Hi and Welcome!
"Living in America..."
... heißt es für mich seit dem 02.August 2005. ZUrzeit lebe ich für ein Jahr in Las Vegas / Nevada bei einer Gastfamilie. Im Rahmen des 22. Parlamentarischen-Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestags besuche ich 5 Monate lang die University of Nevada in Las Vegas und werde anschließend in einem amerikanischen Betrieb arbeiten. Ich freue mich euch hier über alles berichten zu können!
 
so keep me in mind
Kai-Uwe

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Aktuelle News ...

Dienstag - 04.07.2006 - Independence Day
Happy Birthday America !! Heute am 4. Juli feiern hier alle den Independence Day, Amerikas Geburtstag. Vor genau 230 Jahren erklärte man die Unabhängigkeit vom britischen Empire und seitdem ist der 4. Juli der Nationalfeiertag. Allerdings geht dieser etwas anders von statten, als der Tag der Dt. Einheit. Überall gibt es große Barbecues und andere Parties, Feuerwerk und sämtliche Paraden und Feste. Um es ganz trocken zu sagen: Hier spürt man die Freude über den Nationalfeiertag und für jeden ist es eine Ehre diesen zu Feiern.
So war auch ich heute zu einer Party von unserem Sales Manager eingeladen. Nach der traurigen Niederlage, konnte ich mich wenigstens gleich danach auf super leckeres Essen freuen :-) Eingeladen waren Freunde und Kollegen, natürlich alles Köche oder Leute aus der Firma und jeder brachte eine Leckerei mit. Mhmmmmm..... Zwar war es heute überwiegens bewölkt, aber trotzdem war es zu warm und eine Abkühlung im Pool tat gut. Frozen Margeritha, Corona und Garnelen on Ice. was will man mehr. Zwischendurch gab es noch einen Geburtstag zu Feiern und weil der Papa Executive Pastry Chef ist, war die Torte auch doppelt so groß wie sein 12 Monate alter Sohn. Um den Kuchen kümmerten sich dann ausschließlich die Erwachsenen. Nach Einbruch der Dunkelheit gab es noch ein kleines Feuerwerk und dann machte ich mich auf den Heimweg. Zum Abschluss war es noch einmal ein richtig schönes Ereignis, aber auch hier musste ich mich dann endgültig von meinen Kollegen verabschieden und trauere jetzt schon dem schönen Wetter, den großzügigen Häusern und den schönen Parties hinterher. Zu Hause geniße ich dann wieder Grillen auf dem Holzkohlegrill im Hof :-)
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Montag - 04.07.2006 - Halbfinale im Hofbräuhaus
Aus der Traum, doch trösten wir und mit dem Titel Weltmeister der Herzen. Ich muss auch sagen, mit jedem Sieg wurde man blöder angemacht, weil der Neid von anderen Fans einfach so groß war, weil Deutschland weiterkam, als es alle vermutet haben. Das Team hat sich super geschlagen und hunderte Fans waren am Ende wie vom Schlag getroffen im Biergarten des Hofbräuhaus gesessen. War es dich wieder zum Greifen nah und es fehlte einfach das Quäntchen Glück.
Das WM-Spiel war jetzt nun auch endgültig das letzte Zusammentreffen mit Freunden und Bekannten und es hieß ein letztes Mal "Bye, Bye" Einige werde ich im Sommer, bzw. Herbst in Deutschland wiedersehen, ander hoffentlich bald wieder in Las Vegas.

Montag - 03.07.2006 - Wie packe ich 12 Monate in 2 Koffer und einen Treckingrucksack
Das man sich innerhalb kürzester Zeit irgendwo wohlfühlt und man seinem Inventar nach gewisser Zeit auch immer mal wieder was zufügt kann sich jeder erklären. Jetzt sieht man in den 12 Monaten natürlich nur neue Sachen, sammelt Plakate, Broschüren, Shirts......ach ja Kleidung. Natürlich entdeckt man immer wieder was Neues und dann kam noch einiges für die Arbeit dazu. Was man am Anfang einspart, weil man ers ersteinmal nicht braucht, kommt dann doch irgendwann zwangsläufig dazu und man kann es net einfach hierlassen. Hm....so ein Zweitzimmer in den USA.......So sitze ich hier vor zwei vollen Koffern, dem Treckingrucksack und einem Karton (Brochüren, usw.) Und es sieht irgendwie immer noch unaufgeräumt aus. Zum Glück ist nur noch Kleinram übrig, was in den Rucksack passt. Da soll noch einer sagen, aller Anfang ist schwer......dabei ist es nur anders, als das Ende.

Sonntag - 02.07.2006 - Nur noch 4 Tage........
Am Mittwoch geht es endlich los. Zum Abschluss des Jahres habe ich mit Robert (Bakersfield/CA) und Jan (Los Angeles/CA) einen Roadtrip quer durch die USA. Dabei wollen wir 19 Tage mal abseits der typischen Touristenorte die Vielfältigkeit der USA erleben. Daher führt uns die Route von San Dego aus über die alte US 80 an der Südküste entang bis nach Miami im sonnigen Florida. Auf der Reise durchqueren wir Californien, New Mexico, Arizona, Texas, Oklahoma, Arkansas, Mississippi, Louisiana, Alabama und Florida. Erstmal in Florida angekommen, schwingen wir uns auf die Atlantic Coast Route von Miami bis Washington DC. So führt die Reise und noch durch Georgia, South und North Carolina, Virginia und Maryland. Insgesamt weißt die Strecke 6000 Meilen (ca. 9600km) auf. Hört sich an wie Stress, wird aber hoffentlich keiner! Nähere Infos findet ihr hier im Reisespecial

Samstag - 01.07.2006 - Letztes Bowling
Was macht man bei 110 Grad im Schatten.....im Pool dahin vegitieren oder Bowlen gehen. Schon öfters war ich mit der Familie Baily samstags bowlen. Mutter und Tochter sind aus Deutschland und der Vater hat in Deutschland für die Army gearbeitet. (mal was ganz neues.....) Wie es der Zufall will kommen sie sogar aus Germersheim, bzw. Imsbach, also ganz aus der Gegend. Da es heute das letzte Mal war, gingen wir vorher noch in der Sunset Station essen und trafen uns danach mit Daniel und Amanda zum bowlen. Waehrend die ersten Wuerfe gut gelangen sollte in der letzten von vier Runden kein einziger Strike mehr gelingen. Irgendein Kegel stand immer noch. Trotzdem konnte ich abschließend die meisten Punkte vorweisen, was allerdings heute echt Nebensache war.

Freitag - 30.06.2006 - Autoverkauf
Nachem sich jetzt 2 Wochen fast nichts getan hatte, stand ich schon kurz davor das Auto nachts in Brand zu stecken ;-) Denn schließlich musste ich das Auto irgendwie loswerden und wenn es eben zum Schrottplatz müsste. Doch dann rief ich nochmal einen Bekannten von meinem Chef an und er meinte ich soll ich zu einem Cardealer bringen, den er kennt und dieser würde ihn nehmen. Das das net der große Preis sein wird, aber was soll man für ein kaputtes Auto auch erwarten. So brachte ich das Auto nach der Arbeit hin und staunte nicht schlecht als er mir $2 anbot......ER war Argentinier und da er wusste ich bin Deutscher hat er erst einmal geflachst. Puuuh, das ging nochmal schief. Da er aber nun Deutschlandfan ist gab ermir immerhin noch $300 und ich war es endlich los. Irgendwie war es schon schade um das Auto, war es doch zwar nicht das Beste, aber es war schön das Jahr über ein Cabrio zu haben. Hätte es doch nur noch 4 Wochen gehalten.....

Freitag - 30.06.2006 - Letzter Arbeitstag
Nach sechs Monaten geht heute mein Praktikum bei Praml International zu Ende. Insgesamt war es eine sehr schöne und lehrreiche Zeit. Vorallem mit den Kollegen habe ich mich sehr gut verstanden und ich war froh, dass mir mein Chef bei dem ein oder anderen Problem helfen konnte. In Anbetracht der Tatsache, dass es bei meiner Hostfamilie immer ungemütlicher wurde, war ich auf der Arbeit auch gut aufgehoben. Auf jeden Fall werde ich die ganzen Pastries, Cakes und sont was vermissen. Doch schon was Feines so ein Fine Food Distributor.

Freitag - 30.06.2006 - Viertelfinalspiel - GER:ARG
Du bist Fussball.....und so trafen wir uns auch zum Viertelfinalspiel Deutschland gegen: Argentinien im Crown&Anchor Pub. Da Barbara, ebenfalls Teilnehmerin im 22.PPP, in der Stadt war, gingen wir erst frühstücken und stießen dann pünktlich um 8 zu den anderen dazu. Heute war das Pub schon gut voll, überwiegend deutsche, dafür weniger argentinische Fans. Diese machten sich aber sehr stark bemerkbar, nach dem sie die Führung inne hatten. Das störte uns Deutsche zwar nicht weiter, aber das Bangen von Minute zu Minute größer wurde. Trotzdem zweifelten wir nie, denn schließlich werden wir ja Weltmeister und dazu mussten wir gewinnen. Wie einfach es doch sein kann! Kurz vor Ende war es dann so weit und beim Ausgleich bebte das Pub zum ersten Mal so richtig. Von da an, ließ sich unsere Stimmung nicht mehr bändigen und die Argentinier waren nicht nur auf dem Feld die Verlierer. Am Ende hielt es dann auch keinen mehr auf seinem Platz. Das Elfmeterschießen veriss einem nahezu und anschließend gab es nur noch Jubelschreie überall. Da es zugleich mein letzter Arbeitstag war, konnte ich noch etwas die Stimmun genießen, bevor ich auf die Arbeit fuhr.

Donnerstag - 29.06.2006 - Fairwell und Geburtstag
Wer mich etwas näher kennt weiß, dass ich im August Geburtstag habe, also war für mich das Fairwell bestimmt. Geburtstag hatte dagegen mein College Coordinator Daniel. So trafen wir uns heute im Desert Bloom Park zum Grillen. Die Würstchen brauchte man bei der Hitze eigentlich nicht mehr groß auf den Grill zu legen und trotzdem dauerte es irgendwie ewig. Da wir noch im Smith's Food Wasser holen waren, hab ich spontan ein Pack 10er Chickenwings mitgenommen, die schon fertig und warm waren. Wegen Hunger muss man sich ja net quälen..... Da es zu späterer Stunde dann auch etwas kühler wurde genossen wir das kühle Warsteiner bis nach Mitternacht. Allerdings musste ich mich nur von den wenigsten verabschieden, weil wir uns am Freitag nochmal zum Viertefinalspiel treffen. Trotzdem schwang schon etwas Abschiedslaune mit, da ich ja nicht mehr lange in Las Vegas bin.

Dienstag - 24.06.2006 - Achtelfinale - GER:SWE
Ein Sieg muss her, dass war uns allen klar. Das Crown&Anchor bot wie schon zuvor wieder eine gute Kulisse für das Spiel Deutschland gegen Schweden. Da ich etwas spät dran war, um Daniel zum Spiel abzuholen verpassten wir die Nationalhymne, kamen aber dann doch noch rechtzeitig zum ersten Treffer "Peng" Podolski wie ich später aus der BILD-Zeitung erfahren habe. Obwohl wir immer in der Gruppe die Spiele schauen, vermisse ich es doch sehr in Deutschland zu sein. Überall Freude pur, ausgelassene Stimmung und hier muss man sich fragen lassen, in welchem Land das nächste Spiel ist......

Freitag - 14.06.2006 - Erste WM Bilanz
Obwohl man in den USA recht wenig von Fußball hält werden alle Spiele der WM live im Kabel übertragen. Der mexikanische Sender hat sogar eine tägliche Show von 5.30AM-2.00PM. Oder während auf ESPN das Spiel schon weitergeht, wird bei den Mexikanern immer noch "Gooooooool" geschrien. Das ist einfach Leidenschaft. Das "Kampf-Spiel" Italien gegen USA war dann schon eher nach dem Gschmack der Amis. Und das lag nicht am Ergebnis..... Doch kehren wir zurück zum eigentlichen Grund der WM: Ganz klar, Deutschland wird Weltmeister. Nachdem ich beim Eröffnungsspiel nicht gerade überzeugt war, bin ich in den Spielen gegen Polen und Equador eines besser belehrt worden. Das es mich schon Nerven gekostet hat, lässt sich leicht damit verkraften, dass noch einige dazukommen werden. Die Spiele schauen wir immer im Pub und natürlich live.

