weiter
zu den Hot Springs, welche am Ende eines kleinen Flusslaufes lagen. Mit Hilfe
einer Leiter konnte man den Wasserfall hinaufklettern, um die Hot Springs zu
erreichen. Am Fuße der Becken machten wir dann unsere Mittagspause und
genossen anschließend dann ein ausgedehntes Bad in den heißen Becken.
Gegen nachmittag machten wir uns dann wieder auf und erreichten durch den Flusslauf
auch wieder den Ausgang der Hot Springs. Der Rückweg war etwas mehr mit
Klettern, aber nicht wirklich all zu schwer. Um 5:00pm waren wir dann auch wieder
in Las Vegas, da es um diese Zeit bereits dunkel wird. Den kompletten Bericht
gibt es hier ![]()
Mittwoch
- 02.11.2005 - Cafe Heidelberg
Der Name "Cafe Heidelberg"
hört sich ja schon sehr gemütlich und vorallem typisch deutsch an.
Doch nicht wie durch den Namen vermutet ist das Cafe Heidelberg kein Cafe, sondern
ein deutsches Restaurant mitten in Las Vegas. Da mein Hostdad bereits letzte
Woche einen Coupon in der Zeitung gefunden hatte und heute ledigloch er und
ich zum Essen zu Haus gewesen wären, sind wir spontan "typisch deutsch"
Essen gefahren. Das Cafe Heidelberg ist aber eher eine Mischung zwischen Souvenierladen,
deutschem "Tante-Emma-Laden" und einem gutbürgerlichen Lokal.
In dem ganzen Geschäft gibt es eine Dauerbeschallung mit Volksmusik, Marschmusik
und Schlager. Kein Wunder warum die Amerikaner denken, wir hören nur Volksmusik.
Ansonsten ist das Geschäft im Lokalbereich sehr rusitkal und voller deutscher
Ausstellungstücke und Bilder, insbesondere von Heidelberg. Zu Essen gabs
eine sehr gute Schlachtplatte mit Schweinebraten, Bratwurst und Schnitzel. Dazu
gab es Rotkraut, Sauerkraut und Bratkartoffeln. Zusammen mit einem guten Löwenbräu
war es fast wie "zu Hause". Nähere Infos zum Cafe Heidelberg
gibt es hier ![]()
Samstag
- 29.10.2005 - Valley of Fire
Wie jeden Samstag wollte ich eigentlich morgens ab 6:30am die Livekonferenz
der Fußball-Bundesliga im Internetradio hören. Aber da wir heuten
in den Nevada State Park "Valley of Fire" gefahren sind, wurde daraus
leider nichts. Bereits um 7:00am sind wir dann los, weil wir zur Stärkung
extra zum Frühstücksbuffet in Luxor-Hotel gefahren sind. Danach gings
dann los Richtung Lake Mead, wo wir uns Hausboote angeschaut haben und dann
durch die Berge weiter zum "Valley of Fire" Im State Park machten
wir dann 2 kleinere Wanderungen und schauten uns die verschiedenenn Gegenden
an. Dass besondere an diesem State Park sind die verschiedenen Felsformationen
und ihre Farbe. Doch überwiegend findet man hier den roten Sandstein. Gegen
Nachmittag ging es dann über den I-15 zurück nach Las Vegas. Aufgrund
der 80 Grad, die es hier immer noch hat, waren wir doch ziemlich kaputt. Genau
richtig umd bei einem kühlen Bierchen die aufgenommene Sportschau zu schauen!
Zu dem Bericht gehts hier. ![]()
Sonntag
- 23.10.2005 - Los Angeles Trip
Gestern
bin ich von meinem Trip nach Los Angeles zurückgekehrt. "Nur"
5 Stunden entfernt von Las Vegas war es eine angenehme Fahrt dorthin und bei
30° Grad das reinste Cabriovergnügen auf dem Highway. Zusammen mit
Chrstine, welche in der Nähe von Salt Lake City platziert ist ging es am
Donnerstag richtung L.A. Downtown. Dort trafen wir dann noch Robert (Bakersfield,
CA). Über das Wochenende sahen waren wir dann in L.A. Downtown, Hollywood,
Beverly Hills, Venice Beach, Santa Monica und Long Beach unterwegs. Gewohnt
haben wir in einem netten Motel dirket am Strand und zentrak zur Downtown von
Santa Monica gelegen. Leider war das Wetter sehr wolking und etwas kühl.