Montag - 05.06.2006 - Death Valley
Ab gesehen davon, dass heute Feiertag war, waren auch die Temparaturen einigermaßen erträglich und so nutzen wir die Chance nach Death Valley zu fahren ohne schon beim Gedanken daran zu schwitzen. Im Juli und August herrschen dort 45° C oder höher, was einen Ausflug unerträglich macht, aber gerade dann kommen die meisten Touristen. Besonder viele Deutsche. Aber auch schon im Juli ist es entsprechend heiß. Bevor wir aber ins Tal fuhren besichtigten wir eine alte Ranch, am Rande von Death Valley. Diese befand sich noch weit über den Meeresspiegel und während Fahrt ins Tal legten wir 3000 ft. Höhenmeter zurück. Langsam schlengelt sich die Staße durch die Mountains bis man dann am Rande der Wüste entlang fährt. Erste Station waren die Sanddünen, welche sich mitten im Tal erstrecken. Wie aus dem nichts erheben sie sich und man kann drumherum auch kleine Sandtstürme entdecken. Danach wanderten wir in einem kleinen Canyon bevor wir dann zum tiefsten Punkt der USA nach Badwater fuhren. Was früher einmal ein großer See war, ist jetzt alles nur noch Salzwüste weit unter dem Meeresspiegel. Je nach Witterung im Winter ist ein wenig Wasser übrig. So hatten wir das Glück noch einen kleinen Tümpel vorzufinden, der aber im Sommer bestimmt völlig verschwunden ist. Wo man hinsah nur weißes Salz. Eine schöne Kulisse, aber die Sonne brannte gnadenlos. Bereits den Sonnenuntergang im Nacken machten wir uns anschließend auf den Heimweg.

Mittwoch - 17.05.2006 - Champions League Final und Grillen
Im Vorfeld der WM in Deutschland komme ich mir schon vor wie ein Missionar des Fussballs. Je näher die WM rückt, desto mehr erzähle ich über Fussball und die meisten fragen nur "Sorry....?!" Da aber Barbecue überall sehr beliebt ist hat Daniel heute zum Grillen geladen und hatte das Champions League Finale aufgrund der Zeitverschiebung aufgenommen. Es war ganz schön schwer den ganzen Tag nicht mitzubekommen, wie es aus ging. Natürlich war es für mich spannend zu sehen, wie sich "Leeeeeeeeeeeeeeman" schlägt, ist er doch der Garant für Arsenal und außerdem hätte ich mich gefreut, dass wenigstens ein deutscher Spieler Pott holen würde. Doch es kam mal wieder ganz anders und so verlor das Spiel nach der 11. Minute durch Lehmans Feldverweis deutlich an Attraktivität. Leider gewann dann auch noch Barcelona. Umso besser schmeckten dafür die Steaks und die Bratwürste. Auch wenn diese gefroren waren konnte der Grillmeister persönlich sie perfekt zubereiten. Tja im Grillen sind die Deutschen schon Weltmeister.

Freitag - 12.05.2006 - Semester-Abschlussessen German Club
Pünktlich zum Ende des Semesters traf sich der German Club im Hofbräuhaus zu einem zünftigen Abschlussessen. Da mittlerweile wieder die Saison in Las Vegas anläuft, war auch das Hofbräuhaus an dem Abend gut gefüllt und die Musi musste nicht viel tun, um für Stimmunf zu sorgen. Verstehen tun sie nichts, aber man erwartet ja eher Klatschen und mitgrölen. Der Höhepunkt ist dann eh "Hey Baby" in bayrischem Englisch.

Samstag - 22.04.2006 - German Club Hiking at Mt. Charleston
Es gibt eigentlich nichts, dass es in Las Vegas nicht gibt und so gibt es hier natürlich auch Berge (mit Schnee). Die ersten heißen Temperaturen veranlassten uns zum naheliegenden Mt. Charleston zu fahren, welcher ca. 30 Minuten außerhalb von Las Vegas liegt. Mit seinen 12,000 ft. ist er zum Wandern genau richtig und bietet im Winter auch Skifahrern ein Terrain. Tatsächlich hatten wir im April nur recht dirchwachsenes Wetter in den Bergen und mehr Schauer als sonst überwanden die Sierra Nevada und belegten die Spitzen der Spring Mountains regelmäßig mit Neuschnee. Eigentlich immer ein sehr schönes Panormabild, wenn ich morgens bei Sonnenschein zur Arbeit fahre. Ok, Amerikaner und Wandern....naja.....eigentlich ein Gegensatz keines gleichen und somit kam schon der erste Schrecken als man feststellte, dass der Weg überwiegend noch mit Schnee bedeckt war. Als wär es typisch für Deutsche, war ich mit meinen Columbia Wanderschuhen, im Gegensatz zu Sneakers und Converse, natürlich wieder am besten präpariert. Das Wetter war aber super sonnig und ein T-Shirt reichte völlig aus. So dauerte das Hiking erst gar net so lang und von Gipfelstimmung war noch net mal zu träumen. Aber was zaehlte war der Spass und den hatten wir auf jeden Fall. Zudem ga es ein paar schöne Aufnahmen, die natürlich in der Gallerie zu finden sind. Danach ging es noch zum Lunch und am späten Nachmittag heim, sodass es noch für ein Sonnenbad mit einem kühlen Bier (natürlich dt. Hefewizen) reichte.

Freitag - 21.04.2006 - Dress for less
Was sich billig anhört ist auch verdammt günstig....Der Sommer ruft und deswegen auch der Kleiderschrank nach ein paar neuen Sachen fürs Büro. In den USA gibt es "Ross-Dress for less" Hier gibt es Restposten von Markenklamotten aller Art. Meistens sind einfach nur falsche Größen eingestickt, was eine etwas längere Suche für das passende Teil zur Folge hat. Aber das Suchen lohnt sich und so konnte ich bei insgesamt acht verschiedene Kleidungsteile etwas mehr als $200 sparen. Kein Wunder, dass hier der Dresscode allgemein einen höheren Standard hat, schließlich kann man es sich hier gut leisten Armani, Calvin Klein, Tommy Hilfiger, usw. zu tragen. Dabei ist der Laden sogar noch günstiger als die Outlets hier und sind USA-weit vertreten.

Donnerstag - 20.04.2006 - Chocolate and Wine pairing at the Wynn Hotel
"Chocolate Extravaganza With Artisan Chocolate", oder anders gesagt: "Ein Königreich für Schokolade". Am heuten Abend lud meine Firma und einer unserer Lieferanten WEISS Chocolate aus Frankreich zu einem Chocolate & Wine pairing. Gäste waren u.a. alle Chefs der Strip Casinos, welche die Schokolade anhand von eigens per hand angefertigten Pastries probieren konnten. Das exclusive Event mit besonderem Ambiente fand in einer der Suiten des Wynn Hotels statt. Die passenden Weine zur Schokolade wurden eigens vom Chef von WEISS Chocolate ausgesucht und waren eine Klasse für sich. Insgesamt standen zwölf verschiedene Schokoladen-Desserts und Pastries zum Probieren zur Auswahl. Neben klassischem Mousse gab es aber auch ausgefallene Sachen wie Edelmarshmallow mit Kokusnus, u.a. Überhaupt stand das Zusammentreffen von Lieferant und Kunde im Vordergrund und anstatt verkrampfter Verkaufsathmosphäre herrschte eine sehr angenehme Stimmung mit Smalltalk.

Mittwoch - 12.04.2006 - Epicurean Affair 2006
Der heutige Abend stand ganz im Zeichen des Genuss. Die Nevada Hotel&Lodging Organisation veranstaltete ihre jährliche Fine Food Show "Epicurean Affair" in der Pool-Anlage des Flamingo Hotels. Mehr als 100 Vertreter der feinen Cuisine in Las Vegas boten den Besuchern kleine Kostproben ihres speziellen Angebots. Die Auswahl reichte von Sushi bis hin zum feinen Steak, sowie allerlei Spirituosen der Spitzenklasse. Die Stände waren prächtig ausgestattet und zudem unterhielt ein abwechslungsreiches und recht freizügiges Programm die Besucher. Ob ganz traditionell mit feinem Champagner oder bei karibischem Flair mit einem kühlen Martini praesentierte sich die Landschaft abwechslungsreich und interessant. Passend zu dem Event der Extraklasse gab der Sommer seinen Einstand und so konnte man bei 25°C einen netten Abend im Freien geniessen.

Sonntag - 09.04.2006 - LA Opera
Während am Freitag kräftig gerockt wurde, wurden am Sonntag etwas leisere Töne angeschlagen. Für einen Besuch der Los Angeles Opera sind wir das Wochenende nach Californien gefahren. Um auch noch etwas vom Tag zu haben, machten wir uns bereits am Samstag morgen auf den Weg nach LA und waren unter anderem bei schönstems Wetter am Strand von Santa Monica. Der Tag verlief eigentlich auch soweit gut, bis wir in unserem Hotel einchecken wollten und in der ganzen Gegend ein Stromausfall war. Nach etwas "gutem" Zureden bekamen wir dennoch unser Zimmer, hatten aber weder Strom noch warmes Wasser zum Duschen. Kurioserweise war dann nach einer Stunde nur noch unser Hotel ohne Strom was uns leicht gereizt hat. Trotzdem hatten wir noch einen gemütlichen Abend auf dem Universal Studios City Walk. Am Sonntag hatten wir dann Karten für Mozarts Le Figarro in der LA Opera. Naja wer Oper mag dem hätte es auf jedem Fall gefallen. Wer keine Oper mag, naja dann eben nicht :-) Auf jeden Fall war es eine super Aufführung auf italienisch. Das man trotzdem wusste, was auf der Bühne so ablief wurde der Text komplett übersetzt auf eine Leinwand über der Bühne projeziert.

Freitag - 07.04.2006 - The Show must go on! - Queen & Paul Roger in Vegas
Heute war mal wieder ein Abend ganz nach meinem Geschmack. Schon seit Tagen habe ich mich richtig auf das Queen Konzert im MGM gefreut. Die Vorfreude hat sich gelohnt, denn das KOnzert war einfach klasse und mit richtig viel Stil. Zum Programm gehörten natürlich die besten Songs von Queen, erstklassige Solos an der Gitarre und am Schlagzeug und ein paar nette Cover. Hier in Vegas muss ein Konzert auch schon Show sein. Die Bühnenkulisse war zwar primitiv, aber die Lichteffekte und zu den Songs eingespielte Videos waren spitze. Ein Höhepunkt war "The Show must go on", gesungen von Freddie Mercury (+1991) persönlich. Während die Band nur Begleitung spielte wurde auf riesigen Leinwänden Freddie bei einem seiner Auftritte gezeigt. Das Finale war natürlich dann "We are the champions" Leider gibt es bei Konzerten in Las Vegas immer nur Sitzplätze, was nicht gearde stimmungsfördernd ist. Trotzdem kam aber besonders gegen Ende richtig Stimmung auf. Am Ende war es einfach ein super geniales Konzert.

Dienstag - 28.03.2006 - Es könnte nun endlich Sommer werden....
Nach nahezu acht Monaten in der Wüste Nevada habe ich mich fast schon zu sehr an die Wärme gewöhnt und vermisse die 78 Grad von Weihnachten. Seit Februar ist das Wetter wechselhaft und wir hatten mit 3 Regentagen schon mehr als in der Zeit von August bis Januar. Fast schon eine Unverschämtheit. Es kann schon nerven, wenn man das Top vom Cabrio ständig auf und zu machen muss, anstatt es einfach offen zu lassen. Soviel zur Bescheidenheit. Der Mensch ist doch ein Gewöhnungstier oder etwas nicht..... Frieren bei 55 Grad ist da schon mal drin, aber bald soll es Sommer sein und dann macht es auch wieder Spass morgens auf dem Weg zur Arbeit die noch schneebedeckten Berge zu sehen während einem gleichzeitig die warmen Sonnenstrahlen im Nacken liegen.

.... und dann war da noch ein sehr unverschämter UPS-Fahrer, der mich erst geschnitten hat und dann 2 Meilen direkt hinter mir fuhr und mir die Sonne nahm..... Das letztere nahm ich ihm richtig übel ;-)



Donnerstag - 23.03.2006 - Verabschiedung der deutschen Honorar-Konsularin in Las Vegas
Am Abend stand dann noch die Verabschiedung der deutschen Honorar-Konsularin im Riviera statt. Hoch oben hatte man von dem Festsaal einen wunderschöenen Ausblick auf den Strip und die Stadt Las Vegas. Bereits seit 22 Jahren repräsentierte Siegrid Sommer die deutschen Belange in Las Vegas und war auch für jeglichen Papierkram, wie z.B. Heiratsurkunden und vieles mehr zuständig. Neben zahlreichen Laudaten gab es auch Vorträger der Las Vegas Opera und musikalisch wurde der Abend von einer Jazz- und Swingband begleitet. Diesmal war aber nicht das Buffet das Highlight sondern Siegfried und Roy, welche sehr gut mit Frau Sommer befreundet sind und ebenfalls an dem Abend zu Gast waren. Sie waren ganz gewöhnliche Gäste, so dass ich beim ersten Mal sogar glatt an ihnen vorbeigelaufen bin. Natürlich hält man sich dann bei so einer mehr privaten Veranstaltung in geschlossener Gesellschaft zurück. Aber allein schon sie mal live und hautnah erlebt zu haben war sehr interessant.

Donnerstag - 23.03.2006 - Lunch mit dem östereichischen Konsul von Los Angeles
Aufgrund der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft von Österreich lud der österreichische Konsul von Los Angeles zum Lunch in das "Spago"-Restaurant im Casesars Palace. Das Restaurant gehört dem österreichischem Starkoch Wolfgang Puck, welcher in den Forum Shops sein Fine Food Restaurant führt. Nach einem eleganten 3-Gänge Menü, bestehend aus typisch österreichischen Gerichten hielt der Konsul eine recht interessante Rede über die Entstehung von Europa, die Funktion und denn Sinn der Union und was für die Zulunft noch ansteht. Es war für die Amerikaner beim Lunch wohl aufschlussreicher als für für einen Europäer, aber die Veranstaltung war im Ganzen ein "Genuss".

Sonntag - 12.03.2006 - NASCAR Wochenende - Busch Serie "Sam´s Town 300"
Das Wochenende stand ganz im Zeichen der NASCAR-Serie, welche auf dem Motorspeedway Las Vegas ihr drittes Rennen der noch jungen Rennsaison hatte. Insgesamt fanden zwei Rennen statt. Das "Sam´s Town 300"-Rennen der Busch-Serie am Samstag und sonntags die UAW 400 DaimlerChrysler, eine Rennen des höherwertigen Nextel-Cups. Leider war das Wetter sher bescheiden und wir erlebten nach einem sensationellen Temperatursturz den kältesten Tag (40°Fahrenheit) seid ich hier bin. Wir hatten für das Busch-Race am Samstag und zusammen mit meine Gastvater Larry und Robert aus Bakersfield sind wir schon am Vormittag los zum Speedway. Vor dem Rennen schauten wir noch in den einzelnen Zelten und Showrooms der Sponsoren und Rennteams rein. Natürlich staubten wir dabei sämtliche Werbegeschenke ab und schauten und Show-Boliden der vergangenen Jahre an. Jedes Team hatte auch seine eigenen Merchandise-Trucks dabei und sie erwarb ich ganz im Sinne eine NASCAR-Fans ein Jacket. Meine Auswahl traf der Rennstall Dodge, welche anschließend sogar mit Kasey Kahne den Sieger des Rennens stellte. Ein kleines Highlight war die Anwesendheit der "Thunderbirds". Diese gaben u.a. eine Signierstunde wo auch ich meine Autogramme bekam. Dann ging es auch schon rein in die Tribünen und wir stellten fest, dass wir richtig gute Plätze hatten. Aus der Kurve heraus hatten wir einen optimalen Bick über das ganze Oval und die komplette Haupttribüne, sowie Start- und Zielgerade. Nach dem der Start noch bei schönstem Sonnenschein stattfand, zog es allmählich zu und es wurde "arsch"kalt. Nach 200 Runden unglaublichen Lärms, 4 Motorschäden, einem Crash und 5 Neustarts war das Rennen vorbei. Insgesamt dauerte es 2:30 Std. und wir waren bis auf die Knochen durchgefroren. Aber ich fand es einmalig und echt interessant. Alles im Detail gibt es bald in meinem Bericht. Bis dahin schon mal die Bilder und Videos zum Rennen!

Freitag - 10.03.2006 - NASCAR Wochenende steht vor der Tür
Endlich ist es soweit und das nächste Highlight rockt Las Vegas: NASCAR auf dem Las Vegas Motorspeedway. Am Freitag findet das Qualifying und samstags und sonntags jeweils ein Rennen statt. Für das Busch "Sam´s Town" Race am Samstag habe ich 4 Karten besorgt und werde mit Larry, Robert und Daniel zum Rennen gehen.
Bereits am Mittwoch morgen sind schon die ersten RV in Las Vegas eingetroffen und verwandeln seitdem den Motorspeedway einem einzigen großen Campingplatz. Über 120.000 Fans werden in der Stadt erwartet, was Party pur verspricht. Denn hier lockt nicht nur das Rennfieber. Das Wetter soll zwar schlechter werden, aber Rennfans wissen schon man sich flüssig, ähm warm hält.....

Mittwoch - 08.03.2006 - Aktuelle Arbeit
Ich hatte ja schon im Januar angemerkt, dass ich nach zwei Tagen kurzerhand den Arbeitgeber gewechselt habe, aber ganz vergessen euch mitzuteilen, wo ich jetzt eigentlich tätig bin. Meine neue Arbeitsstelle als Intern habe ich bei PRAML International, Fine Food Distributor gefunden. Dir Firma ist wie man sich schon denken kann in der Lebensmittelbranche tätig und beliefert nahezu alle Casinos und Hotels mit den erlesensten Produkten was sich eine Gourmet nur vorstellen kann. Ok, wir verkaufen auch Butter und Marmelade, aber die schmeckt dann schon besonders gut :-) Daneben gibt es noch eine Firmeneigene Produktlinie "Coccinelle" welche u.a. aus feinem Pastry und Danish besteht. Aber auch Öle und diverse hochwertig verarbeitete Gewürze stehen zur Auswahl. Was die Firma auszeichnet ist der perfekte Service rund um den Kunden. Geht nicht, gibts nicht. Nur nicht ganz so plumb wie beim Bauhaus. Während die meisten Lieferungen aus den USA kommen, werden auch spezielle Produkte aus Italien, Schweiz, Frankreich und Deutschland importiert. Sonst gäb es hier ja keine einzige gute Schokolade!
Neben meinen täglichen Tätigkeiten überall in den Abteilungen, sehe ich auch immer Mal hinter die Kulissen der großen Hotels und ich kanns euch sagen; Sich in den Labyrinthen der Hotelanlagen zu verlaufen ist keine Schande. Die Fassade, welche man von außen sieht macht meist nur 1/5 von dem ganzen Komplex aus. Demnächst noch etwas mehr dazu.

Mittwoch - 22.02.2006 - Theaterproben des German Drama Kurses
Zwar bin ich im zweiten Halbjahr des PPP´s kein Student an der University of Nevada Las Vegas mehr, aber trotzdem unterstütze ich den German Club und besonders den German Drama Kurs. Ziel des Kurses ist das Kennenlernen von deutschsprachigen Dramatigern und Schriftstellern der Romantik sowie des Realismus. Zudem wird bis zum Ende des Semester das Stück "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch (wohlgemerkt auf Deutsch) einstudiert und einmalig aufgeführt. Zwar habe ich keine Rolle in dem Stück, da wir diese alle mit amerikanischen Studenten besetzen konnten, doch wirke ich als Co-Regisseur mit und helfen den Akteuren mit ihren Rollen. Vorallem bei Aussprache und Gestik versuche ich viel zu helfen und meine Erfahrungen vom Selbstspielen weiterzugeben. Heute haben wir nun zum ersten Mal richtig geprobt und Bewegungsabläufe besprochen. Bisher war Deutsch immer eine Party, aber nun wird es ein hartes Stück Arbeit für die Studenten.

Montag - 13.02.2006 - Kurztrip nach Denver
Am vergangenen Wochenden kehrte ich nach Denver, die Stadt, in welche ich mich schon auf meiner HomeStayTour (HST) verliebt habe, zurück. Southwest Airlines macht es möglich, dass ich verschiedene Städte mit dem Flugzeug zum gleichen Preis, wenn nicht sogar günstiger, erreichen kann als mit dem Auto. Im Falle von Denver fliegt man auch einfach mal über die Rocky Mountains hinweg und landet zwei Stunden später in der Hauptstadt Colorados. Vom Flugzeug aus denkt man es geht noch schlimmer als die Wüste um Las Vegas, denn rund um Denver sieht man außer endlose weite Weidenfelder gar nichts. Aber warum Denver? Nach einem sonnigen Winter hatte ich richtig Lust auf Schnee, kalte Temperaturen und frische Luft. Außerdem konnte ich so meine Hosts von der HST, Lexy und Chris, wiedertreffen. Seit Oktober gab es auch Nachwuchs und so lernte ich auch den kleinen Giovanni kennen. Natürlich das süßeste Baby der Welt... Zwar hatte ich nur von Freitag abend bis Montag morgen Zeit, was aber vom Unterhaltungswert völlig ausreichend war. Außerdem macht es Spass einfach mal rumzujetten. U.a. waren wir in dem kleinen Bergdorf Estel, wo wir Westernbilder haben machen lassen und Franziskaner Weißbier in grünen Flaschen entdeckt haben. Zudem besuchten wir das berühmte "Stanley Hotel" welches dem ein oder andern aus Stephen Kings Film "Shining" bekannt sein sollte. Daneben war es einfach schön ein gemütliches Wochenende bei Chris und Lexy zu verbringen und Giovanni kennen zu lernen. Bestimmt war es nicht mein letzter Besuch in Denver und ich freue mich bereits jetzt auf ein Wiedersehen. Bilder zum Wochenende findet ihr hier
Dazu habe ich einen kleinen Bericht über Denver geschrieben und warum ich hier gerne wohnen würde.

Sonntag - 05.02.2006 - Hooters Casino Eröffnung und Super Bowl
Was hat das Hooters mit dem Super Bowl gemeinsam? Beides ist durchaus sehenswert....So stand es außer Frage, dass ich das Super Bowl Finale im frisch eröffneten Hooters Casino geschaut habe. Natürlich hatten wir hier in Las Vegas schon drei Hooters Restaurants, aber nun wurde das erste Casino eröffnet. Wo sonst, wenn nicht in Las Vegas. Es liegt zwar nicht direkt auf dem Strip, aber nur wenige Meter davon entfernt bietet natürlich die schönsten Bedienungen auf. Wie man es von Hooters eben gewohnt ist. Während Donnerstag Abend nur Eröffnung für geladene Gäste war (Larry hat nur meine Einladung verloren....;-), war dann ab Freitag das Casino für jeden offen. Samstag gab es eine Showeinlage der 2006 Kalendergirls mit Buffet und anschließend signierten alle 40 Schönheiten den neuen Kalender. Ich habe gehört, Blinde sollen danach sogar wieder gesehen haben! Klar, dass ich da nicht fehlen durfte. Schließlich besser fürs Auge als Karotten essen. Sonntags wurde dann der Super Bowl auf dutzenden Screens übertragen und man konnte von überall aus das Spiel sehen. Natürlich waren auch die Girls wieder da. Das Spiel solala, an der Slotmaschine $3 gut gemacht und insgesamt ein gemütlicher Sonntag. Hier habe ich mich auch in den Players Club eingetragen. Nach MGM, Venetian, Caesars Palace und Harrahs eine weitere "Souvenierkarte". Natürlich hab ich mir auch auf der Straße auch eine Super Bowl Shirt gekauft....aber erst nach dem Spiel, den da haben sie anstatt $10 nur noch $6 gekostet!

Samstag - 14.01.2006 - Lake Havasu
Arbeiten kann so anstrengend sein, da war Urlaub nach einer Woche schon mal angebracht....Und so beschloss ich mit meinem Hostdad einen Tag lang am Colorado River entlang zum Lake Havasu zu fahren. Zudem sollte noch Laughlin, eine Art klein Las Vegas an der Grenze zu Arizona, sein. Das Wetter war einfach traumhaft und bei 25 Grad genossen wir den Tag, u.a. unter Palmen, in vollen Zügen. Daneben führte uns die Tour mal locker durch die drei Bundesstaaten Nevada, Californien und Arizona. Den kompletten Bericht dazu könnt ihr hier nachlesen.

Montag - 08.01.2006 - Neuer Job
Wenn ihr öfters oder gar regelmäßig meine Seite besucht, habt ihr bestimmt auch mitbekommen, dass ich ursprünglich als Verkäufer bei einer Trinkwasserfirma angefangen habe. Eigentlich hörte sich der Job auch gut an. Aber beim Hören blieb es leider auch. Die Freude darüber, dass ich erst am 2. Januar anfangen musste, war schnell vergangen, als ich feststellte, wie die Arbeit wirklich ablief, was meine Aufgaben waren und wie so das Geschäftsklima war. Am ersten Tag bekam ich den Firmen-Van und 4 Firmen-Shirts und durfte sofort auf Verkaufstour gehen. Fragt sich nur mit was. Ich wurde weder eingewießen noch in irgendein Training aufgenommen. Kollegen gab es keine und eine Übersichts-Preisliste nur auf Nachfrage. Diese war dann auch noch handgeschrieben. Für einen Ami bestimmt eine Herausforderung, aber für mich, bei allem Respekt und Motivation, die reinste Zumutung. Schon am zweiten Tag war ich recht verzweifelt und das Autoradio mein bester Freund. Ich wusste, was auf den Straßen in Vegas los ist, aber Wasser hab ich keins verkauft. Das war schon reine Glückssache, wie man später auch zugab. Glücklicherweise bekam ich Donnerstags einen Anruf von meinem jetztigen Arbeitgeber, welcher mir in seiner Firma einen Job anbot. Gesagt getan. Donnerstag morgens Vorstellungsgespräch, mittags gekündigt und montags in der neuen Firma angefangen.