Daher konnten wir auch die Hollywood-Buchstaben nicht fotografieren. Ein kleines
Highlight war, dass wir auf der Promenade von Venice Beach Karl Lagerfeld getroffen
haben! Ja, er war es tatsächlich. Den
Bericht dazu gibts dann schnellstmöglich.
Alle Fotos sind natürlich wieder in der Fotogallerie zu finden.
Dienstag
- 11.10.2005 - Franz Ferdinand Konzert im Hard Rock Hotel (Joint)
Heute
war es soweit meine erstes Konzert, dass ich hier in Las Vegas besuchet. Und
es wird schwer sein dieses zu überbieten. Franz Ferdinand spielte im "Joint",
ein Club des Hard Rock Hotels. Logischerweise gab es nur Stehplatzkarten und
der Gig war ausverkauft. Das ganze begann um 08:00pm, wobei bis um 10:00pm erst
einmal zwei Vorbands auftraten. Beide waren mir unbekannt und es kam auch nicht
so wirklich Stimmung auf. Die erste Band war dabei noch ganz ok. Ihre Rockmusik
war mit fetten Beats und anderem elektronischen Schnick-Schnack unterlegt, was
für eine angenehme Diskothekenstimmung sorgte. Die zweite Band bremste
dann eher das Vergnügen. Ich weiß nicht wie die Band hieß,
aber stellt euch einfach Xavier Naidoo mit einer Rockband vor. Ja das kommt
hin, also ziemlich schräg. Zumal der Frontsänger einen starken Hang
zu Modern Talking hatte. Man wusste echt nicht, ob man jetzt rocken sollte oder
einfach nur so tun sollte, als würde man zuhören.
Die Erlösung kam dann endlich um 10:10pm. Franz Ferdinand trat auf und
mit einem Schlag bebte der Club. Meine Position in der vierten Reihe konnte
man als Battlefield bezeichnen. Die Amerikaner und insbesondere viele Asiaten
waren nicht gerade so rockig, aber zum Glück waren einige Engländer
da, mit denen man den Haufen gut aufmischen konnte. So war durchgehend für
Action und Stimmung gesorgt. Ich weiß nicht wie, aber meine Hand kam tatsächlich
an die Gitarre von Alex Kapranos, dem Lead-Sänger. Ich habe die Hand aber
trotzdem beim Duschen mitgewaschen. Stage Diving beim letzten Ende war nicht
so angebracht. Zwar wäre es der schnellste Weg gewesen, nach draußen
zu kommen, aber im Sinne des Programms vielleicht eher ungeschickt. Franz Ferdinand
rockte schließlich durchgehend bis 11:45pm und es schallte noch zu Hause
in meinen Ohren. Aber es war eine mega Party und ein heißer Tanz. Hier
gibts noch ein paar Fotos ![]()
Sonntag
- 02.10.2005 - Oktoberfest des German Social Club
An
diesem und nächstem Wochenende findet im German Social Club ein Oktoberfest
statt. Super dachte ich. Deutsches Bier, Schweinshaxe mit Sauerkraut und Zünftige
Musik. Leider kam es ganz und gar nicht so. Als wir uns um 04:00 mit dem German
Club dort trafen, waren wir lediglich zu viert und der Rest der anwesenden Gäste
war fast schon deutlich über 60. Soviel zum Thema Tradition.... Im Club
selbst was einem noch älteren Schwarzwaldhaus glich, spielte ein einsamer
Alleinunterhalter ein paar Schunkellieder, welche aber hier kaum noch einer
kennt. Vielleicht war das der Grund, warum er sein Reportoiare alle 30 Minuten
wiederholte. Deutsches Bier gab es leider auch keins und zu Essen nur halb verkohlte
Brathähnchen. Absolut nicht empfehlenswert. Doch sollte es noch schlimmer
kommen! Der mit Abstand glanzvollste Höhepunkt war die Vorführung
von Volkstänzen der örtlichen Volkstanzgruppe. Alle in schön
in Trachten verpackt, tanzten sie uns einige bayrische Schuhplatterl-Tänze
vor. Immerhin konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen und es war fast
interessant, weil sie gar nicht so schlecht waren. Trotzdem war die Veranstaltung
nicht mehr zu retten.
Deshlab beschlossen wir kurzerhand uns auf den Weg ins Hofbräuhaus zu machen,
wo dann der Abend gebührend ausklang. Das Positive war, dass ich Pfälzer
kennen getroffen habe. Die Mutter einer UNLV-Studentin kommt aus der Pfalz und
mit ihrem Mann hatte sie unter anderem 2 Jahre in Germersheim gelebt, wo er
bei der Army staioniert war. Der Austausch über Weinfeste, Federweiser
und Zwiebelkuchen war sehr lustig , aber rief auch etwas Wehmut hervor. Die
Deutsche Kultur leidet wirklich sehr in Las Vegas, soll es doch vor Jahren gerade
ungekehrt gewesen sein.
Samstag,
01.10.2005 - Yucca Mountain Project
Bereits
um 6:00 heute Morgen ging es los zu einer Besichtigungsfahrt des Yucca Mountain
Projects in den Bergen Nevadas. Das Project für welches u.a. auh meine
Hostdad als Anwalt zuständig ist befasst sich mit der Endlagerung von Nuklearbrennstäben.
In dem ca. 13 Meilen langen Testtunnel, 100 Meilen von Las Vegas entfernt gelegen,
werden Untersuchungen gemacht, inwieweit es möglich ist, Nuklearbrennstäbe
und radioaktiven Müll endzulagern. Dabei werden überwiegend Tests
zur Konsistenz des Gesteins, Einflüsse der Natur auf die Gesteinsschichten
und vorallem die mögliche Wirkung von radioaktivem Material auf die Tunnel
durchgeführt. Bisher ist noch alles im Teststatu, doch wartet man bereits
auf die endgültige Erlaubnis.... ![]()
Freitag,
30.09.2005 - Freemont Street
Die
Anfänge des Glückspiels lagen eigentlich auf der Freemont Street.
Hier findet man die älteren Casinos der Stadt, aber dafür die besten
und schillerndsten Lecuhtreklamen. Die Casionos sind noch sehr klassisch mit
Kronleuchtern, Tiffany-GLas und sehr viel Blattgold ausgestattet. Man fühlt
sich teilweise fast wie im Wilden Westen. Doch zuvpr fuhr ich mit meinem Host
Dad auf eine der Anhöhen von Las Vegas um die Stadt mit ihren Millionen
Lichtern bei Nacht zu betrachten. Das Ergebnis war überwältigend.
Fotos
dazu gibt es hier.
In der Freemont Street angekommen genehmigten wir uns ersteinmal ein gutes Bier
von der Hausbrauerei der Main Station. In den kleinen Hausbraureien findet man
einfach noch das beste Bier. Anschließend ging es dann durch die Passage,
welche mit einer Laserdecke überdacht ist. Alle 30 Minuten kann man hier
eine Lasershow per excellance betrachten. Die Highlights sind auch hier die
prächtigen Casinos. Auf zwei Bühnen spielen an den Wochenenden häufig
Live-Bands oder es finden andere kostenlose Shows statt. Der Straßenverkehr
ist hier völlig ausgeschlossen und man kann gemütlich durch die Passage
flaniren.