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr !! New Yeae 06 Las Vegas

Sonntag - 01.01.2006 - Welcome 2006
Happy New Year hieß es pünktlich um Mitternacht als wir inmitten von über 300.000 Leuten auf dem Las Vegas Boulevard feierten und das riesen Feuerwerk zum Abschluss des Jubiläumsjahres genossen. Nachdem es schon den ganzen Tag fürchterlich gestürmt hatte, begann es doch tatsächlich nachmittags kurz zu regnen und wir stellten uns schon auf ein verregnetes Fest ein. Und das nachdem ich hier erst zweimal so etwas annäherndes wie Regen erlebt habe. Doch traf meine Vermutung zu, dass es bis später wieder aufhört, weil es schon so früh regnete. Und so verließen wir dann auch bei trockenem, windstillen und fast schon wieder warmem Wetter das Haus, um uns mit anderen PPP´lern in ihrem Hotelzimmer zu treffen. Dort angekommen feierten wir schon mal New Year am Fernsehen, da ja die Ostküste schon drei Stunden vor uns ins neue Jahr rutschte. Es folgten dann noch Chicago und Denver, bis wir uns dann zum Strip aufmachten um die Party in Las Vegas zu genießen. Mit der Monorail ging es dan auch direkt in die Mitte des Strips, wo schon alles dicht gedrängt stand und den Jahreswechsel gespannt erwartete. Um Mitternacht gab es dann kein Halten mehr und wir feierten im Wahrsten Sinne bis zum Umfallen. Nebenbei wurde in Las Vegas Downtown auch mit 14.000 Teilnehmern der weltweit größte Toast ausgesprochen, was zugleich einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde bedeutete. Insgesamt war es eine super Feier, die ich so schnell nicht vergessen werde. Bilder von der Feier gibt es hier zu sehen.

Samstag - 31.12.2005 - New Years Eve
Genau nach 151 Tagen USA endet für mich ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen. Ich habe neue Freunde gewonnen, aber leider auch sehr wichtige Freunde verloren. Sie werden genauso für immer in bester Erinnerung bleiben, wie meine Zeit in den USA. Denn ohne meine Freunde, wäre ich nur halb so viel Wert. An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Familie, bei meinen Freunden und Bekannten bedanken, welche mir vor der Reise und auch jetzt noch immer Mut zusprechen, Kraft geben und immer noch ihre Freundschaft mit mir teilen, mich stolz machen, sie alle zu haben. DANKE!!
Heute Abend soll es deshalb so richtig krachen und geht das besser als auf der größten Party der USA. Mit dem Jahreswechsel geht in Las Vegas das Jubiläumsjahr zum 100jährigen Bestehen der Gamble-Metropole zu Ende. Für die Feierlichkeiten wird der Las Vegas Boulevard auf einer Länge von 4,5 Meilen gesperrt und es entzündet sich um Mitternacht ein 5 Meilen langes Feuerwerk, welches von mehren Casinos abgeschossen wird. Im wahrsten Sinne ein Fest der Superlative. Wir werden uns vorher noch einmal einen genauen Überblick über den Strip vom Stratosphere Tower aus verschaffen und uns dann gegen Abend zu den Feierlichkeiten aufmachen. Die Party ist natürlich wie zu Hause auch immer mit "Open End" und wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Schlückchen her. Ich wünsche euch viel Glück, Erfolg und Gesundheit für das kommende Jahr. In diesem Sinne stoße ich mit euch allen auf das Neue Jahr 2006 an. "Proschd Neijohr!!!"

Sonntag - 25.12.2005 - Christmas Day
Die Geschenke lagen zum Teil schon seit Mittwoch unter dem Tannenbaum, also hatte Santa Clause nicht mehr allzu viel Arbeit, damit wir heute eine üppige Bescherung hatten. Doch die Spannung wurde noch etwas aufrecht erhalten, weil heute morgen zuerst in in die Kirche gegangen sind. "Oh, the german guy with the Glühwein...." Mittlerweile wussten die meisten sogar den richtigen Namen und ich war so erleichtert, dass keiner Kopfweh hatte. Wie immer wurde man von allen Seiten herzlich begrüßt, einem Merry Christmas gewünscht und gemeinsam schwärmte man doch über den tollen Sonnentag zu Weihnachten...einfach "traumhaft". Nach dem Gottesdienst wurden dann noch eifrig Plätzen und andere Süßigkeiten ausgetauscht, bevor es dann nach Hause ging. Und dann war es soweit. Zuerst mussten die prall gefüllten "Weihnachtsstrümpfe" dran glauben. Eine Mischung aus Süßigkeiten und kleinen Geschenken. U.a. war bei mir ein trommelnder Yankee-Santa-Clause drin. Danach ging es dann ans eingemachte und nach einer Weile sah es im Wohnzimmer aus wie auf einem Schlachtfeld. Zeit, um Mr. Bunny aus dem Käfig zu lassen, der total außer sich war und sich in die Papierberge reinfrass. Ja, unser Hase isst am liebsten Papier und Karton!! Nach der Bescherung gab es dann (Nach)Mittagessen und anschließend eine gemütliche Filmrunde im Wohnzimmer. Der Rest des Tages war dann sehr gemütlich und wir zogen uns erstmal in den Whirpool zurück und spielten noch einige Runden Billiard.

Samstag - 24.12.2005 - Christmas Eve Party - Glühwein olé
Anstatt Heiligabend gab es heute Abend eine Christmas Eve Party bei Bekannten meiner Hostfamilie. Da ich da nicht einfach so hingehen wollte, überlegte ich mir was ich spezielles machen könnte, um mich für die Einladung zu bedanken und den Leute eine Freude zu bereiten. Da fiel mir spontan Glühwein ein. Naja, dachte ich mir. Amerikaner und Glühwein?! Mein Hostdad mag ihn, aber er kennt ihn ja schon und hat ihn schon oft und gerne getrunken. Aber was soll man bei 20 Grad mit Glühwein.... Egal, gesagt getan und da man den Glühwein hier nicht fertig kaufen kann, ging ich erst einmal einkaufen. Vor der Party hab ich dann den Glühwein aufgesetzt und Larry schaute schon skeptisch als ich mit 2 Töpfen da stand. Um nicht so verdorben zu wirken, habe ich natürlich auch einen non-alcoholic Glühwein aufgesetzt. Die Fahrt mit den vollen Töpfen, welche schon eine echte Herausforderung war, war nur noch von der Anspannung, wie der Glühwein ankommt, zu übertreffen. Mir hat er beim Vorkosten schon mal gut geschmeckt. Völlig überrascht von dem "Mitbringsel" wurde der Topf mit dem Glühwein gleich mal auf dem Herd platziert. Der non-alcoholic Glühwein wurde ersteinmal zur Seite gestellt. Es gab erste Fragen, was das ist und als der Glühwein auf einmal "Port" hieß, gab es kein Halten mehr. Der Eierlikör hatte ausgedient und der Glühwein stand im Mittelpunkt. Naja, dachte ich: Lass die mal probieren, ich nehm dann den Eierlikör, verträgt sich eh besser mit der Temperatur. Eine halbe Stunde später habe ich dann schon ziemlich tief in den Topf schauen müssen, um den Rest des Glühweins sehen zu können. Der Glühwein war der Hit des Abends!! Mein Gastbruder meinte nur: "You are the Top of the Party" Es kam keiner an dem Topf vorbei, ohne dass er probieren musste und ich hatte noch nie Leute so begeistert vom Glühwein gesehen. Doch auch der beste Tropfen ging dann zu Ende und mit dem alkoholfreien wusste man nichts so recht anzufangen. Also musste Bacardi und Jim Beam für nen "Shot" herhalten. Aber einen Tip bekam ich dann doch noch: Das nächste Mal lieber 2 Töpfe Glühwein :-)
Abgesehen davon war der Abend super lustig. Viele bekannte Leute von der Kirche waren da und es hab überall viel zu erzählen. "Nein, wir haben keinen Schnee in Deutschland.... Aber lieber Weihnachten ohne Schnee bei 20 Gard anstatt bei 0 Grad."

Samstag - 24.12.2005 - Merry Christmas
Wie schnell doch die ersten Monate hier in den USA vergangen sind. Ankunft in New York, HomeStayTour, Uni, Jobsuche und einfach der ganz normale Wahsinn. Alles ist so schnell vorbeigegangen und nun kann ich an Weihnachten schon auf die erste Hälfte meines USA-Jahres zurückblicken.
Weinachten ist hier erst am 25. Dezember und daher muss ich noch einen Tag auf die Bescherung warten, aber bereits heute Abend sind wir auch eine Christmas Eve Party eingeladen und ich hab spontan daran gedacht Glühwein zu kochen. Da es den hier nicht fertig gibt, muss man das selbst mixen, ist ja aber nicht allzu schwer. Morgen gehen wird dann erst gemeinsam in den Gottesdienst und danach gibt es die Bescherung. Dann werden auch die ganzen Weinachtssocken am Kamin gefüllt sein und es gibt viele süße Leckereien. Überhaupt komme ich mir in den letzten Tagen wie in der Weihnachtsbäckerei vor. Die tollsten Kuchen, Plätzchen und süße Teilchen werden hier gemacht. Man kommt mit dem Essen fast nicht nach. Kinder, das ist ein Leben. Lediglich das Wetter verhält sich überhaupt nicht weihnachtlich. Bei sonnigen 20° C gibt es dieses Jahr Weihnachten unter Palmen....
Nach dem Wochenende kommen dann ein paar PPP´ler in die Stadt und wir rocken zusammen die New Year Party auf dem Strip. Dafür wird der Las Vegas Boulevard extra auf einer Länge von 4,5 Meilen abgesperrt und es gibt ein riesen Feuerwerk an vier verschieden Casinos. Insgesamt rechnet man mit der zweitgrößten Party der USA. Na wenn das kein Silvesterknaller ist.

Samstag - 24.12.2005 - Aviator Howard Huges
Heute wäre eine der wichtigsten Personen in Las Vegas 100 Jahre alt geworden. Schade, dass Howard Hughes, welcher in den 60er Jahren mehrere Casinos und die Mehrheit der Grundsstücke besaß, nicht mehr den 100jährigen Geburtstag der Spielermetropole erlebt. Hughes verbrachte angeblich die letzten 18 Jahre seines Lebens in völliger Abgeschiedenheit in verdunkelten Hotelzimmern, und es heißt, er habe sich fast nur noch von Eiscreme ernährt, seinen Urin in Milchflaschen gesammelt und seine Nägel sehr lang wachsen lassen. Nur noch über Telefon und Briefe mit der Außenwelt verbunden, kaufte er ab 1966 zahlreiche Spielcasinos und Hotels in Las Vegas. Eine beeindrunkende Verfilmung gab es erst vor kurzem von Martin Scorsese und Leonardio DiCaprio in der Hauptrolle.
Howard Hughes wurde berühmt für seine Hollywoodproduktionen gründete die Firma Hughes Aircraft und war nach dem 2. Weltkrieg der wichtigste Rüstungsproduzent der amerikanischen Streitkräfte. Daneben besaß er die weltgrößte Fluggesellschaft TWA. Noch heute besitzt die Stiftung Howard Hughes Medical Institute viele Grundstücke in Las Vegas. Nähere Infos zu Howard Huges findet ihr hier unter Wikipedia und dem Las Vegas Review Journal. Außerdem war er auch in der Rheinpfalz ein Thema.

Freitag - 16.12.2005 - Hi, I am Kai from Crystal Peaks Water....
So, oder so ähnlich werde ich mich meinen Kunden vorstellen, wenn ich ab Januar meinen neuen Job als Handelsvertreter für Crystal Peaks Water Company antrete. Im Gegensatz zu meiner kaufmännischen Ausbildung in Deutschland arbeite ich hier nicht im Büro, sondern mache überwiegend Kundenbesuche und Neuwerbung. Klingt total anders, aber ich bin schon sehr darauf gespannt. Logischerweise habe ich dann auch eine 40h-Woche und wenn ich will darf ich natürlich auch mehr arbeiten.... ;-) Ja das ist Amerika. Aber ich denke, wenn mir der Job Spass macht ist das alles ok. Das Vorstellungsgespräch war kurz und schmerzlos. Endlich wurde mein Lebenslauf mal von Leuten gelesen, welche die deutsche Ausbildungsqualität zu schätzen wissen und da sich mein Englisch in Worten mittlerweile sehen lassen kann, haben sie mir gleich die Stelle angeboten. Und natürlich, wie kann es auch anders sein, hat mein Vorgesetzter Verwandte in Deutschland. Wer hat das nicht ?! Zwar werde ich, abgesehen von der Bescheinigung für CDS, nie einen Vertrag bekommen, aber dafür ein Firmenwagen für meine Kundenbesuche. Nach dem Jahr könnte ich wohl auch als Taxifahrer anfangen....
Ach ja, was macht meine Firma eigentlich: Wir vertreiben Trinkwasser in handlichen 0.5 L Flaschen und 5 Gallonen Kanistern incl. Kühler für Privat und Businesskunden. Alles wird nur direktgeliefert und wird nicht im Einzelhandel angeboten. Darüber hinaus vertreiben wird noch Sportlermixgetränke. Meine Aufgabe wird überwiegend die Kundenbetreung mit allen Serviceleistungen und das Werben von Neukunden sein.