![]()
Freitag,
30.09.2005 - Tour zum Red Rock National Park
Freitags
frei ist gar nicht so schlecht. Allerdings sollte man diesen tag schon nutzen,
anstatt ihn nur zu verschlafen. Ursprünglich wollte ich heute zum Lake
Mead und anschließen zum Hoover Dam fahren. Jedoch will mein Hostdad mit
mir diese Tour machen und so beschloss ich, zum Red Rock Canyon zu fahren. Das
Wetter war wie immer perefkt: Sonnig, 32°, einfach herrlich. Mit offenem
Verdeck ging es dann quer durch Las Vegas Richtung Berge. Im Reiseführer
stand eine Beschreibung von 35 Meilen, was mich sehr stutzig machte, da ich
nach 25 Meilen immer noch in Las Vegas war. Doch einmal die Stadtgrenze erreicht
benötigte es nur wenige Kurven, um die Stadt hinter den ersten Bergen verschwinden
zu lassen und schon stand ich vor dem Red Rock Canyon National Park....
Donnerstag,
29.09.2005 - "What´s now, Germany" / Diskussionsrunde mit dem
Dt. Botschafter a.D.
Während
die Fakten über die vorgezogene Wahl und das Wahlsystem auf jeden Fall
für die Amerikaner sehr suspekt waren, waren nun auch wir Deutschen recht
ratlos,was nun mit dem Wahlergebnis möglich oder eben nicht möglich
ist. Fragen mussten wir trotzdem beantworten. Der Termin für die Veranstaltung
stand schon länger fest, so dass man nur das vorläufige Teilergebnis
der Wahl als Grundlage zur Diskussion hatte. Zu Beginn der Veranstaltung wurde
das Wahlsystem und die zur Wahl angetretenen Parteien mit ihren Zielen vorgstellt.
Danach wurden mögliche Koalitionen vom Dt. Botschafter a.D., Herr Klaus
Sommer, welcher übrigens jetzt in Mußbach (Neustadt a.d. W. / Pfalz)
wohnt, erörtert.
Anschließend gab es eine offene Fragerunde. Die Fragerunde war auch sehr
interessant, bis ein Mann älteren Alters seine Chance nutze. Seine Frage,
die sich zum Schluss, aber mehr als historischer Monolog herausstellte. Angefangen
in der Weimarer Republik bis hin zur Deutschen Einheit (nach 10 Minuten!!) war
alles dabei, was ihm nicht passte. Damit war die Zeit und vorallem die Lust
zum Diskutieren schon fast zu Ende. Zum Schluss konnte ich mich noch kurz persönlich
mit Herrn Sommer unterhalten und ein Gruppenfoto mit dem German Club machen.
Sonntag,
18.09.2005 - Election Brunch
Nachdem
ich brav per Briefwahl meiner politischen Verantwortung gerecht wurde, war es
natürlich ein spannendes Warten, wie die vorgezogene Wahl zum 16. Deutschen
Bundestag wohl ausgehen würde. Jeder, der mich etwas besser kennt, kennt
ja meine politischen Werte und was och mir von der Wahl erhoffe. Nachdem ich
schon das Kanzerduell per Livestream der ARD habe schauen können, war ich
natürlich sehr erfreut, dass auch der Wahlabend live über das Internet
zu empfangen war. Da das Wahlergebnis um 9:00am meiner Zeit übertragen
wurde, entschloss sich der German Club einen Election Brunch zu veranstalten.
Somit trafen wir uns Sonntag Morgen zu einem gemütlichen Frühstück,
um dabei das Wahlergebnis zu erwarten. Fast wie auf einer Wahlparty wurde die
ARD auf einer Großleinwand übertragen. Vor Verkündung der Ergebnisse
fand noch eine interne Tipp-Runde statt, bei der ich mit einer Abweichung von
7,6% vom tatsächlichen Ergebnis den 1. Platz belegte. Mein Preis war die
spannende Biografie über Angie Merkel :-)
In den letzten Tage war es ehrlich gesagt nicht ganz so einfach den Amrikanern
zu erklären, warum wir vorgezogene Wahlen haben und vorallem wie es dazu
kam. Wäre die Begründung des Kanzlers, warum der Bundestag
aufgelöst werden soll, nicht schon genug komplex. Dazu kam ja noch die
Tatsache das in Deutschland die mit Personenwahl
verbundene Verhältniswahl angewandt wird. Und das ja noch auf Englisch.

Freitag, 09.09.2005 - "Hoffnung für New Orleans" - Spendenkation
des 22.PPP
"Die
Teilnehmer des 22. PPP verfolgen mit großer Anteilnahme die Ausmaße der Katastrophe
und möchten einen Beitrag zur Unterstützung der Flutopfer leisten. Wir, welche
als Gäste hier aufgenommen wurden, fühlen uns sehr betroffen von den schrecklichen
Zerstörungen durch den Hurrikan 'Katrina'. Daher wollen wir mit einem Aufruf
zu einer Spendenaktion aktiv Hilfe leisten!" In Kooperation mit dem Deutschen
Roten Kreuz und unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen
Bundestags Herrn Wolfgang Thierse rufen die Teilnehmer des 22.PPP für Berufstätige
zu der Spendenaktion "Hoffnung für New Orleans" auf.
| Näheres
Infos dazu finden Sie hier |
Artikel zur Spendenaktion
in der Rheinpfalz |
Artikel der Speyerer
Morgenpost |
Montag,
29.08.2005 - Erster Tag an der Uni
Heute
war es dann endlich soweit. Mein erster Kurs im Herbstsemester begann um 8:30
und es gab erstmal eine 1stündige Einführung. Das wars dann auch schon
für heute und von Business hören wir dann erst am Mittwoch. Der zweite
Kurs des Tages "Principles of Microeconomics" verlief fast gleich,
sodass ich noch vor der Rush Hour mich auf den Heimweg machen konnte. Denn ab
12:30 herrscht viel Verkehr in Las Vegas, weil die Casino-Schichten wechseln.
Auffallend war aber gleich am ersten Tag, das alle Studenten sehr "busy"
wirken oder zumindest so tun. Sind die letzten Minuten erst einmal angebrochen,
hält es fast keinen mehr auf den Sitzen. Die meisten hören dann auch
nicht mehr zu, weil sie viel zu sehr damit beschäftigt sind, zu überlegen,
wen man gleich anrufen könnte. Ja, kaum aus dem Klassensaal ist das Handy
am Ohr. Ob dringend oder nicht, Hauptsache man telefoniert.
Freitag,
26.08.2005 - Preview der Marching Band der Silverado High School
Football
und Marching Band sind sehr beliebte Freizeitbeschäftigungen von Schülern
an der High School. In seinem letzten Jahr an der Siverado High ist Nathan der
Leader der Marching Band! Laura spielt im Orchester Querflöte. Die Marching
Band findet bei jeder Veranstaltung Verwendung, sei es als Eröffnungmusik,
Anfeuerungsmusik beim Football, etc. Damit das auch alles gut aussieht, werden
sogar verschiedene Formationen einstudiert. Seit 2 Wochen waren nun Nathan und
Laura in einem Bandcamp und gab es dann ein offizielles "Preview"
der Musikeinlagen. Ort der Veranstaltung war das Footbalfeld der High School,
aber die Besucher konnte man sehr gut überblicken. Naja, die Musik war
ok und ich bekam einen ersten Eindruck davon, was es heißt ein "Silverhawk"
zu sein. Vor dem Preview war ich mit meinem Gastvater Larry noch bei einem All-you-can-eat
Buffet beim Chinesen, was den Abend zu einem vollen Erfolg werden ließ!
Samstag
& Sonntag, 20.-21.08.2005 - Überraschung des Tages und Autokauf
Für Samstag hatte mein Host-Dad eine
große Überraschung angesagt. Das komplette Wohnzimmer wurde bereits
am Donnerstag leer geräumt um einen neuen Teppich verlegen zu können.
Dann kam Samstag morgen die große Überraschung: Ein neuer Pool-Billiard-Tisch.
Somit soll nun aus dem ehemligen Wohnzimmer ein Billiardraum werden.