Donnerstag - 15.12.2005 - Geschafft!
Mit dem letzten der drei Final Exams in Business (B+), Economics (B) und Business Law (??) habe ich heute mein Fall Semester an der University of Nevada Las Vegas abgeschlossen. Auch wenn man hier unter 16.000 Studenten nur eine Nummer war, hat es mir trotzdem sehr gut gefallen und ich werde auch weiterhin den German Club besuchen. Auf dem Campus war immer was los, so dass man nach dem Unterricht immer mal wieder bei irgendeiner Veranstaltung hängen geblieben ist. Auf jeden Fall werde ich im Frühjahr noch den Kurs "German Drama" belegen, wo ein Theaterstück einstudiert wird und wenn es mein Job zulässt würde ich auch gerne "Business Law II" machen. Aber das muss man abwarten. Jedenfalls hat mir der Unterricht Spass gemacht und ich kann auch behaupten einiges dazugelernt zu haben. Letztendlich gehe ich mit einem lachenden und weinenden Auge, da ich mich jetzt auch schon auf die neue Herausforderung in meinem Job freue.

Mittwoch - 14.12.2005 - Brief von Senator Harry Reid
Wie es sich so gehört, wenn men etwas geschenkt bekommt, bedankt man sich natürlich bei seinem Gönner oder Sponsor. In diesem Fall habe ich schon einigen Wochen einen je einen Brief an Senator Harry Reid, Minority-Leader der Demokraten im US-Congress und an Senator John Ensign geschrieben. Doch wie man das so kennt, sind die Wege der Politik meist unergründlich und vorallem viel zu lange. So dauerte es auch bis heute, dass ich von einem der beiden eine Antwort bekam. Selbstverständlich sind die Herren viel auf Reisen und hauptsächlich in Washington D.C. unterwegs, was mich auch daran zweifeln lässt, das nur ein Satz aus Reids Feder stammt. Trotzdem habe ich mich sehr über den Brief gefreut, da man sich wirklich mit meinen Inhalten befasst hat und auch über das Programm ausführlich geschrieben hat. Also nicht so eine Danke-und-viel Spass-Phrase. Auch wenn ich ihn wohl nicht selbst treffen kann, warum soll ich mich nicht einmal von seinem Büro zum Kaffee einladen lassen. Schnittchen und etwas kultureller Austausch, das ist doch die Basis von guter Politik..... Mal sehen ob sich Senator Ensign auch meldet. Ach ja und dann gibts ja noch einen Representative dem ich geschrieben habe. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erobert. Ein Highlight war eigentlich schon der Briefumschlag allein. Zwar war er in schlichtem weiß und die Adresse aufgeklebt, aber US-Senatoren brauchen keine Briefmarke, sondern da wird einfach in der Ecke die Unterschrift platziert und schon hat es seine Gültigkeit. Wen es interessiert, der kann hier den Brief selbst nachlesen und sich den Briefumschlag mal ansehen.

Dienstag - 13.12.2005 - Interview in der Rheinpfalz-Zeitung
Fast vier Monate ist jetzt schon her, als die US-Staaten Mississippi, Louisiana und Alabama von einem der schrecklichsten Hurrikanes heimgesucht wurde, Millionen von Menschen ihr Hab und Gut in den Fluten verloren und die Stadt New Orleans zu 90% versunken war. Spontan hat das 22.PPP damals in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und mit Unterstützung des ehem. Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse die Spendenaktion "Hilfe New Orleans" ins Leben gerufen. Daran und auch an meinen Aufenthalt in den USA hat sich nun die Lokalredaktion Speyer der Rheinpfalz-Zeitung erinnert und mich in einem schriftlichen Interview zu einer kurzen Stellungnahme gebeten. Das Interview, heute erschienen im Lokalteil für Speyer der Rheinpfalz-Zeitung, gibt es hier zum nachlesen.

Donnerstag - 08.12.2005 - Weihnachtsfeier des German Club
Alle Jahre wieder....kommen sie, die Weihnachtsfeiern. Typisch deutsch, trafen wir uns in einem gemütlichen Restaurant, um das vergangene Jahr ausklingen zu lassen. Weil wir mit dem German Club feierten, wurde natürlich das Café Heidelberg ausgesucht, welches und feinste deutsche Speazialitäten wie z.b. Bratwurst, Schnitzel, Sauerkraut, Rotkraut und Spätzle auftischte. Also schon fast eine Schlachtplatte. Zuvor gabs eine deftige Kartoffelsuppe und als Nachtisch einen warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis. Dazu ein Franziskaner Hefeweizen und natürlich die besten Songs von Heino und Co. Naja auf letzteres hätte ich verzichten können, aber dass gehört nunmal dazu, wenn man als Ami richtig deutsch feiern will. Wenn die wüssten..... Ein paar Bilder dazu findet ihr hier

Dienstag - 06.12.2005 - Billboard Music Awards
Am Wochenende habe ich ein echtes Schnäppchen gemacht, denn Ebay machts möglich. Eigentlich hatte ich die Werbung für die Billboard Music Awards im MGM Grand Hotel erst letzte Woche gelesen und gedacht, dass es eh viel zu teuer und auch ausverkauft wäre. Beim surfen hab ich dann 4 Karten bei Ebay entdeckt, die ich dann am Ende 20$ pro Karte unter dem regulären Preis bekam. Aber was sind eigentlich die "Billboard Music Awards"?! Preise bekommt man hier ja auch für fast alles nachgeschmissen. Diesmal ging es um die Tops bei den meisterverkauften Platten. Also jeder, der in einer Kategorie einen Nummer 1 Hit hatte, war nominiert. Doch es gewinnen eh immer wieder die gleichen.... Besonders geil waren dann schon eher die Live Acts auf der Bühne und allein schon die Eröffnung von Green Day war es wert hinzugehen. Da es eine Live-Aufzeichnung war musste man bis zu einem bestimmtem Zeitpunkt drin sein. Aber dafür gab es während der Show genug Toilettenpausen, oder wenn man den Künstler nicht mochte, dann holte man sich eben einen Snack. Für manche Leute war es wie ein Laufsteg, ander erschienen im typischen Tourie-Look mit Shorts und weitaufgeknöpftem Hemd, dass gerade noch so den Bauch zurückhielt. Und ich habe noch nie so ein begeisterungsfähiges Publikum gesehen, wie die Amerikaner. Man muss nur laut "Make noise" in die Menge rufen und schon können die auf Knopfdruck ausflippen (sogar beim Country). Aber ansonsten widmet man sich lieber seinen Tacos und Tortillias, der XXL-Coke und dem Bewerten von Silikonimplantaten. Für viele war es einfach nur ein anderer unterhaltsamer Abend in Las Vegas.

Sonntag - 04.12.2005 - Wochenend-Trip nach Californien
Wochenenden können manchmal so kurz sein. So war es zumindest die letzten 3 Tage, als ich mit meinem Hostdad einen Wochenendtrip nach Californien gemacht habe. Für mich ging es am Freitag Morgen los und Larry holte mich in Burbank (nahe Los Angeles) am Flughafen ab. Den Freitag verbrachten wir komplett im Jean Paul Getty Museum. Ein riesiges Museumsgelände, dass von dem Milliardär erbaut und mit diversen Kunstschätzen ausgestattet wurde. Das Gelände umfasst mehrere Komplexe mit dauerhaften und wechselnden Ausstellungen. Am Samstag fuhren wir dann über den PCH (Pacific Coast Highway) nach Santa Barbara und besichtigten dort die "Old Mission" und die Downtown mit dem historischen Court House, dass immer noch als Gericht genutzt wird. Außerdem fuhren wir einen Scenic Drive durch Santa Barbara ab. Gegen Abend erwarteten wir den Sonnenuntergang am Pier von Santa Barbara und aßen im berühmten "Moby Dick" zu Abend. Danach fuhren wir in unser Hotel in Ventura, von dem wir uns dann sonntags zu den Channel Islands aufmachten. Leider war das Wetter sehr stürmisch und eine Überfahrt zu den Inseln war nicht möglich. Doch der Strandspaziergang entlohnte den Ausfall sehr gut. Da wir deshalb mehr Zeit hatten, fuhren wir noch in die "Santa Monica Mountains", ebenfalls ein Nationalpark. Über eine kurvenreiche Gebirgsstraße mit einmaliger Aussicht auf Los Angeles und den Pazifik ging es runter zum Malibu Beach. Trotz etwas kalten Temperaturen, lies ich es mir nicht nehmen, mich in die Wellen zu stürzen. Über den "Mulholland Drive" welcher sich über die Hollywood Hills schlängelt, dabei u.a. durch die Stadtteile Bel-Air und Beverly Hills führt und einen einzigartigen Blick auf die prachtvollsten Villen und den Pazifik ermöglicht, ging es zuletzt zurück zum Flughafen nach Burbank. Mit etwas Verspätung kamen wir dann wieder gut in Las Vegas an und stelletn fest, es war ein super Wochenende. Den Bericht gibt es in Kürze zu lesen. Bilder könnt ihr jetzt schon anschauen.

Donnerstag - 01.12.2005 - Ende der Spendenaktion des 22.PPP für New Orleans
Unsere Spendenaktion zu Gunsten der Hurrikan Opfer Katrina ist seit 30. November beendet und ergab einen Erlös von € 2455,78. Mit diesem Geld wurden in der Katastrophenregion Notunterkünfte gebaut, Mahlzeiten ausgegeben und finanzielle Hilfe geleistet. Das 22.PPP bedankt sich bei allen Spendern, die geholfen haben, das Leid dieser Menschen zu lindern und Ihnen einen Neunanfang ermöglicht haben. Eine offizielles Dankschreiben des DRK liegt uns auch vor und kann hier angesehen werden.

Donnerstag - 24.11.2005 - Thanksgiving
Heute war es denn endlich soweit. Der amerikanische Feiertag schlechthin stand heute auf dem Plan und der Truthahn schon in den Startlöchern, bzw. im Ofen. Heute wurde Thanksgiving in ganz traditioneller Weise gefeiert. Wer nicht in New York ist, hat die Möglichkeit die Macy Parade mit riesigen Ballons am Fernsehen zu verfolgen. Bedauerlicherweise wurden dieses Jahr bei einem Zwischenfall zwei Menschen verletzt. Bei uns gab es um 04:00pm dann das große Festmahl. Gefüllter Truthahn, Kartoffelbrei, Gemüse, Pumkin Bread, Kompott und Pumkin Pie als Desert. Insgesamt war es das große (Fr)Essen. Weil wir acht Personen waren, wurde kurzerhand der Pool Tisch zur Speisetafel umfunktioniert und bei klassischer Musik von Bach wurde ersteinmal mit Sekt angestossen. Das Filtetieren des Truthahns übernahm natürlich der Hausherr persönlich. Einmal die Gabel in der Hand, gab es kein Halten mehr. Doch eigentlich konnte man sich ja Zeit lassen, denn selbst wenn er wollte, der Truthahn konnte nicht mehr fliehen!
Nach dem Essen spielten wir einige Runden Pool, bevor wir uns dann einem spannenden James Bond-Film widmeten. Noch einmal ein paar Runden Pool und dann ging es auch schon schlafen, denn schließlich mussten wir für die große Rabattschlacht am nächsten Morgen fit sein.
Der Wecker klingelte um 4:30am. Naja, gehört habe ich ihn nicht, aber ich wurde geweckt und so machten wir uns totmüde zum ersten Schnäppchenkauf im nahegelegenen Elektronikladen auf. Aber gegen die "Camper" hatten wir keine Chance und so zogen wir uns geschlagen zurück und gingen erst einmal frühstücken. Nach ein paar Runden Kaffee, gings dann los in die Outlet Mall. Und hier purzelten die Preise. Spontan wurde ein Shopping Club gegründet, wodurch wir alleine bei Tommy Hilfiger 55% Rabatt pro Kleidungsstück bekamen. Überhaupt habe ich nichts gekauft, auf das es weniger als 40% Prozent gab. Allein der Verstand hielt mich vom Rausch fern.... Aber da ich ja hier wohne....bald wieder Feiertage sind....konnte ich mich damit abfinden. Trotzdem hätte ich nie gedacht jemals mit zwei vollen Einkaufstüten aus dem Tommy Laden zu spazieren. Der Anfang war gemacht. Schließlich war es eine Mall. Nach diversen Bordershops, Reebok und Nike waren wir alle super happy und konnten beruhigt nach Hause fahren. Das Verrückte zum Schluss: Die Männer haben den Kauf-Wettbewerb klar gewonnen!!