Sonntags sorgte dann ich für Aufsehen und zwar mit meinem Autokauf. An
sich nichts spektakuläres, dachte ich. Aber Autokauf in den USA ist keineswegs
mit dem gewohnten zu vergleichen. Nun bin ich stolzer Besitzer eines 95er Chrysler
LeBaron GTC Convertible (Cabrio)
.
Freitag,
19.08.2005 - UNLV / University of Nevada Las Vegas
Bei
meinem ersten Besuch auf dem Campus war ich schwer beeindruckt von der Größe
der Gebäude und den umfangeichen Grünanlagen. Alle Gebäude wirken
wie neu und die Umgebung ist sehr schön und vorallem sauber. Heute sollte
ich mich an der Uni einschreiben, musste allerdings erfahren, dass ich von CDS
noch gar nicht registriert bin. Nach mehren Umwegen und Telefonaten konnte ich
das selbst machen, muss jetzt aber warten, bis ich meine Kurse und dann alles
weitere erledigen kann. Erfolgreicher war ich dagegen bei der Bank of America,
wo ich ein kostenloses Giro-Konto für das ganze Jahr eröffnen konnte.
Dienstag,
16.08.2005 - Erster Besuch auf dem "Strip"
Da
am Anfang noch nicht so viel zu tun war, fuhren wir früh morgens zum Social
Office um meine Social Security Card zu beantragen. Da es unerwartet schnell
ging, konnten wir umso früher in die Innenstadt von Las Vegas aufbrechen.
Was hier total super ist sind die großen kostenlosen Parkhäuser von
jedem Hotel. Dadurch kann man recht schnell die Innenstadt erreichen, zentral
und günstig parken. Auf dem Besichtigungsplan standen die Themenhotels
"Mandalay Bay", "Excalibur", "Luxor" und das "New
York, New York". Nach ich dann abgehsehen von den Themen vier Casinos hintereinander
gesehen habe, hat es mir erstmal gereicht. Schließlich bin ich ja das
ganze Jahr hier.
Montag,
15.08.2005 - Ankunft in Las Vegas
Mit
dem gefürchteten Greyhound-Bus bin ich heute nach Las Vegas gefahren. An
der Station wurde ich dann von meinem Host-Dad Larry abgeholt. Damit war meine
HomeStayTour nun zu Ende und ich habe meine Endplatzierung erreicht. "Zu
Hause" angekommen, wurde ich sehr herzlich von allen begrüsst und
mit wurde mein eigenes Zimmer mit Bad gezeigt, welches ich für ein Jahr
beziehe. Anschließend gab es erstmal ein gutes Abendessen, dass alles
andere als Fast Food war.
Sonntag,
14.08.2005 - HST / Salt Lake City
Wieder einmal mit Verspätung,
aber nicht ganz so schlimm wie bei den vergangen Fahrten mit dem Amtrak, erreichten
wir heute Nacht Salt Lake City. Die Fahrt war zwar anstrengender als die vorherigen,
da wir komplett über Tag gefahren sind und daher wenig Schlaf gefunden
haben. Aber es hat sich gelohnt, denn die Strecke führte durch zahlreiche
Canyons Colorados und anschließend durch die Wüste Utahs. Beeindruckende
Bilder am laufenden Band. In Salt Lake City werde ich nur einen Tag Aufenthalt
haben, bevor es dann morgen mit dem Greyhound-Bus nach Las Vegas geht!
Mittwoch,
10.08.05 - HST / Denver
Heute bin ich auf der 2. Station
meiner HomeStayTour in Denver. Von der bisher 18köpfigen Gruppe haben sich
nun weitere Leute in andere Richtungen verabschiedet und so erreichen wir noch
zu sechst Denver. Zusammen mit Patrick und Moritz wohne ich bei Lexy, einer
ehemaligen Teilnehmerin des Programms 2002. Zwei weitere PPP´ler sind
bei ihren Eltern untergebracht, wodurch wir alles zusammen unternehmen können.
Da das Appartment in einer neuen Wohnanlage liegt, können wir kostenlos
einen Fitnessraum und einen Pool im Freien benutzen. Was für ein Vergnügen.