Dienstag - 22.11.2005 - Jimmy Carter signiert in Las Vegas
Während in Deutschland die erste Bundeskanzlerin gewäht wurde, signierte ein ehemaliger US Präsident sein neuestes Buch. Und das war kein geringerer als Jimmy Carter. Sein neues Buch "Our endangered values" - America´s moral crisis, erschien vor kurzem in den Buchhandlungen und zurzeit tourt Jimmy auf Promotion Tour durch die USA. Heute war er nur ab 11.30am im Brooker Book Store in Las Vegas. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen wollte. Man weiß, wann man wieder die Chance hat ein signiertes Buch eine US Präsidenten zu bekommen! Als ich ankam war der Antrang schon beachtlich (aber weitaus geringer als bei Ashlee Simpson in Hollywood). Natürlich musste man sich vor dem Signieren ein Exemplar kaufen. Dieses gabs sogar mit einem Rabatt von 30% und kostete dann lediglich $17,50. Trotz der vielen Leute ging es überraschender Weise recht schnell voran. Dabei muss man erwähnen, das der gute Jimmy ja schon 81 Jahre alt ist. Alles war natürlich super professionell geplant. Viele Securities und noch mehr Helfer und Helfeshelfer schwärmten durch den Laden. Kurz bevor man Carter erblicken konnte, wurde man gebeten den Außenumschlag schon in die Titelseite zu schlagen, damit er gleich dir richtige Stelle hat. Am Signiertisch selbst, wurden einem die Bücher abgenommen und ihm vorgelegt. Ich hätte ihn gerne gefragt, ob er auch einen PPP´Flyer signieren würde, aber die Securities fertigten einem schnell ab. Lediglich ein Händedruck und ein smartes Lächeln waren noch drin. Neben der Freude, das Autogram zu haben, war dann doch etwas Wehmut da, weil es absolut unpersönlich war. Trotzdem sollte ich zufrieden sein, dass ich die Chance hatte. Fotografieren war leider auch verboten, aber das Buch und die Signatur findet ihr hier

Donnerstag - 17.11.2005 - School Board Meeting des Clark County
Bereits am Montag erreichte mich durch Prof. Daniel Villanueva (CDS-Coordinator at UNLV) eine email, in der berichtet wird, dass alle Deutsche Klassen im Clark County gänzlich gestrichen werden. Als wäre dieser Vorgang an sich schon nicht schlimm genug, wurde diese Entscheidung von einer einzigen Person ohne weitere Absprache getroffen. Das kann hier nur eines bedeuten: PROTEST. Naja, wir sind nicht gleich auf die Strasse gegangen, aber man hat uns darum gebeten bei dem Meeting als Redner ein paar unterstützende Worte zu sagen. Gesagt getan. Ich habe dann gestern angerufen und mich auf die Rednerliste setzen lassen. § Minuten Redezeit schien ich ganz gut ausfüllen zu können.
Von dem Meeting war ich dann mehr als fasziniert. Als ich den Saal betrat wirkte alles wie in einem Gerichtssaal. Alle Wände komplett mit Holz vertäfelt, zwei Spangled Banner zierten den Rückwand, die Sitze des Präsidenten und der Board Member leicht erhöht und hinter einer riesigen Holzballustrade versteckt. Das ganze wurde dann noch von diversen Beratern und Schiftführerinnen ergänzt und für Wortmeldungen gab es ein Rednerpult. "Das Volk" hatte dahinter Platz zu nehmen. Die übrigen Gäste wurden des Saals verwiesen, bis wieder Plätze frei wurden. Kommuniziert wurde nur über Mikrofone und man durfte nur reden, wenn der Präsident einem das Wort erteilt hatte. Deshalb musste auch jede Wortmeldung und Antwort mit "Mr. President" und dem Namen des Members, welches die Frage gestellt hatte, beginnen. Doch nun zurück zum Anfang mit dem ersten (erschreckenden) Highlight: Das Prozedere begann zu erst mit einem Gebet (dass man auch ja die "richtigen" Entscheidungen trifft) und anschließenden militärischen Ehren. Das war echt der Abschuss. Stolzierten vier Halbwüchsige in Armeeuniformen mit dem Spangled Banner und echten Waffen schön in der Formation herein und präsentierten zu Ehren des Boards. Fehlte nur noch das große Halali !!
Nach knapp 2 Stunden war dann auch unser Punkt dran und wir wurden namentlich aufgerufen und zun Rednerpult gebeten. Während jeder mit dem vollen Namen benannt wurde, beließ man es bei mir beim Mr. Deller :-) Wow, da stand ich nun. Auge in Auge mit einem Präsidenten. Der Blickkontakt war aber sehr schwer, weil seine schon fast zufielen. Also mal alle ganz förmlich begrüsst und losgelegt. Leider konnte ich nicht alles sagen, weil die Redezeit statt drei nur zwei Minuten betragen hat und das wurde einem auch "sehr höflich" mit einer Ampel angezeigt. Jedenfalls waren alle total aus dem Häuschen, dass sich sogar ein Deutscher hier engagiert und ich fand die ganze Aktion mal richtig spannend. Eben typisch amerikanisch! Wen es interessiert, der kann hier mein Manuskript lesen

Sonntag - 13.11.2005 - Grand Canyon / West Rim
Ich traf mich am Freitag um 4:30pm an der Uni mit den restlichen Teilnehmern für die anstehende Grand Canyon Tour meiner Uni. Wir waren insgesamt 10 Leute, welche das Wochenende über am "West Rim" (Rim=Rand) des Canyons verbrachten. Offiziell gibt es nur den "North Rim" und den "South Rim". Wir waren allerdings in einem Campout westlich des "North Rim". Da die Strecke zum Campout zu weit war, die letzten 40 Meilen offroad durch die Wüste führten und daher nur bei Tageslicht befahrbar sind, verbrachten wir die erste Nacht auf einem Campside außerhalb des Grand Canyons. Das windige Tableau erreichten wir erst bei Dunkelheit. Trotzdem konnten wir schnell die Zelte aufschlagen und uns noch etwas zusammensetzten. Die Kälte, immerhin 18° Fahrenheit, trieb uns aber schnell in die Schlafsäcke. Zeitgleich schneite es im Grand Canyon und wir hofften auf besseres Wetter. Das Wochenende wurde dann wunderschön mit Tageswerten von 62° Fahrenheit. Nach kurzem Frühstück und 3 Stunden Fahrt erreichten wir dann das Campout im Grand Canyon. Nach dem Aufbau der Zelte machten wir uns zu einer ersten Wanderung zum Rim auf und bekamen einen fantastischen Blick über den 3000 ft. tiefen Canyon. Anschließend verfolgten wir den atemberaubenden Sonnenuntergang. Bereits um 5:00pm war es dunkel und wir aßen zu Abend. Nach ein paar Stunden am Lagerfeuer begaben wir uns noch auf eine kleine Nachtwanderung. Die Nacht war diesmal nicht ganz so kalt und windig.
Der Morgen begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, Bagles und frischem Kaffee. Nach dem Abbau des Camps wanderten wir dann noch am Canyon entlang und traten dann nachmittags die Heimfahrt an. Diese führte uns u.a. durch das Städtchen Colorado City, was noch heute für seine vielen bigamistischen Ehen bekannt ist. Bereits nach Einbruch der Dunkelheit erreichten wir wieder Las Vegas, was zum Schluss noch einmal einen klasse Blick auf die "Lichterstadt" zuließ. Den ausführlichen Bericht gibt es hier

Freitag - 11.11.2005 - Veterans-Day
Freitag, der 11.11. ist ... ja genau: Offizielle Eröffnung der Karnevalssaison; zumindest in Deutschland. In den USA war am Freitag Veterans-Day. In Las Vegas gab es u.a. eine Flugshow der "Thunderbirds für Militärangehörige hier auf der AirBase. Neben dem McCarran Flughafen gibt es hier in Las Vegas auch eine große AirBase, welche auch die Heimt der legendären Thunderbirds ist. Daneben gab es in mehren Casinos free lunch für alle Veterans.

Samstag - 05.11.2005 - Arizona Hot Springs
Meine Uni bietet während des ganzen Semester immer mal wieder Outdoor Adventures an. Hatte mich schon früher für zwei Ausflüge angemeldet, diese wurden allerdings immer wegen zu geringer Beteiligung abgesagt. Was mich allerdings bei tausenden von Studenten schon wundert. Doch heute gings dann endlich zu den Arizona Hot Springs. Etwa 1 Stunde entfernt von Las Vegas, kurz hinter der Grenze von Arizona lag auch schon der Parkplatz von dem aus die Wanderung losging. Ca. 3 Meilen dauerte die Wanderung durch ein uraltes Flussbett und den Canyon. Zeitweise kamen wir an dem Colorado River vorbei und genossen bei einer ersten Pause die himmlische Ruhe und den fantastischen Blick entlang des Flusses. Danach ging es weiter zu den Hot Springs, welche am Ende eines kleinen Flusslaufes lagen. Mit Hilfe einer Leiter konnte man den Wasserfall hinaufklettern, um die Hot Springs zu erreichen. Am Fuße der Becken machten wir dann unsere Mittagspause und genossen anschließend dann ein ausgedehntes Bad in den heißen Becken. Gegen nachmittag machten wir uns dann wieder auf und erreichten durch den Flusslauf auch wieder den Ausgang der Hot Springs. Der Rückweg war etwas mehr mit Klettern, aber nicht wirklich all zu schwer. Um 5:00pm waren wir dann auch wieder in Las Vegas, da es um diese Zeit bereits dunkel wird. Den kompletten Bericht gibt es hier

Mittwoch - 02.11.2005 - Cafe Heidelberg
Der Name "Cafe Heidelberg" hört sich ja schon sehr gemütlich und vorallem typisch deutsch an. Doch nicht wie durch den Namen vermutet ist das Cafe Heidelberg kein Cafe, sondern ein deutsches Restaurant mitten in Las Vegas. Da mein Hostdad bereits letzte Woche einen Coupon in der Zeitung gefunden hatte und heute ledigloch er und ich zum Essen zu Haus gewesen wären, sind wir spontan "typisch deutsch" Essen gefahren. Das Cafe Heidelberg ist aber eher eine Mischung zwischen Souvenierladen, deutschem "Tante-Emma-Laden" und einem gutbürgerlichen Lokal. In dem ganzen Geschäft gibt es eine Dauerbeschallung mit Volksmusik, Marschmusik und Schlager. Kein Wunder warum die Amerikaner denken, wir hören nur Volksmusik. Ansonsten ist das Geschäft im Lokalbereich sehr rusitkal und voller deutscher Ausstellungstücke und Bilder, insbesondere von Heidelberg. Zu Essen gabs eine sehr gute Schlachtplatte mit Schweinebraten, Bratwurst und Schnitzel. Dazu gab es Rotkraut, Sauerkraut und Bratkartoffeln. Zusammen mit einem guten Löwenbräu war es fast wie "zu Hause". Nähere Infos zum Cafe Heidelberg gibt es hier

Samstag - 29.10.2005 - Valley of Fire
Wie jeden Samstag wollte ich eigentlich morgens ab 6:30am die Livekonferenz der Fußball-Bundesliga im Internetradio hören. Aber da wir heuten in den Nevada State Park "Valley of Fire" gefahren sind, wurde daraus leider nichts. Bereits um 7:00am sind wir dann los, weil wir zur Stärkung extra zum Frühstücksbuffet in Luxor-Hotel gefahren sind. Danach gings dann los Richtung Lake Mead, wo wir uns Hausboote angeschaut haben und dann durch die Berge weiter zum "Valley of Fire" Im State Park machten wir dann 2 kleinere Wanderungen und schauten uns die verschiedenenn Gegenden an. Dass besondere an diesem State Park sind die verschiedenen Felsformationen und ihre Farbe. Doch überwiegend findet man hier den roten Sandstein. Gegen Nachmittag ging es dann über den I-15 zurück nach Las Vegas. Aufgrund der 80 Grad, die es hier immer noch hat, waren wir doch ziemlich kaputt. Genau richtig umd bei einem kühlen Bierchen die aufgenommene Sportschau zu schauen! Zu dem Bericht gehts hier.

Sonntag - 23.10.2005 - Los Angeles Trip
Gestern bin ich von meinem Trip nach Los Angeles zurückgekehrt. "Nur" 5 Stunden entfernt von Las Vegas war es eine angenehme Fahrt dorthin und bei 30° Grad das reinste Cabriovergnügen auf dem Highway. Zusammen mit Chrstine, welche in der Nähe von Salt Lake City platziert ist ging es am Donnerstag richtung L.A. Downtown. Dort trafen wir dann noch Robert (Bakersfield, CA). Über das Wochenende sahen waren wir dann in L.A. Downtown, Hollywood, Beverly Hills, Venice Beach, Santa Monica und Long Beach unterwegs. Gewohnt haben wir in einem netten Motel dirket am Strand und zentrak zur Downtown von Santa Monica gelegen. Leider war das Wetter sehr wolking und etwas kühl. Daher konnten wir auch die Hollywood-Buchstaben nicht fotografieren. Ein kleines Highlight war, dass wir auf der Promenade von Venice Beach Karl Lagerfeld getroffen haben! Ja, er war es tatsächlich. Den Bericht dazu gibts dann schnellstmöglich. Alle Fotos sind natürlich wieder in der Fotogallerie zu finden.

Dienstag - 11.10.2005 - Franz Ferdinand Konzert im Hard Rock Hotel (Joint)
Heute war es soweit meine erstes Konzert, dass ich hier in Las Vegas besuchet. Und es wird schwer sein dieses zu überbieten. Franz Ferdinand spielte im "Joint", ein Club des Hard Rock Hotels. Logischerweise gab es nur Stehplatzkarten und der Gig war ausverkauft. Das ganze begann um 08:00pm, wobei bis um 10:00pm erst einmal zwei Vorbands auftraten. Beide waren mir unbekannt und es kam auch nicht so wirklich Stimmung auf. Die erste Band war dabei noch ganz ok. Ihre Rockmusik war mit fetten Beats und anderem elektronischen Schnick-Schnack unterlegt, was für eine angenehme Diskothekenstimmung sorgte. Die zweite Band bremste dann eher das Vergnügen. Ich weiß nicht wie die Band hieß, aber stellt euch einfach Xavier Naidoo mit einer Rockband vor. Ja das kommt hin, also ziemlich schräg. Zumal der Frontsänger einen starken Hang zu Modern Talking hatte. Man wusste echt nicht, ob man jetzt rocken sollte oder einfach nur so tun sollte, als würde man zuhören.
Die Erlösung kam dann endlich um 10:10pm. Franz Ferdinand trat auf und mit einem Schlag bebte der Club. Meine Position in der vierten Reihe konnte man als Battlefield bezeichnen. Die Amerikaner und insbesondere viele Asiaten waren nicht gerade so rockig, aber zum Glück waren einige Engländer da, mit denen man den Haufen gut aufmischen konnte. So war durchgehend für Action und Stimmung gesorgt. Ich weiß nicht wie, aber meine Hand kam tatsächlich an die Gitarre von Alex Kapranos, dem Lead-Sänger. Ich habe die Hand aber trotzdem beim Duschen mitgewaschen. Stage Diving beim letzten Ende war nicht so angebracht. Zwar wäre es der schnellste Weg gewesen, nach draußen zu kommen, aber im Sinne des Programms vielleicht eher ungeschickt. Franz Ferdinand rockte schließlich durchgehend bis 11:45pm und es schallte noch zu Hause in meinen Ohren. Aber es war eine mega Party und ein heißer Tanz. Hier gibts noch ein paar Fotos

Sonntag - 02.10.2005 - Oktoberfest des German Social Club
An diesem und nächstem Wochenende findet im German Social Club ein Oktoberfest statt. Super dachte ich. Deutsches Bier, Schweinshaxe mit Sauerkraut und Zünftige Musik. Leider kam es ganz und gar nicht so. Als wir uns um 04:00 mit dem German Club dort trafen, waren wir lediglich zu viert und der Rest der anwesenden Gäste war fast schon deutlich über 60. Soviel zum Thema Tradition.... Im Club selbst was einem noch älteren Schwarzwaldhaus glich, spielte ein einsamer Alleinunterhalter ein paar Schunkellieder, welche aber hier kaum noch einer kennt. Vielleicht war das der Grund, warum er sein Reportoiare alle 30 Minuten wiederholte. Deutsches Bier gab es leider auch keins und zu Essen nur halb verkohlte Brathähnchen. Absolut nicht empfehlenswert. Doch sollte es noch schlimmer kommen! Der mit Abstand glanzvollste Höhepunkt war die Vorführung von Volkstänzen der örtlichen Volkstanzgruppe. Alle in schön in Trachten verpackt, tanzten sie uns einige bayrische Schuhplatterl-Tänze vor. Immerhin konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen und es war fast interessant, weil sie gar nicht so schlecht waren. Trotzdem war die Veranstaltung nicht mehr zu retten.
Deshlab beschlossen wir kurzerhand uns auf den Weg ins Hofbräuhaus zu machen, wo dann der Abend gebührend ausklang. Das Positive war, dass ich Pfälzer kennen getroffen habe. Die Mutter einer UNLV-Studentin kommt aus der Pfalz und mit ihrem Mann hatte sie unter anderem 2 Jahre in Germersheim gelebt, wo er bei der Army staioniert war. Der Austausch über Weinfeste, Federweiser und Zwiebelkuchen war sehr lustig , aber rief auch etwas Wehmut hervor. Die Deutsche Kultur leidet wirklich sehr in Las Vegas, soll es doch vor Jahren gerade ungekehrt gewesen sein.

Samstag, 01.10.2005 - Yucca Mountain Project
Bereits um 6:00 heute Morgen ging es los zu einer Besichtigungsfahrt des Yucca Mountain Projects in den Bergen Nevadas. Das Project für welches u.a. auh meine Hostdad als Anwalt zuständig ist befasst sich mit der Endlagerung von Nuklearbrennstäben. In dem ca. 13 Meilen langen Testtunnel, 100 Meilen von Las Vegas entfernt gelegen, werden Untersuchungen gemacht, inwieweit es möglich ist, Nuklearbrennstäbe und radioaktiven Müll endzulagern. Dabei werden überwiegend Tests zur Konsistenz des Gesteins, Einflüsse der Natur auf die Gesteinsschichten und vorallem die mögliche Wirkung von radioaktivem Material auf die Tunnel durchgeführt. Bisher ist noch alles im Teststatu, doch wartet man bereits auf die endgültige Erlaubnis....

Freitag, 30.09.2005 - Freemont Street
Die Anfänge des Glückspiels lagen eigentlich auf der Freemont Street. Hier findet man die älteren Casinos der Stadt, aber dafür die besten und schillerndsten Lecuhtreklamen. Die Casionos sind noch sehr klassisch mit Kronleuchtern, Tiffany-GLas und sehr viel Blattgold ausgestattet. Man fühlt sich teilweise fast wie im Wilden Westen. Doch zuvpr fuhr ich mit meinem Host Dad auf eine der Anhöhen von Las Vegas um die Stadt mit ihren Millionen Lichtern bei Nacht zu betrachten. Das Ergebnis war überwältigend. Fotos dazu gibt es hier.
In der Freemont Street angekommen genehmigten wir uns ersteinmal ein gutes Bier von der Hausbrauerei der Main Station. In den kleinen Hausbraureien findet man einfach noch das beste Bier. Anschließend ging es dann durch die Passage, welche mit einer Laserdecke überdacht ist. Alle 30 Minuten kann man hier eine Lasershow per excellance betrachten. Die Highlights sind auch hier die prächtigen Casinos. Auf zwei Bühnen spielen an den Wochenenden häufig Live-Bands oder es finden andere kostenlose Shows statt. Der Straßenverkehr ist hier völlig ausgeschlossen und man kann gemütlich durch die Passage flaniren.

Freitag, 30.09.2005 - Tour zum Red Rock National Park
Freitags frei ist gar nicht so schlecht. Allerdings sollte man diesen tag schon nutzen, anstatt ihn nur zu verschlafen. Ursprünglich wollte ich heute zum Lake Mead und anschließen zum Hoover Dam fahren. Jedoch will mein Hostdad mit mir diese Tour machen und so beschloss ich, zum Red Rock Canyon zu fahren. Das Wetter war wie immer perefkt: Sonnig, 32°, einfach herrlich. Mit offenem Verdeck ging es dann quer durch Las Vegas Richtung Berge. Im Reiseführer stand eine Beschreibung von 35 Meilen, was mich sehr stutzig machte, da ich nach 25 Meilen immer noch in Las Vegas war. Doch einmal die Stadtgrenze erreicht benötigte es nur wenige Kurven, um die Stadt hinter den ersten Bergen verschwinden zu lassen und schon stand ich vor dem Red Rock Canyon National Park....

Donnerstag, 29.09.2005 - "What´s now, Germany" / Diskussionsrunde mit dem Dt. Botschafter a.D.
Während die Fakten über die vorgezogene Wahl und das Wahlsystem auf jeden Fall für die Amerikaner sehr suspekt waren, waren nun auch wir Deutschen recht ratlos,was nun mit dem Wahlergebnis möglich oder eben nicht möglich ist. Fragen mussten wir trotzdem beantworten. Der Termin für die Veranstaltung stand schon länger fest, so dass man nur das vorläufige Teilergebnis der Wahl als Grundlage zur Diskussion hatte. Zu Beginn der Veranstaltung wurde das Wahlsystem und die zur Wahl angetretenen Parteien mit ihren Zielen vorgstellt. Danach wurden mögliche Koalitionen vom Dt. Botschafter a.D., Herr Klaus Sommer, welcher übrigens jetzt in Mußbach (Neustadt a.d. W. / Pfalz) wohnt, erörtert.
Anschließend gab es eine offene Fragerunde. Die Fragerunde war auch sehr interessant, bis ein Mann älteren Alters seine Chance nutze. Seine Frage, die sich zum Schluss, aber mehr als historischer Monolog herausstellte. Angefangen in der Weimarer Republik bis hin zur Deutschen Einheit (nach 10 Minuten!!) war alles dabei, was ihm nicht passte. Damit war die Zeit und vorallem die Lust zum Diskutieren schon fast zu Ende. Zum Schluss konnte ich mich noch kurz persönlich mit Herrn Sommer unterhalten und ein Gruppenfoto mit dem German Club machen.


Sonntag, 18.09.2005 - Election Brunch
Nachdem ich brav per Briefwahl meiner politischen Verantwortung gerecht wurde, war es natürlich ein spannendes Warten, wie die vorgezogene Wahl zum 16. Deutschen Bundestag wohl ausgehen würde. Jeder, der mich etwas besser kennt, kennt ja meine politischen Werte und was och mir von der Wahl erhoffe. Nachdem ich schon das Kanzerduell per Livestream der ARD habe schauen können, war ich natürlich sehr erfreut, dass auch der Wahlabend live über das Internet zu empfangen war. Da das Wahlergebnis um 9:00am meiner Zeit übertragen wurde, entschloss sich der German Club einen Election Brunch zu veranstalten. Somit trafen wir uns Sonntag Morgen zu einem gemütlichen Frühstück, um dabei das Wahlergebnis zu erwarten. Fast wie auf einer Wahlparty wurde die ARD auf einer Großleinwand übertragen. Vor Verkündung der Ergebnisse fand noch eine interne Tipp-Runde statt, bei der ich mit einer Abweichung von 7,6% vom tatsächlichen Ergebnis den 1. Platz belegte. Mein Preis war die spannende Biografie über Angie Merkel :-)
In den letzten Tage war es ehrlich gesagt nicht ganz so einfach den Amrikanern zu erklären, warum wir vorgezogene Wahlen haben und vorallem wie es dazu kam. Wäre die Begründung des Kanzlers, warum der Bundestag
aufgelöst werden soll, nicht schon genug komplex. Dazu kam ja noch die Tatsache das in Deutschland die mit Personenwahl verbundene Verhältniswahl angewandt wird. Und das ja noch auf Englisch.

Best Friends Freitag, 09.09.2005 - "Hoffnung für New Orleans" - Spendenkation des 22.PPP
"Die Teilnehmer des 22. PPP verfolgen mit großer Anteilnahme die Ausmaße der Katastrophe und möchten einen Beitrag zur Unterstützung der Flutopfer leisten. Wir, welche als Gäste hier aufgenommen wurden, fühlen uns sehr betroffen von den schrecklichen Zerstörungen durch den Hurrikan 'Katrina'. Daher wollen wir mit einem Aufruf zu einer Spendenaktion aktiv Hilfe leisten!" In Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestags Herrn Wolfgang Thierse rufen die Teilnehmer des 22.PPP für Berufstätige zu der Spendenaktion "Hoffnung für New Orleans" auf.

Näheres Infos dazu finden Sie hier Artikel zur Spendenaktion in der Rheinpfalz Artikel der Speyerer Morgenpost

Montag, 29.08.2005 - Erster Tag an der Uni
Heute war es dann endlich soweit. Mein erster Kurs im Herbstsemester begann um 8:30 und es gab erstmal eine 1stündige Einführung. Das wars dann auch schon für heute und von Business hören wir dann erst am Mittwoch. Der zweite Kurs des Tages "Principles of Microeconomics" verlief fast gleich, sodass ich noch vor der Rush Hour mich auf den Heimweg machen konnte. Denn ab 12:30 herrscht viel Verkehr in Las Vegas, weil die Casino-Schichten wechseln. Auffallend war aber gleich am ersten Tag, das alle Studenten sehr "busy" wirken oder zumindest so tun. Sind die letzten Minuten erst einmal angebrochen, hält es fast keinen mehr auf den Sitzen. Die meisten hören dann auch nicht mehr zu, weil sie viel zu sehr damit beschäftigt sind, zu überlegen, wen man gleich anrufen könnte. Ja, kaum aus dem Klassensaal ist das Handy am Ohr. Ob dringend oder nicht, Hauptsache man telefoniert.