U.a. steht am Freitag ein Baseballspiel der Denver Rockets gegen die Washington
Nationals auf dem Plan.
Samstag,
06.08.2005 - HST / Freeport IL
Heute sind wir endlich in Freeport IL angekommen. Anstatt
der geplanten Ankunft um 10:30 AM in Chicago bekamen wir einen "Gratisaufschlag"
von 2:30 Std. und fuhren erst gegen 13:00 PM ein, wodurch wir natürlich
unseren Anschlussbus nach Rockford/Freeport verpasst haben. Um 04:45 PM war
dann die nächste Gelegenheit und wir nutzten die Chance uns kurz in Chicago
umzusehen und uns zu stärken. Die Fahrt nach Rockford dauerte dann nur
noch 2 Stunden :-) Dort wurden wir dann mit Kleinbussen abgheolt und nach Freeport
(ca. 30min.) gebracht. Endlich konnten wir unsere Gastfamilien für die
nächsten 3 Tage begrüßen. Zusammen mit Martin Jüngling
bin ich bei Dorothy und Alvin untergebracht und wir erleben das pure Farmerleben.
"In the Middle of Nowhere".... Trotzdem ist es angenehm und für
2 1/2 Tage in Ordnung. Enjoy the american style!...![]()
Freitag,
05.08.2005 - HomeStayTour
Nach unserem 3-tägigen
Vorbereitungsseminar in New York begeben wir uns heute auf unsere omeStayTour.
Dabei handelt es sich um eine Art Städtereise mit Aufenthalten bei verschiedenen
Gastfamilien. Meine HomeStayTour dauert insgesamt 10 Tage und führt mit
dem Amtrakzug über Chicago nach Rockford,
Denver, Salt Lake City und dann zu meinem endgültigen Zielort Las Vegas.
Anfangs bin ich mit 28 Leuten unterwegs, wovon aber beiets in Chicago einige
unsere Grupper verlassen. Lediglich den letzten Abschnitt von Salt Lake City
nach Las Vegas werde ich alleine reisen müssen. Meinen Reiseplan zur HomeStayTour
gibt es hier zum einsehen. ![]()
Mittwoch,
03.08.2005 - Erster Eintrag aus USA
Ja, es ist geschafft!!! Endlich in New York und es ist einfach immer noch alles
so unglaublich. Der Flug war super angenehm und wir kamen ohne Probleme in unsere
Unterkunft (Vanderbuilt YMCA). Das Seminar endete heute mit der Veröffentlichung
unserer Reisetourdaten zu unserer Platzierung. Die Gruppe ist echt klasse und
wir haben u.a. bei einer Bus-Seightseeing-Tour schon so einiges gesehen. Aber
mehr dazu gibt es hier. ![]()
Dienstag,
02.08.2005 - Ausreise in die USA
Endlich ist der Tag der Ausreise gekommen. Frankfurt, 13:45 Uhr "Borading,
please." Das endlose Warten, das Sitzen auf gepackten Koffern hat ein Ende.
Naja die Koffer sind eben fertig geworden :-) Soll ja auch alles drin sein!
Aber der Abschied hat auch schon zu genüge seine schlechten Seiten gezeigt.
ABSCHIED NEHMEN ist gar nicht so toll wie die Vorfreude und so fällt es
mir von Tag zu Tag schwerer meine Familie, Verwandte, Freunde und vor allem
meine Freundin nicht mehr zu sehen. Ich danke allen, welche mir den Abschied
so schön wie möglich gemacht haben und allen, welche mir viel Glück
und Erfolg für meinen Aufenthalt gewünscht haben. Euch alle werde
ich sehr vermissen, aber nicht vergessen!! ![]()
Freitag,
29.07.05 - Abschiedsparty "Viva Las Vegas"
Bevor es am kommenden
Dienstag endlich soweit ist wird heute nochmal kräftig gefeiert. Ich freue
mich riesig noch einmal von meinen ganzen Freunden verabschieden zu können,
denn immerhin sind sie für meine schönsten Zeiten hier verantwortlich.