Freitag, 26.08.2005 - Preview der Marching Band der Silverado High School
Football und Marching Band sind sehr beliebte Freizeitbeschäftigungen von Schülern an der High School. In seinem letzten Jahr an der Siverado High ist Nathan der Leader der Marching Band! Laura spielt im Orchester Querflöte. Die Marching Band findet bei jeder Veranstaltung Verwendung, sei es als Eröffnungmusik, Anfeuerungsmusik beim Football, etc. Damit das auch alles gut aussieht, werden sogar verschiedene Formationen einstudiert. Seit 2 Wochen waren nun Nathan und Laura in einem Bandcamp und gab es dann ein offizielles "Preview" der Musikeinlagen. Ort der Veranstaltung war das Footbalfeld der High School, aber die Besucher konnte man sehr gut überblicken. Naja, die Musik war ok und ich bekam einen ersten Eindruck davon, was es heißt ein "Silverhawk" zu sein. Vor dem Preview war ich mit meinem Gastvater Larry noch bei einem All-you-can-eat Buffet beim Chinesen, was den Abend zu einem vollen Erfolg werden ließ!

Samstag & Sonntag, 20.-21.08.2005 - Überraschung des Tages und Autokauf
Für Samstag hatte mein Host-Dad eine große Überraschung angesagt. Das komplette Wohnzimmer wurde bereits am Donnerstag leer geräumt um einen neuen Teppich verlegen zu können. Dann kam Samstag morgen die große Überraschung: Ein neuer Pool-Billiard-Tisch. Somit soll nun aus dem ehemligen Wohnzimmer ein Billiardraum werden.
Sonntags sorgte dann ich für Aufsehen und zwar mit meinem Autokauf. An sich nichts spektakuläres, dachte ich. Aber Autokauf in den USA ist keineswegs mit dem gewohnten zu vergleichen. Nun bin ich stolzer Besitzer eines 95er Chrysler LeBaron GTC Convertible (Cabrio) .

Freitag, 19.08.2005 - UNLV / University of Nevada Las Vegas
Bei meinem ersten Besuch auf dem Campus war ich schwer beeindruckt von der Größe der Gebäude und den umfangeichen Grünanlagen. Alle Gebäude wirken wie neu und die Umgebung ist sehr schön und vorallem sauber. Heute sollte ich mich an der Uni einschreiben, musste allerdings erfahren, dass ich von CDS noch gar nicht registriert bin. Nach mehren Umwegen und Telefonaten konnte ich das selbst machen, muss jetzt aber warten, bis ich meine Kurse und dann alles weitere erledigen kann. Erfolgreicher war ich dagegen bei der Bank of America, wo ich ein kostenloses Giro-Konto für das ganze Jahr eröffnen konnte.

Dienstag, 16.08.2005 - Erster Besuch auf dem "Strip"
Da am Anfang noch nicht so viel zu tun war, fuhren wir früh morgens zum Social Office um meine Social Security Card zu beantragen. Da es unerwartet schnell ging, konnten wir umso früher in die Innenstadt von Las Vegas aufbrechen. Was hier total super ist sind die großen kostenlosen Parkhäuser von jedem Hotel. Dadurch kann man recht schnell die Innenstadt erreichen, zentral und günstig parken. Auf dem Besichtigungsplan standen die Themenhotels "Mandalay Bay", "Excalibur", "Luxor" und das "New York, New York". Nach ich dann abgehsehen von den Themen vier Casinos hintereinander gesehen habe, hat es mir erstmal gereicht. Schließlich bin ich ja das ganze Jahr hier.

Montag, 15.08.2005 - Ankunft in Las Vegas
Mit dem gefürchteten Greyhound-Bus bin ich heute nach Las Vegas gefahren. An der Station wurde ich dann von meinem Host-Dad Larry abgeholt. Damit war meine HomeStayTour nun zu Ende und ich habe meine Endplatzierung erreicht. "Zu Hause" angekommen, wurde ich sehr herzlich von allen begrüsst und mit wurde mein eigenes Zimmer mit Bad gezeigt, welches ich für ein Jahr beziehe. Anschließend gab es erstmal ein gutes Abendessen, dass alles andere als Fast Food war.

Sonntag, 14.08.2005 - HST / Salt Lake City
Wieder einmal mit Verspätung, aber nicht ganz so schlimm wie bei den vergangen Fahrten mit dem Amtrak, erreichten wir heute Nacht Salt Lake City. Die Fahrt war zwar anstrengender als die vorherigen, da wir komplett über Tag gefahren sind und daher wenig Schlaf gefunden haben. Aber es hat sich gelohnt, denn die Strecke führte durch zahlreiche Canyons Colorados und anschließend durch die Wüste Utahs. Beeindruckende Bilder am laufenden Band. In Salt Lake City werde ich nur einen Tag Aufenthalt haben, bevor es dann morgen mit dem Greyhound-Bus nach Las Vegas geht!


Mittwoch, 10.08.05 - HST / Denver
Heute bin ich auf der 2. Station meiner HomeStayTour in Denver. Von der bisher 18köpfigen Gruppe haben sich nun weitere Leute in andere Richtungen verabschiedet und so erreichen wir noch zu sechst Denver. Zusammen mit Patrick und Moritz wohne ich bei Lexy, einer ehemaligen Teilnehmerin des Programms 2002. Zwei weitere PPP´ler sind bei ihren Eltern untergebracht, wodurch wir alles zusammen unternehmen können. Da das Appartment in einer neuen Wohnanlage liegt, können wir kostenlos einen Fitnessraum und einen Pool im Freien benutzen. Was für ein Vergnügen. U.a. steht am Freitag ein Baseballspiel der Denver Rockets gegen die Washington Nationals auf dem Plan.

Samstag, 06.08.2005 - HST / Freeport IL
Heute sind wir endlich in Freeport IL angekommen. Anstatt der geplanten Ankunft um 10:30 AM in Chicago bekamen wir einen "Gratisaufschlag" von 2:30 Std. und fuhren erst gegen 13:00 PM ein, wodurch wir natürlich unseren Anschlussbus nach Rockford/Freeport verpasst haben. Um 04:45 PM war dann die nächste Gelegenheit und wir nutzten die Chance uns kurz in Chicago umzusehen und uns zu stärken. Die Fahrt nach Rockford dauerte dann nur noch 2 Stunden :-) Dort wurden wir dann mit Kleinbussen abgheolt und nach Freeport (ca. 30min.) gebracht. Endlich konnten wir unsere Gastfamilien für die nächsten 3 Tage begrüßen. Zusammen mit Martin Jüngling bin ich bei Dorothy und Alvin untergebracht und wir erleben das pure Farmerleben. "In the Middle of Nowhere".... Trotzdem ist es angenehm und für 2 1/2 Tage in Ordnung. Enjoy the american style!...

Freitag, 05.08.2005 - HomeStayTour
Nach unserem 3-tägigen Vorbereitungsseminar in New York begeben wir uns heute auf unsere omeStayTour. Dabei handelt es sich um eine Art Städtereise mit Aufenthalten bei verschiedenen Gastfamilien. Meine HomeStayTour dauert insgesamt 10 Tage und führt mit dem Amtrakzug über Chicago nach Rockford, Denver, Salt Lake City und dann zu meinem endgültigen Zielort Las Vegas. Anfangs bin ich mit 28 Leuten unterwegs, wovon aber beiets in Chicago einige unsere Grupper verlassen. Lediglich den letzten Abschnitt von Salt Lake City nach Las Vegas werde ich alleine reisen müssen. Meinen Reiseplan zur HomeStayTour gibt es hier zum einsehen.

Mittwoch, 03.08.2005 - Erster Eintrag aus USA
Ja, es ist geschafft!!! Endlich in New York und es ist einfach immer noch alles so unglaublich. Der Flug war super angenehm und wir kamen ohne Probleme in unsere Unterkunft (Vanderbuilt YMCA). Das Seminar endete heute mit der Veröffentlichung unserer Reisetourdaten zu unserer Platzierung. Die Gruppe ist echt klasse und wir haben u.a. bei einer Bus-Seightseeing-Tour schon so einiges gesehen. Aber mehr dazu gibt es hier
.

Dienstag, 02.08.2005 - Ausreise in die USA
Endlich ist der Tag der Ausreise gekommen. Frankfurt, 13:45 Uhr "Borading, please." Das endlose Warten, das Sitzen auf gepackten Koffern hat ein Ende. Naja die Koffer sind eben fertig geworden :-) Soll ja auch alles drin sein! Aber der Abschied hat auch schon zu genüge seine schlechten Seiten gezeigt. ABSCHIED NEHMEN ist gar nicht so toll wie die Vorfreude und so fällt es mir von Tag zu Tag schwerer meine Familie, Verwandte, Freunde und vor allem meine Freundin nicht mehr zu sehen. Ich danke allen, welche mir den Abschied so schön wie möglich gemacht haben und allen, welche mir viel Glück und Erfolg für meinen Aufenthalt gewünscht haben. Euch alle werde ich sehr vermissen, aber nicht vergessen!!

Freitag, 29.07.05 - Abschiedsparty "Viva Las Vegas"
Bevor es am kommenden Dienstag endlich soweit ist wird heute nochmal kräftig gefeiert. Ich freue mich riesig noch einmal von meinen ganzen Freunden verabschieden zu können, denn immerhin sind sie für meine schönsten Zeiten hier verantwortlich. Ich werde sie alle vermissen. Oder feiern meine Freunde etwa das ich ein Jahr weg bin?!

Montag, 25.07.05 - Zeitungsinterview mit der "Rheinpfalz"-Zeitung
Zusammen mit meiner Vorgängerin Ulrike Mitschke, welche allerdings mit dem Schülerprogramm in Michigan platziert war, wurde ich von meinem Abgeordneten Herr Schindler zum Interview bei der Tageszeitung "Rheinpfalz" eingeladen. Während Ulrike begeistert über ihr Jahr erzählte, galt das Interesse bei mir natürlich meinem bisherigen Weg zum Stipendium, der jetzigen Vorbereitung und natürlich den imensen Erwartungen an das Jahr. Insgesamt eine schöne Verabschiedung auf der "Titelseite" des Regionalteils :-)

Dienstag, 05.07.05 - Tag der Prüfungsentscheidung - Episode II
Heute stand mit der mündlichen Prüfung die letzte Hürde für die engültige Programmteilnahme an und ich hatte zum Glück schon um 8:00 Uhr meinen Prüfungstermin, denn ich wollte es so schnell wie möglich hiner mir haben. Die Auswahl zwischen den beiden möglichen Themen fiel mir recht schwer, weil sie mir glücklicherweise beide lagen. Letztendlich war ich mit dem Thema Zahlungsvorgänge und Zahlugsarten recht zufrieden und konnte erfolgreich die Prüfung abschließen. Es war geschafft und jetzt gilt die Konzenration nur noch den Vorbereitungen für ein super Jahr in den USA!

Samstag, xx.07.05 - Tickets
Heute sind wie erwartet die Flugtickets gekommen und spätestens jetzt wird einem klar, dass die Ausreise kurz bvor steht. Frankfurt - München - New York. Ach ja und nicht zu vergessen: Washington DC - Frankfurt. Schließlich sollen wir ja in einem Jahr auch wieder zurück. Abflug in Frankfurt 13:45 Uhr bedeutet, dass ich in München gerade mal 45 Minuten für die Maschine nach New York habe. Das hört sich ja jetzt schon nach Stress an ;-) Aber ich bin ja nicht alleine auf dem Weg nach München. Zusammen mit 6 weiteren PPP´lern starte ich durch. Im Moment ist es eher ein recht komisches Gefühl, fast melancholisch, dass ich in Erwartung auf den 02. August verspüre. Noch ist man so fest im Alltag und in 2 Wochen werde wir alles hinter uns lassen. Bis dahin werde ich mir bestimmt noch eine Menge Gedanken über alles machen. Und als nächstes kommt nun bald die Abschiedsparty "Viva Las Vegas"!

Freitag, 27.05.05 - Visum ist da!!
Noch einmal Glück gehabt. Das Visum ist da!! Schön sieht sie aus die Eintrittskarte für die USA. Spätestens jetzt begreift man, dass es nicht mehr lange ein Traum sein wird.

Montag, 23.05.05
- Konsulatstermin in Frankfurt
Zusammen mit Benny, Diana, Martin, Dana, Dominik und Jessica habe ich heute meinen Termin beim US-Konsulat um mein Visum zu beantragen. Hab ich auch wirklich alles richtig angekreuz und nichts falsches angezogen?! Nicht ganz so spannend wie Columbo aber sehr reizvoll.


Dienstag, 03.05.05 - Tag der Prüfungsentscheidung - Episode I
2 Jahre lang musste ich lernen, um mein geballtes Wissen für die schriftl. Abschlussprüfung aufs Papier zu bringen. Es bleibt bestimmt ein kleiner Schritt in meinem Leben, doch ein großer in Richtung USA. Nur Bestehen zählt, aber natürlich möchte ich bestmöglich abschneiden. Ob ich wohl nervös bin?! - Verdammt, ja!


Lang, Lang ist es her. Was bisher geschah erfahrt ihr bald, aber begnügt euch erstmal mit der Zukunft! :-)