Ich werde sie alle vermissen. Oder feiern meine Freunde etwa das ich ein Jahr
weg bin?! ![]()
Montag,
25.07.05 - Zeitungsinterview mit der "Rheinpfalz"-Zeitung
Zusammen mit meiner
Vorgängerin Ulrike Mitschke, welche allerdings mit dem Schülerprogramm
in Michigan platziert war, wurde ich von meinem Abgeordneten Herr Schindler
zum Interview bei der Tageszeitung "Rheinpfalz" eingeladen. Während
Ulrike begeistert über ihr Jahr erzählte, galt das Interesse bei mir
natürlich meinem bisherigen Weg zum Stipendium, der jetzigen Vorbereitung
und natürlich den imensen Erwartungen an das Jahr. Insgesamt eine schöne
Verabschiedung auf der "Titelseite" des Regionalteils :-)
Dienstag,
05.07.05 - Tag der Prüfungsentscheidung - Episode II
Heute stand mit der mündlichen
Prüfung die letzte Hürde für die engültige Programmteilnahme
an und ich hatte zum Glück schon um 8:00 Uhr meinen Prüfungstermin,
denn ich wollte es so schnell wie möglich hiner mir haben. Die Auswahl
zwischen den beiden möglichen Themen fiel mir recht schwer, weil sie mir
glücklicherweise beide lagen. Letztendlich war ich mit dem Thema Zahlungsvorgänge
und Zahlugsarten recht zufrieden und konnte erfolgreich die Prüfung abschließen.
Es war geschafft und jetzt gilt die Konzenration nur noch den Vorbereitungen
für ein super Jahr in den USA!
Samstag,
xx.07.05 - Tickets
Heute sind wie erwartet die Flugtickets gekommen und spätestens jetzt
wird einem klar, dass die Ausreise kurz bvor steht. Frankfurt - München - New
York. Ach ja und nicht zu vergessen: Washington DC - Frankfurt. Schließlich
sollen wir ja in einem Jahr auch wieder zurück. Abflug in Frankfurt 13:45 Uhr
bedeutet, dass ich in München gerade mal 45 Minuten für die Maschine nach New
York habe. Das hört sich ja jetzt schon nach Stress an ;-) Aber ich bin ja nicht
alleine auf dem Weg nach München. Zusammen mit 6 weiteren PPP´lern starte ich
durch. Im Moment ist es eher ein recht komisches Gefühl, fast melancholisch,
dass ich in Erwartung auf den 02. August verspüre. Noch ist man so fest im Alltag
und in 2 Wochen werde wir alles hinter uns lassen. Bis dahin werde ich mir bestimmt
noch eine Menge Gedanken über alles machen. Und als nächstes kommt nun bald
die Abschiedsparty "Viva Las Vegas"!
Freitag,
27.05.05 - Visum ist da!!
Noch einmal Glück gehabt. Das Visum ist da!! Schön
sieht sie aus die Eintrittskarte für die USA. Spätestens jetzt begreift
man, dass es nicht mehr lange ein Traum sein
wird.
Montag,
23.05.05 - Konsulatstermin
in Frankfurt
Zusammen mit Benny, Diana, Martin, Dana, Dominik und Jessica habe ich heute
meinen Termin beim US-Konsulat um mein Visum zu beantragen. Hab ich auch wirklich
alles richtig angekreuz und nichts falsches angezogen?! Nicht ganz so spannend
wie Columbo aber sehr reizvoll.
Dienstag,
03.05.05 - Tag der Prüfungsentscheidung - Episode I
2 Jahre lang musste ich lernen, um mein geballtes Wissen für
die schriftl. Abschlussprüfung aufs Papier zu bringen. Es bleibt bestimmt
ein kleiner Schritt in meinem Leben, doch ein großer in Richtung USA.
Nur Bestehen zählt, aber natürlich möchte ich bestmöglich
abschneiden. Ob ich wohl nervös bin?! - Verdammt,
ja!
Lang, Lang ist es her. Was
bisher geschah erfahrt ihr bald, aber begnügt euch erstmal mit der Zukunft!
:-)